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Kei Ahnig vo'r Botanik
Zitat von Erwin am 2. Mai 2025, 11:37 UhrOh, das ist bestimmt ein feines Gebäck.
Diese "Akazie" wird eigentlich Gewöhnliche Robinie (Robinia pseudoacacia) genannt. In der Schweiz wird die Art auf der Schwarzen Liste der invasiven Neophyten geführt. Die echte Akazie gibt es hier nicht. Leider sind in unserer Umgebung alle Robinien rigoros ausgerottet worden. Ich schätzte die wegen ihrer gut riechenden Blüten und auch wegen ihres wetterfesten Holzes für Zaunpfosten etc.
Oh, das ist bestimmt ein feines Gebäck.
Diese "Akazie" wird eigentlich Gewöhnliche Robinie (Robinia pseudoacacia) genannt. In der Schweiz wird die Art auf der Schwarzen Liste der invasiven Neophyten geführt. Die echte Akazie gibt es hier nicht. Leider sind in unserer Umgebung alle Robinien rigoros ausgerottet worden. Ich schätzte die wegen ihrer gut riechenden Blüten und auch wegen ihres wetterfesten Holzes für Zaunpfosten etc.
Zitat von jipe am 2. Mai 2025, 14:26 UhrJa, das ist "Robinia pseudoacacia".
Odeur très agréable et fleurs très appréciées pour ses beignets et son miel.
Sehr angenehmer Geruch und Blüten, die für ihre Krapfen und ihren Honig sehr beliebt sind.Effectivement, c'est une espèce très envahissante, il y a des graines qui se sèment partout autour de la maison...
Tatsächlich ist es eine sehr invasive Art, es gibt Samen, die überall um das Haus herum ausgesät werden...
Ja, das ist "Robinia pseudoacacia".
Odeur très agréable et fleurs très appréciées pour ses beignets et son miel.
Sehr angenehmer Geruch und Blüten, die für ihre Krapfen und ihren Honig sehr beliebt sind.
Effectivement, c'est une espèce très envahissante, il y a des graines qui se sèment partout autour de la maison...
Tatsächlich ist es eine sehr invasive Art, es gibt Samen, die überall um das Haus herum ausgesät werden...
Zitat von Erwin am 3. Mai 2025, 8:41 UhrDer Wiesensalbei (Salvia pratensis) blüht zurzeit an den Wegrändern und in naturbelassenen Wiesen. Seine Blütezeit reicht von Ende Mai bis in den August hinein. Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich durch Hummeln über den typischen Salbei-Mechanismus: Die Hummel steckt ihren Rüssel in die Blüte und durch eine Öse am unteren Hebelarm, um Nektar zu sammeln, dabei löst sie den Hebelmechanismus (auch Schlagbaummechanismus genannt) aus, der den Blütenstaub am haarigen Körper der Hummel abstreift. Der Pollen wird dann von der Hummel zu anderen Blüten weitergetragen. Besonders für Kinder ein faszinierender Anblick.
Wiesensalbei ist einer von mehreren Salbei Arten. Im Garten werden meist der Echte- oder Küchensalbei angepflanzt. Der Echte Salbei wirkt etwa bei Halsschmerzen als Kräutertee oder gegen übermäßiges Schwitzen. Neben der schweißhemmenden besitzt der Salbeitee auch eine verdauungsfördernde Wirkung. Wer kennt sie nicht, die Werbung für ein Kräuterbonbon mit der Frage: "Wer hats erfunden?" Dass es die "Schweizer" waren, welche die Heilkraft von Salbei erfanden, ist etwas anmassend. Die Arznei war schon in der Antike bekannt und Karl der Grosse ordnete den Anbau an. Hildegard von Bingen und Paracelsus rühmten den Salbinen-Tee, wie er im Bernbiet genannt wird. Aus der Küche kennen wir, wie ein Kalbsplätzli mit Rohschinken und dem aromatischen Salbeiblatt besteckt wird und sich zu der beliebten Saltimbocca alla romana verwandelt.
Der Wiesensalbei (Salvia pratensis) blüht zurzeit an den Wegrändern und in naturbelassenen Wiesen. Seine Blütezeit reicht von Ende Mai bis in den August hinein. Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich durch Hummeln über den typischen Salbei-Mechanismus: Die Hummel steckt ihren Rüssel in die Blüte und durch eine Öse am unteren Hebelarm, um Nektar zu sammeln, dabei löst sie den Hebelmechanismus (auch Schlagbaummechanismus genannt) aus, der den Blütenstaub am haarigen Körper der Hummel abstreift. Der Pollen wird dann von der Hummel zu anderen Blüten weitergetragen. Besonders für Kinder ein faszinierender Anblick.

