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Kei Ahnig vo'r Botanik

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Das Jakobs-Greiskraut (Jacobaea vulgaris, Syn.: Senecio jacobaea), auch Jakob-Greiskraut[1] und Jakobs-Kreuzkraut genannt.

Landwirte und Pferdehalter fürchten das Jakobs-Kreuzkraut, da alle Teile der Pflanze giftige, leberschädigende Pyrrolizidinalkaloide enthalten. Die Alkaloide bleiben im Gegensatz zu vielen anderen Giften bei der Konservierung in Heu oder Silage wirksam und werden auf diese Weise auch von Weidetieren mit aufgenommen, welche die im frischen Zustand bitter schmeckenden Kräuter ansonsten eigentlich meiden.

Es ist eine extrem giftige Pflanze, besonders deren Blüten, die haben einen doppelt so hohen Alkaloid-Gehalt wie das Kraut. Auch für Menschen ist das Jakobs-Kreuzkraut giftig. Eine Vergiftung kann über eine Verunreinigung von pflanzlichen Lebensmitteln wie Honig oder Tee passieren.

Das Jakobs-Kreuzkraut ist durch seine heimtückische Giftigkeit derart in Ungnade gefallen, dass manchmal zur kompletten Ausrottung aufgerufen wird. Im Kanton Luzern wurde die Pflanze als gemeingefährlich eingestuft und man versucht sie einzudämmen. Ganz besonders fehlen würde das Jakobs-Kreuzkraut dem Jakobskrautbären. Die Raupe dieses schwarz-roten Schmetterlings ernährt sich hauptsächlich vom Jakobs-Kreuzkraut. Dessen Gifte lagert die Raupe dabei ein und schützt sich somit vor Fressfeinden.

Mit dem Apostel Jakobus, zu dessen Gedenkstätte Santiago de Compostela alle Welt pilgert, hat das Kraut nichts zu tun, ausser dass seine Blütezeit sich auf den Blühtermin um Jacobi (25. Juli) bezieht.

Der Bittersüsse Nachtschatten (Solanum dulcamara) ist ein Nachtschattengewächs, das nur schwach giftig ist. Die schönen Blüten und die roten Beeren könnten aber Kindern gefährlich werden.

Er bildet lange, kletternde Ausläufer und wird auch vom Kartoffelkäfer, wie die Kartoffelstauden selbst, befallen.

Nachtrag: Hier, in einem der vorderen Beiträge, hatte Andreas das Kraut bereits beschrieben

Der Gewöhnliche Wasserdost (Eupatorium cannabinum), wird auch Gemeiner Wasserdost, Wasserhanf und Kunigundenkraut genannt.

Der Gewöhnliche Wasserdost ist Nektarpflanze und/oder Raupenfutterpflanze für eine Vielzahl von Schmetterlingsarten. Es besteht eine Ähnlichkeit mit Oregano, das auch deutsch Echter Dost (Origanum vulgare) genannt wird. (Im nächsten Beitrag mehr)

Oregano (Origanum vulgare) oder Echter Dost

Man kennt es als Pizza-Gewürz und es ist im Gegensatz zum ähnlichen Majoran weniger würzig. Majoran ist ebenfalls eine wichtige Gewürzpflanze, die – nach ihrem häufigsten Verwendungszweck – auch Wurstkraut heisst.

Oregano (Origanum vulgare), eines meiner Lieblingsgewürze!

L'origan (Origanum vulgare), l'une de mes épices préférées !

Die Echte Kamille (Matricaria chamomilla L.) ist ein altbekanntes Heilmittel.

Man erkennt sie gut an ihrem runden Fruchtkörper, wo sie sich von dem eher flachen der Hundskamille unterscheidet.
Wer kennt ihn nicht, den Kamillentee. Für alles Möglich ist er gut, entzündungshemmend als Umschlag, getrunken bei Magen und Darmbeschwerden, und, und, und.

Im Berner Casino gab es vor über fünfzig Jahren an der Ecke zur Kirchenfelbrücke ein Lokal namens Bierquelle. An dessen Gewölbe und Wänden hatte der Berner Maler Fritz Traffelet historische Bilder gemalt, wie aus einem von Tavel-Buch. Ein Spruch, der dort geschrieben stand, ist mir in Erinnerung geblieben:

Het z'Bärn e Mönsch es Beinli broche,
Dünkts di der Hals sig grüüslig troche,
Hesch Mage-, Buuch- und Ohreweh,
So trinksch e Platsch Kamilletee.

 

Der Zwerg-Holunder, Zwergholunder oder Attich (Sambucus ebulus, Synonyme: zum Beispiel Viburnum ebulus und Ebulum humile) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Holunder (Sambucus). Der Zwerg-Holunder ist eine krautige Pflanze und unterscheidet sich hierdurch von den beiden anderen in Mitteleuropa heimischen Arten der Gattung Holunder, dem Schwarzen Holunder und dem Roten Holunder, die zu den Gehölzen gehören.

Die schwarzen Früchte sind für Menschen ungeniessbar, sie würden Magenbeschwerden und Erbrechen bewirken. Aber ihr unangenehmer Geruch stösst sowieso jede Esslust ab. In der Naturmedizin wird er nicht mehr verwendet.

Man sieht den Zwerg-Hollunder an Waldrändern oder -Lichtungen. Er ist aber nur einjährig, im Gegensatz zum roten oder schwarzen Holunder.

Aus aktueller Erfahrung, die Wilde Karde (Dipsacus fullonum). Sie wurde uns in der Wollkarderei in Huttwil als eine Vorgängerin der heutigen Maschinenverarbeitung vorgestellt.

Die Bauern säen auf ihren (subventionierten) Ausgleichsflächen eine Gras- und Kräutermischung an, in der oft die Karde enthalten ist.

Ähnlich sieht die seltene Alpenmannstreu (Eryngium alpinum) aus, die ich am Rinderberg gefunden habe.

Beide Pflanzen gefallen wegen ihrer eigenartigen Blütenform.

 

Der Gemüsespargel oder Gemeine Spargel (Asparagus officinalis) zeigt sich in dieser Jahreszeit als auffällig hohes Gewächs.

Lieber wäre er uns in seinem frühen Stadium, aber da müssen wir bis nächstes Frühjahr warten.

Der wilde Spargel (Asparagus acutifolius) ist eine Köstlichkeit!
L'asperge sauvage (Asparagus acutifolius) est un délice !

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