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Kei Ahnig vo'r Botanik

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Der Gewöhnliche Spindelstrauch (Euonymus europaeus), wird auch Europäisches oder Gewöhnliches Pfaffenhütchen oder Spindelbaum genannt.

Das Pfaffenhütchen wurde 2006 zur Giftpflanze des Jahres gewählt. Die Früchte reifen im September bis Oktober und öffnen sich dann mit vier Klappen. Damit ähneln sie dem Birett, einer Kopfbedeckung katholischer Geistlicher.

Im Sommer wird der Strauch gelegentlich von der Pfaffenhütchen-Gespinstmotte (Yponomeuta cagnagella) befallen und ganz eingesponnen. Deren Raupen wiederum dienen den Raupenfliegen als Brutstätte. Alles ganz harmlos.

Die Europäische Stechpalme (Ilex aquifolium), auch Gewöhnliche StechpalmeGemeine Stechpalme, Hülse (englisch: Holly) oder nach dem botanischen Namen Ilex genannt, ist die einzige in Mitteleuropa heimische Pflanzenart der Gattung der Stechpalmen (Ilex) innerhalb der Familie der Stechpalmengewächse (Aquifoliaceae).

Regional existieren viele Trivialnamen für diese Art; in Deutschland sind etwa die Bezeichnungen Hülse bzw. Hölse und Hulstbaum gebräuchlich. Diesen verdanken u.a. die Orte Hülsede, Hülscheid oder der Geburtsort von Annette von Droste-Hülshoff ihren Namen.


Wappen von Wachseldorn

Der Ortsname Wachseldorn bezieht sich wörtlich auf eine altgermanische Bezeichnung für den Holunder. Die Dornen im Wappen der Gemeinde lassen dann aber eher auf den Wacholder schliessen.
So meinen sie es dort zu wissen, aber bei genauer Betrachtung zeigt das Wappen die Blätter der Stechpalme. (In Teilen Altbayerns wird die Pflanze auch als Wàxlàwà bezeichnet (erste Silbe entweder von „Wachs“ oder dem altbairischen Adjektiv wàx für „scharf“, demnach also „Wachs-“ oder „Scharf-Laub“)).

Aus der englischen Bezeichnung holly ist der Name des wohl berühmtesten Stadtteils von Los Angeles, Hollywood, abgeleitet.

Es wird mit der fortgeschrittenen Jahreszeit schwieriger, täglich eine andere Pflanze vorzustellen. Allerdings gibt es noch die Erscheinungsformen von vertrockneten Pflanzen oder reifen Früchten und Samenständen.

Wie beispielsweise hier von Cardy-Zierartischocken. Die wären in jungem Zustand als Gemüse essbar gewesen, aber vermutlich hat man sich mehr an ihren Blüten erfreut. Nun lassen sich die Samen, wie bei allen anderen Disteln auch, vom Wind davon tragen.

Die Sonnenaugen (Heliopsis) blühen noch immer.

Eine andere Distel, die Silberdistel (Carlina acaulis), die im Herbst besonders schön ist, wächst in den Bergen.

Im 15. und 16. Jahrhundert wurde die Silberdistel „Eberwurz“ oder „Englische Distel“ genannt.

Eine Elsässer Handschrift aus dem 1. Viertel des 15. Jahrhunderts beschrieb „Eberwurz“ als Potenzmittel für Männer („bringet frode und machet unkusch“). Schwangeren Frauen schade sie. Knaben in der Pubertät sollten die Wurzel ein Jahr lang essen, so würden sie die Kraft dreier Männer gewinnen und diese Kraft bis zu ihrem 40. Lebensjahr und darüber hinaus behalten. Wenn man die Wurzel den Pferden in den Stall lege, so würden diese davon brünstig. Gegen Herzschmerz sollte die Wurzel gegessen oder in Wein getrunken werden.

Fake-Aussagen gab es schon immer, ob diese angebliche Wunderwirkung der Anlass war, dass man die Silberdistel unter Naturschutz stellen musste?

Der Klebrige Salbei (Salvia glutinosa), wird auch Gelber Salbei genannt.

Im Alpenvorland gefunden. Ein enger Verwandter vom blauen Wiesensalbei, allerdings ohne dessen Heilwirkung.

 

Das Behaarte Knopfkraut oder Behaarte Franzosenkraut (Galinsoga ciliata) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Franzosenkräuter (Galinsoga)Es gilt als häufiges „Unkraut“.

Ursprünglich stammt Galinsoga ciliata aus Mexiko.

Galinsoga ciliata ist fast weltweit ein Neophyt. In Deutschland wurde ihre Schwesterart Kleinblütiges Knopfkraut (Galinsoga parviflora) während der Zeit Napoleons aus Frankreich eingeschleppt, woher der Name Franzosenkraut rührt.

Die Gewöhnliche Berberitze (Berberis vulgaris) wird auch Sauerdorn, Essigbeere oder Echte Berberitze genannt.

Die Früchte sind scharlachrote, bis zu 1 Zentimeter lange, glatte und glänzende, eiförmige bis ellipsoide Beeren mit Narbenresten an der Spitze. Diese sind geniessbar, aber durch den Gehalt an 6 % Äpfelsäure und anderen Fruchtsäuren sehr sauer.

Mit Ausnahme der Beeren ist die ganze Pflanze giftig, besonders die Wurzel; der Alkaloidgehalt von zirka 15 % ist in der Wurzelrinde am größten.

Die Gewöhnliche Berberitze ist der Zwischenwirt des Getreiderostes. Er verursacht im Sommer die rostroten Pusteln auf der Unterseite der Blätter. Der Getreideschwarzrost führte im Laufe der Geschichte immer wieder zu grossen Schäden in Weizen-, Roggen- und Gerstebeständen, da er je nach Sorte zum Ausfall eines Grossteils der Ernte führte.Erst im 18. Jahrhundert erkannte man den Zusammenhang zwischen der Nähe von Berberitzen und Getreidefeldern und dem Auftreten der Krankheit, woraufhin beispielsweise die französischen Getreidebauern die Ausrottung der Berberitze forderten.

 

Gewöhnliche Berberitze (Berberis Vulgaris) in Blüte im April/Mai.
Vorsicht vor den Dornen!
Epine-vinette (Berberis Vulgaris) en fleur en avril / mai.
Attention aux épines !


Die Raue Gänsedistel (Sonchus asper) besiedelt Wegränder, Schuttplätze, Gärten, Äcker und Ufer, bevorzugt an frischen bis feuchten Standorten.

Begleitvegetation, Kulturpflanzenbegleiter, Beikraut, Wildkraut, Unkraut sind abwertende, nichtwissenschaftliche Sammelbezeichnung für Pflanzen der spontanen in Kulturpflanzenbeständen, Grünland oder Gärten, die nicht vom Menschen angebaut wurden.

Aber unnütz sind sie nicht.

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