Wiesensalbei ist einer von mehreren Salbei Arten. Im Garten werden meist der Echte- oder Küchensalbei angepflanzt. Der Echte Salbei wirkt etwa bei Halsschmerzen als Kräutertee oder gegen übermäßiges Schwitzen. Neben der schweißhemmenden besitzt der Salbeitee auch eine verdauungsfördernde Wirkung. Wer kennt sie nicht, die Werbung für ein Kräuterbonbon mit der Frage: "Wer hats erfunden?" Dass es die "Schweizer" waren, welche die Heilkraft von Salbei erfanden, ist etwas anmassend. Die Arznei war schon in der Antike bekannt und Karl der Grosse ordnete den Anbau an. Hildegard von Bingen und Paracelsus rühmten den Salbinen-Tee, wie er im Bernbiet genannt wird. Aus der Küche kennen wir, wie ein Kalbsplätzli mit Rohschinken und dem aromatischen Salbeiblatt besteckt wird und sich zu der beliebten Saltimbocca alla romana verwandelt.
Zitat von jipe am 3. Mai 2025, 9:17 UhrNous avons en Provence des champs entiers de sauge sclarée (Salvia sclarea L.), comme ici :
Wir haben in der Provence ganze Felder von Muskatellersalbei (Salvia sclarea L.), wie hier:
Nous avons en Provence des champs entiers de sauge sclarée (Salvia sclarea L.), comme ici :
Wir haben in der Provence ganze Felder von Muskatellersalbei (Salvia sclarea L.), wie hier:
Zitat von Erwin am 4. Mai 2025, 9:40 UhrBeeindruckend sind die Felder in der Provence. In der Schweiz ist der Anbau von Gewürz- und Heilpflanzen ein Nischenprodukt von Bauern in Hügelgebieten oder Alpvorland.
Hier kommt der Spitzwegerich (Plantago lanceolata) ins Bild:
Bei Husten und Atemwegsbeschwerden kann daraus ein heilkräftiger Tee bereitet werden. Meine Mutter schwor darauf. Er findet Verwendung in Salben, Hustensäften und anderen Heilmitteln.
Der Spitzwegerich wird auch Heilwegerich, Wundwegerich, Spießkraut, Lungenblattl oder Schlangenzunge genannt.
Das Wort „Wegerich“ bzw. „Spitzwegerich“ (von mittelhochdeutsch wëgerīch bzw. – in Bezug auf die schmal zulaufenden Blätter – spitzig wëgerīch) entstammt dem Althochdeutschen (von wega, „Weg“, und rīh, „König“, als Bestandteil von Männernamen wie Friedrich und Dietrich).
Zur gleichen Familie gehört der Breitwegerich (Plantago major), der sich auf den Wegen und Strassenrändern breit macht.
Beiden Arten sind die Inhaltsstoffe gemeinsam, der Saft, bzw. Brei aus den Blättern wirkt entzündungshemmend und fördert die Wundheilung. Unterwegs, bei Insektenstichen findet man gleich am Weg den Breitwegerich, dann verdrückt man Blätter davon und verreibt den Saft auf der Stichstelle. Das wirkt reizmildernd und hat bei unseren Kindern meistens geholfen.
Beeindruckend sind die Felder in der Provence. In der Schweiz ist der Anbau von Gewürz- und Heilpflanzen ein Nischenprodukt von Bauern in Hügelgebieten oder Alpvorland.
Hier kommt der Spitzwegerich (Plantago lanceolata) ins Bild:

Bei Husten und Atemwegsbeschwerden kann daraus ein heilkräftiger Tee bereitet werden. Meine Mutter schwor darauf. Er findet Verwendung in Salben, Hustensäften und anderen Heilmitteln.
Der Spitzwegerich wird auch Heilwegerich, Wundwegerich, Spießkraut, Lungenblattl oder Schlangenzunge genannt.
Das Wort „Wegerich“ bzw. „Spitzwegerich“ (von mittelhochdeutsch wëgerīch bzw. – in Bezug auf die schmal zulaufenden Blätter – spitzig wëgerīch) entstammt dem Althochdeutschen (von wega, „Weg“, und rīh, „König“, als Bestandteil von Männernamen wie Friedrich und Dietrich).
Zur gleichen Familie gehört der Breitwegerich (Plantago major), der sich auf den Wegen und Strassenrändern breit macht.

