Zuerst einige Zitate:

«Im Mai-Newsletter haben wir auf die Situation von SeniorBern aufmerksam gemacht
und darauf hingewiesen, dass die Situation mit unserer Website aus technischen
Gründen kritisch ist und dass das Kernteam erstens unter akutem Personalmangel
leidet und dass es zweitens mit der Motivation der verbliebenen freiwilligen
Mitarbeiter nicht zum Besten steht. Dies aufgrund des offensichtlich schwindenden
Interesses unserer User und deren fehlenden Bereitschaft, auch einmal die Initiative
zu ergreifen und Vorschläge für Anlässe einzureichen oder im Forum
Wer kommt
mit?
zu spontanen Treffen, Besuchen und anderen Aktivitäten einzuladen.»

«Tatsache ist: Seit dem Lockdown und den Corona-Massnahmen sind die
Anmeldungen nicht nur beim Jahresessen, sondern auch bei anderen SeniorBern-
Anlässen stark rückläufig. Die Organisatoren fragen sich öfters bis zum Ablauf der
Anmeldefrist, ob sich ihr Aufwand überhaupt gelohnt hat. Das Kernteam stellt sich
diese Frage auch. Und wir fragen wir auch Dich: wie weiter mit SeniorBern?»

«Unter anderem haben wir auch darauf aufmerksam gemacht, dass
das Kernteam langsam an seine Grenzen stösst und dass wir Verstärkung brauchen
könnten. Wir suchen Frauen und Männer ab 50 Jahren, am besten Pensionierte, die
Freude und Lust hätten, bei uns mitzumachen, etwas Verantwortung zu übernehmen
und dazu beizutragen, dass SeniorBern als lebendige Seniorenplattform weiter
besteht. Schaut euch doch mal im Bekanntenkreis um und fragt Verwandte, die in
Frage kommen. Wir suchen Freiwillige, die Freude daran hätten, gelegentlich einen
Ausflug oder Anlass zu organisieren oder anderen bei PC-, Tablet- und Smartphone-
Problemen zu helfen. Der Aufwand hält sich in Grenzen – sofern er auf mehrere
Schultern verteilt werden kann!»

Wer glaubt, all das oder einiges davon schon mal gelesen zu haben, ist wahrscheinlich schon länger bei SeniorBern dabei. Es sind nämlich alles Zitate aus Nach-Corona-Newslettern. Geändert hat sich an der mehrfach geschilderten Situation nichts – im Gegenteil, sie hat sich verschlimmert.

Mussten wir früher die Teilnehmerzahl für Anlässe begrenzen, ist es heute sogar nötig, Fristen zu setzen, innerhalb deren sich eine gewisse Anzahl Personen anmelden muss. Erst dann können wir entscheiden, ob der Anlass auch durchgeführt werden kann. So geschehen beim Besuch des Papiermühlemuseums in Basel. Angemeldet haben sich schliesslich 13 Personen. 7 davon waren Auswärtige, was zur Folge hatte, dass für die Berner Halbtaxler nicht einmal ein Gruppenbillett gelöst werden konnte.

Es ist mir klar, dass in den inzwischen 12 Jahren des Bestehens von SeniorBern wir alle älter geworden sind und viele von uns nicht mehr längere Wanderungen/ Führungen/Besichtigungen mitmachen wollen oder können. Ausserdem sind uns von den zahlreichen, auf der alten Website noch Registrierten längst nicht alle auf die Neue gefolgt. Und von den jetzt Registrierten sind auch nicht mehr alle am Leben…

Und: die Website wird praktisch nicht mehr genutzt. In den letzten 15 Tagen haben sich dort gerade mal 15 Personen (von über 130 Registrierten) angemeldet. Im Forum, das eigentlich dem Austausch dienen würde, schreiben praktisch nur noch 5 – 6 Personen. Der fleissigste Forenschreiber bei SeniorBern wohnt übrigens in der Haute Provence.
Dabei würde die Website doch einige Möglichkeiten bieten:

1. Ein Formular, mit dem man Vorschläge für Ausflüge und Events machen oder sie sogar selber organisieren könnte
2. Ein anderes Formular, mit dem man auf externe Anlässe und Events aufmerksam machen könnte
3. Die Rubrik «Wer kommt mit– wer macht mit?» im Forum, das die Möglichkeit böte, Andere zum Mitkommen auf Reisen/Ausflüge oder an Events/Theatervorstellungen mitzukommen oder z. B bei Spielanlässen/gemeinsamem Kochen und Essen usw.mitzumachen.

Um die Möglichkeiten 1 und 2 zu nutzen, muss man nicht einmal angemeldet sein – für die Möglichkeit 3 allerdings schon. Aber eben – wenn niemand die Website besucht und nur auf den monatlichen Newsletter wartet, um zu sehen, was das Kernteam zu bieten hat, nützt das alles nichts.

Wie viele bereits wissen, bin ich seit einem Jahr auch bei den Grauen Panthern Bern aktiv. Bisher nur, indem ich dreimal jährlich ihr Vereinsmagazin gestalte und die druckfertige Vorlage erstelle. Dadurch bekam ich auch den Einblick, wie das dort funktioniert. Die Anlässe wie Wanderungen, Ausflüge, Vorträge, Filmvorführungen usw. werden von aktiven Mitgliedern organisiert, die Ideen haben und denen etwas daran liegt, dass ihre Community am Leben bleibt. Bei SeniorBern waren es bisher nur 4 – 5 Leute, die eigene, realisierbare Ideen und Vorschläge eingebracht und z.T selber organisiert haben. Es bräuchte nur ungefähr ein Dutzend initiative Bärehöckler und wir hätten monatlich ein bis zwei Anlässe zur Auswahl!

Ich selber habe vorläufig genug davon, alle zwei bis drei Monate einen Anlass zu rekognoszieren, Führungen zu buchen, Fahrpläne herauszuschreiben und Reservationen vorzunehmen, ohne zu wissen, ob ich genügend InteressentInnen finde, oder ob das alles für die Katz war. Ich beschränke mich künftig (solange das noch Sinn macht) auf den Unterhalt und die Aktualisierung der Website und auf die gelegentlichen Apple-Sprechstunden. Ich werde, wenn das denn mal zutreffen sollte, bei Anlässen, die mir mit dem oben genannten Anlass-Formular oder per Kontaktformular gemeldet werden, beratend helfen, die nötigen Anmeldeformulare erstellen, die Ausschreibung aufschalten und den monatlichen Newsletter mit einem Hinweis verschicken (andernfalls halt nur mit der Ankündigung des nächsten Bärehöcks).

Die Zeit, die ich dadurch gewinne, werde ich für vermehrte individuelle Ausflüge mit meinem GA nutzen. Falls ich mal etwas plane, das auch andere interessieren könnte, werde ich das im Forum ausschreiben. Versprochen! Und vielleicht entdecke ich zwischendurch mal etwas, das für einen gelungenen Anlass gut wäre, wer weiss?

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