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Kei Ahnig vo'r Botanik

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Die Ackerwinde (Convolvulus arvensis), auch Acker-Winde, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Winden (Convolvulus)

Von der sehr ähnlich aussehenden Echten Zaunwinde (Calystegia sepium) unterscheidet sich die Acker-Winde durch die Blüten, die bei der Zaunwinde gut doppelt so gross wie bei der Acker-Winde sind. Bei der Zaunwinde sind sie durchgehend strahlend weiss, während sie bei der Acker-Winde zartrosa oder bläulich getönt sein können und aussen an den Nahtstellen der zusammengewachsenen Blütenblätter dunkle, keilförmig auf den Blütenrand zulaufende Streifen aufweisen.

Während die Ackerwinde sich zum Hochklettern mit Grashalmen begnügt, braucht ihre weisse Schwester dazu gerne Schilfstängel. Im Garten sind beide nicht erwünscht, wegen ihres einnehmenden Verhaltens, trotz ihrer Schönheit.

Sehr selten zu finden ist das Tausendgüldenkraut (Centaurium), das eine Pflanzengattung in der Familie der Enziangewächse (Gentianaceae) ist.

Dazu schrieb der fränkische Dichter Friedrich Rückert, (1788-1866)

Wenn das Tausendgüldenkraut
Offen blüht in Waldgehegen
Darf gewiss sein, wer es schaut,
Daß es hat bei Nacht gethaut
Und am Tage kommt kein Regen.

Als ein Tausendgüldenkraut
Blütest du an meinen Wegen
Und so lang ich dich geschaut,
War die Nacht nur lustbethaut,
Und der Tag hell ohne Regen.

Schönes Tausendgüldenkraut
Wie sich nun zusammenlegen
Deine Blätter seufz`ich laut;
Ach, die Nacht hat stark gethaut,
Und der ganze Tag ist Regen!

Und Karl Heinrich Waggerl aus Bad Gastein schreibt in seinem Heiteren Herbarium:

Überdrüssig meiner Schulden
Will ich ein paar Tausend-Gulden-
Kräuter in den Garten pflanzen.
Jahr um Jahr will ich den ganzen
Guldenschatz zusammenlegen.
Kunst und Wissenschaften pflegen
Und zum Kummer meiner Erben
Einst als Kräuterkrösus sterben.

Der Echte Baldrian, auch Arzneibaldrian oder Grosser Baldrian (Valeriana officinalis), wird oft auch nur Baldrian genannt. Er wächst häufig unbeachtet am Aareufer.

Sein Geruch lockt Katzen an, wie jener der Katzenminze, deshalb wird er auch Katzenkraut genannt. Seine Wirkstoffe werden in der Alternativmedizin als Beruhigungsmittel verwendet.

Gemäss Sprichwort soll allerdings ein zufriedener Seelenzustand zu besserem Schlaf helfen, denn:

Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen

Der Kleine Klappertopf (Rhinanthus minor). Seinen deutschsprachigen Trivialnamen verdankt der Klappertopf seinen reifen Früchten, in denen die Samen klappern, wenn sie bewegt werden.

Der Kleine Klappertopf ist für seine medizinische Wirksamkeit bekannt, unter anderem kann er zur Linderung der Symptome von Asthma und trockenem Husten eingesetzt werden, ebenso zur Lösung von Katarrh und als Spülung bei verschiedenen Augenbeschwerden.

Die Vogel-Wicke (Vicia cracca) und die bereits vorher hier beschriebene Zaun-Wicke (Vicia sepium) sind beides Wickenarten, die sich in ihrem Aussehen und ihren Standortansprüchen unterscheiden. Die Vogel-Wicke hat meist blaue oder blauviolette, hängende Blüten in langen Trauben und klettert gerne irgendwo hoch. Die Zaun-Wicke hat hingegen meist lila Blüten in kürzeren, kompakteren Trauben und wächst eher in Fettwiesen und Gebüschen.

Hier die Vogelwicke am Aareufer.

Die Vogel-Wicke ist daher mehr eine kletterfreudige Pflanze mit längeren, vielblütigen Trauben, während die Zaun-Wicke eher kompakt wächst und kürzere Blütenstände hat. Beide Arten sind jedoch wertvolle Pflanzen für die heimische Flora und bieten Nahrung und Lebensraum für Insekten.

Die Kornrade (Agrostemma githago) war früher ein gefürchtetes Ackerunkraut. Ihre hochgiftigen Samenkörner sollten beim Dreschen nicht unter das Brotgetreide gelangen.

Die Kornrade war 2003  Blume des Jahres. Als Ackerwildkraut, das einerseits wegen seiner Giftigkeit, andererseits aufgrund der Saatgutreinigung im modernen Ackerbau in Mitteleuropa nur noch selten anzutreffen ist, gehört sie zu den „stark gefährdeten“ Pflanzenarten.

Die Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense) oder Ackerdistel fällt vor allem wegen ihrer bedornten Blätter und ihrer violett gefärbten Blüten auf. Man findet sie an Weg- und Feldrändern, deshalb wird sie auch als „Ackerunkraut“ bezeichnet.

Eine üppige Distelkolonie an der Aare. Hier ist sie den Tagfaltern eine willkommene Nahrungsquelle. Vorbeilaufende Aareschwimmer mit blossen Beinen, mögen sie nicht besonders.

Die Acker-Kratzdistel ist in Mitteleuropa ein sogenannter Apophyt, da die ursprünglich auf trockenen Waldgrenzstandorten heimische Art auf anthropogene Standorte wechselte, als in Mitteleuropa vor etwa 7000 Jahren Wälder durch Menschen gerodet wurden, um Platz für Äcker zu schaffen. Diese Standorte waren offener als die meisten natürlichen und sie wurden regelmäßig gestört und boten damit der Acker-Kratzdistel optimale Lebensbedingungen.

In Getreidefeldern ist sie nicht erwünscht. In meiner Kinderzeit mussten wir die Disteln, wenn sie noch klein waren, von Hand ausstechen. Eine mühsame Arbeit, doch sehr wichtig, denn bei der Getreideernte kam man unweigerlich mit den Stacheln in Berührung, wenn man die Garben binden musste. Für mich eine der schlimmen Erinnerungen an das Bauernleben vor 70 - 80 Jahren.

Diese Pflanze wird in Frankreich als invasiv und schädlich angesehen.
Cette plante est considérée comme invasive et nuisible en France.

Der Portulak (Portulaca) ist eigentlich eine ortsfremde Pflanze, denn anscheinend wurde sie vor Jahrhunderten aus wärmeren Gebieten eingeführt.

In den Gartenwegen und unter den Gemüsepflanzen wächst er ganz flach am Boden und wird immer gleich aus gejätet. Obwohl das, wie ich lese, ein wertvoller Salat sein soll.

Zitat von Erwin am 19. Juli 2025, 8:32 Uhr

Der Portulak (Portulaca)

Obwohl das, wie ich lese, ein wertvoller Salat sein soll.

Obwohl es sich um eine etwas aufdringliche / invasive Pflanze handelt, ist der Portulak (Portulaca oleracea L.) eine ausgezeichnete Salatpflanze. Er ist reich an Omega-3-Fettsäuren und Proteinen.

Bien que ce soit une plante un peu envahissante, le pourpier (Portulaca oleracea L.) constitue une excellente salade. Il est riche en oméga 3 et en protéines.

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