Beiden Arten sind die Inhaltsstoffe gemeinsam, der Saft, bzw. Brei aus den Blättern wirkt entzündungshemmend und fördert die Wundheilung. Unterwegs, bei Insektenstichen findet man gleich am Weg den Breitwegerich, dann verdrückt man Blätter davon und verreibt den Saft auf der Stichstelle. Das wirkt reizmildernd und hat bei unseren Kindern meistens geholfen.
Zitat von jipe am 4. Mai 2025, 9:56 UhrSauge de Jérusalem (Phlomis fruticosa)
Strauchige Brandkraut (Phlomis fruticosa)
Sauge de Jérusalem (Phlomis fruticosa)
Strauchige Brandkraut (Phlomis fruticosa)

Zitat von Erwin am 5. Mai 2025, 8:52 UhrDieses "Strauchkraut" ist mir bis nicht vorgekommen. Es scheint nur südlich der Alpen zu wachsen.
Nördlich der Alpen und auch sonst überall auf allen Kontinenten wächst der Klee. Ausgenommen auf der Antarktis und in Australien, wo er erst in jüngerer Zeit importiert wurde.
Wiesen- oder Rot-Klee (trifolium pratensis)
Ist eine stark eiweisshaltige Futterpflanze für Rinder und Schafe und wird nur mit Vorsicht verfüttert.
Das Kleeblatt fand in die Symbolik vieler Kulturen Eingang. Es repräsentiert stets die Dreiheit, wie zum Beispiel im Christentum als Symbol der Dreifaltigkeit. Weiterhin steht Klee für den Sommer oder symbolisiert die Liebe.
Das vierblättrige Kleeblatt gilt als Glücksbringer.
Ausserdem ist der Shamrock ein Zeichen für Irland.
Die Rotklee-Blüten werden meist durch „langrüsselige“ Hummeln bestäubt; der Nektar befindet sich am Grund einer 9 bis 10 mm langen Röhre; die Honigbiene (Rüssellänge 6 bis 6,5 mm) kann nur Pollen sammeln; die Dunkle Erdhummel Bombus terrestris L. (Rüssellänge 7 bis 9 mm) begeht Nektarraub durch seitlichen Einbruch; die von der Erdhummel in die Kronröhre gebissenen Löcher werden auch von Honigbienen genutzt.
Dazu eine kleine Geschichte, warum sich am köstlichen Rotklee keine Bienen laben.
Als der liebe Gott die Bienen erschuf, zeigte er Ihnen den Rotklee und sagte: Ihr dürft sechs Tage den Honig sammeln, aber am 7. Tage sollt ihr ruhen. Doch der Nektar war so köstlich, dass die Bienen fleißig und emsig auch am siebten Tage sammelten. Das machte Gott ein wenig grantig und er zog die Blüten des Rotklees in die Länge. Jetzt kamen zwar die Hummeln mit ihren langen Rüsseln an den köstlichen Nektar, aber die Bienen mit dem kurzen Rüsselchen hatten das Nachsehen.
Der Weisse Wiesenklee hingegen ist für die Bienen eine einträgliche Honigweide, aber deshalb besonders auf Liegewiesen wegen den wehrhaften Bienen unerwünscht.
Der Feld-Klee (Trifolium campestre), auch Gelber Acker-Klee genannt, wäre auch als Futterpflanze geeignet, tritt aber meist nur spontan an Wegrändern auf.
Dieses "Strauchkraut" ist mir bis nicht vorgekommen. Es scheint nur südlich der Alpen zu wachsen.
Nördlich der Alpen und auch sonst überall auf allen Kontinenten wächst der Klee. Ausgenommen auf der Antarktis und in Australien, wo er erst in jüngerer Zeit importiert wurde.
Wiesen- oder Rot-Klee (trifolium pratensis)

Ist eine stark eiweisshaltige Futterpflanze für Rinder und Schafe und wird nur mit Vorsicht verfüttert.
Das Kleeblatt fand in die Symbolik vieler Kulturen Eingang. Es repräsentiert stets die Dreiheit, wie zum Beispiel im Christentum als Symbol der Dreifaltigkeit. Weiterhin steht Klee für den Sommer oder symbolisiert die Liebe.

Das vierblättrige Kleeblatt gilt als Glücksbringer.

Ausserdem ist der Shamrock ein Zeichen für Irland.
Die Rotklee-Blüten werden meist durch „langrüsselige“ Hummeln bestäubt; der Nektar befindet sich am Grund einer 9 bis 10 mm langen Röhre; die Honigbiene (Rüssellänge 6 bis 6,5 mm) kann nur Pollen sammeln; die Dunkle Erdhummel Bombus terrestris L. (Rüssellänge 7 bis 9 mm) begeht Nektarraub durch seitlichen Einbruch; die von der Erdhummel in die Kronröhre gebissenen Löcher werden auch von Honigbienen genutzt.
Dazu eine kleine Geschichte, warum sich am köstlichen Rotklee keine Bienen laben.
Als der liebe Gott die Bienen erschuf, zeigte er Ihnen den Rotklee und sagte: Ihr dürft sechs Tage den Honig sammeln, aber am 7. Tage sollt ihr ruhen. Doch der Nektar war so köstlich, dass die Bienen fleißig und emsig auch am siebten Tage sammelten. Das machte Gott ein wenig grantig und er zog die Blüten des Rotklees in die Länge. Jetzt kamen zwar die Hummeln mit ihren langen Rüsseln an den köstlichen Nektar, aber die Bienen mit dem kurzen Rüsselchen hatten das Nachsehen.
Der Weisse Wiesenklee hingegen ist für die Bienen eine einträgliche Honigweide, aber deshalb besonders auf Liegewiesen wegen den wehrhaften Bienen unerwünscht.

Der Feld-Klee (Trifolium campestre), auch Gelber Acker-Klee genannt, wäre auch als Futterpflanze geeignet, tritt aber meist nur spontan an Wegrändern auf.
Zitat von jipe am 5. Mai 2025, 9:56 UhrIl y a quelques années j'avais planté du trèfle blanc et du trèfle rouge dans le jardin.
La première année, le trèfle blanc et le trèfle rouge ont poussé et fleuri.
Les années suivantes, seul le trèfle blanc a bien voulu pousser et fleurir.Vor einigen Jahren hatte ich im Garten Weissklee und Rotklee gepflanzt.
Im ersten Jahr wuchsen und blühten sowohl der Weissklee als auch der Rotklee.
In den folgenden Jahren wollte nur der Weissklee wachsen und blühen.En revanche je ne connais pas le trèfle jaune.
Den gelben Klee hingegen kenne ich nicht.
Il y a quelques années j'avais planté du trèfle blanc et du trèfle rouge dans le jardin.
La première année, le trèfle blanc et le trèfle rouge ont poussé et fleuri.
Les années suivantes, seul le trèfle blanc a bien voulu pousser et fleurir.
Vor einigen Jahren hatte ich im Garten Weissklee und Rotklee gepflanzt.
Im ersten Jahr wuchsen und blühten sowohl der Weissklee als auch der Rotklee.
In den folgenden Jahren wollte nur der Weissklee wachsen und blühen.
En revanche je ne connais pas le trèfle jaune.
Den gelben Klee hingegen kenne ich nicht.
Zitat von Erwin am 6. Mai 2025, 8:47 UhrStorchenschnabel, unter dem Namen kennt man das Blümchen.
Hier ist der Wald-Storchschnabel (Geranium sylvaticum) im Vocus. Sowohl der wissenschaftliche Name Geranium als auch der deutsche Name Storchschnabel bezieht sich auf die Form der langgestielten Frucht, in der man den Kopf und den langgestreckten Hals eines Storchs oder eines Kranichs erkennen kann.
Storchenschnabel, unter dem Namen kennt man das Blümchen.

Hier ist der Wald-Storchschnabel (Geranium sylvaticum) im Vocus. Sowohl der wissenschaftliche Name Geranium als auch der deutsche Name Storchschnabel bezieht sich auf die Form der langgestielten Frucht, in der man den Kopf und den langgestreckten Hals eines Storchs oder eines Kranichs erkennen kann.