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Kei Ahnig vo'r Botanik

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Absinth (Artemisia absinthium L.) ist vor allem als Grundzutat eines im 19. Jahrhundert beliebten Getränks bekannt. Rimbaud, Baudelaire und Verlaine waren Absinthtrinker. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts in vielen Ländern verboten, ist er seit einigen Jahren in einigen Ländern wieder zugelassen (seit 2005 in der Schweiz und seit 2011 in Frankreich), sofern sein Thujongehalt begrenzt ist.

L'absinthe (Artemisia absinthium L.), est surtout connue pour avoir été l'ingrédient de base d'une boisson populaire au XIXe siècle. Rimbaud, Baudelaire et Verlaine étaient des buveurs d'absinthe. Interdite dans de nombreux pays depuis le début du XXe siècle, elle est de nouveau autorisée dans certains pays depuis quelques années (2005 en Suisse et 2011 en France), à condition que son taux de thuyone soit limité.

 

 

Die Goldgarbe (Achillea filipendulina), wird auch als Farnblättrige Schafgarbe, Hohe Schafgarbe, Hohe Garbe, Gold-Schafgarbe oder auch Gelbe Schafgarbe bezeichnet.

Eigentlich müsste heute die Kräuterweihe ein Thema sein. Die wird bekanntlich am 15. September, dem Tag Maria Himmelfahrt, begangen. In katholischen Gegenden ist der Tag ein Feiertag und an dem Tag werden in manchen Kirchen Kräuterbüschel geweiht, die dann in den Häusern zu allerlei Schutz-Zwecken verwendet werden.

Einige der Himmelfahrtskräuter sind hier bereits vorgestellt worden. Nach dem Brauch waren dabei Baldrian, Beifuß, Blutweiderich, Dost, Eisenkraut, Frauenmantel, grosser Wiesenknopf, Johanniskraut, Kamille, Kornblume, Königskerze, Labkraut, Leinkraut, Rainfarn, Schafgarbe, Tausendgüldenkraut, Wegwarte und Weidenröschen. Daneben spielten auch einige südeuropäische Pflanzen eine Rolle, die über die Klostergärten in die Bauerngärten gelangt waren: Dill, Eberraute, Liebstöckel, Salbei, Weinraute und Wermut.

In einzelnen katholischen Kirchen hier um Bern pflegt man den Brauch noch immer und sogar in der Heiliggeist-Kirche in Bern wird heute am 15. September ein Kräuterweihe-Ritual für Frauen* zelebriert.

Man kann von den Bräuchen halten, was man will, manchen hilft das wirklich, andere werden darüber nur den Kopf schütteln. Allerdings wird in der Heilkunde eine „Suggestivwirkung“ oder „Placebo“ eingeräumt, was den positiven Effekt jedoch nicht schmälern soll.

Amarant (Amaranthus) wird auch Fuchsschwanz genannt.

Genutzt werden vor allem die feinkörnigen, an Hirse erinnernden Samen des Garten-Fuchsschwanzes (Amaranthus caudatus), der hier im Bild ist. Er ist im Andenraum unter dem Quechua-Wort Kiwicha bekannt.

Die Kiwicha wird seit einigen tausend Jahren in den Anden und Mittelamerika kultiviert. In vorkolonialer Zeit dienten ihre Körner als wichtiger Eiweißlieferant. Daneben wurden sie auch als Opfergabe in religiösen Zeremonien verwendet, weshalb die spanischen Kolonialherren den Anbau unterdrückten. Dennoch hielt sich die Kultur regional bis heute. In den letzten Jahren nimmt der Anbau wieder zu. Die Pflanze hat auch zunehmende Bedeutung im ökologischen Anbau. Als Körnerfrucht wird Amaranthus caudatus in Peru, Bolivien, Nord-Argentinien und im Himalaya von Kaschmir bis Bhutan angebaut.

Das Kanadische Berufkraut (Conyza canadensis), ist eine ein- bis zweijährige krautige Pflanze, die schlank aufrecht eine Wuchshöhe von 30 bis 100 Zentimetern erreicht, an günstigen Standorten auch mehr. Sie wurzelt über 1 Meter tief.

Das Kanadische Berufkraut ist ursprünglich in Nordamerika vom südlichen Kanada bis in die USA verbreitet. Exemplare wurden Mitte des 17. Jahrhunderts nach Europa eingeschleppt und sind verwildert.
Von April bis Juli können die Blätter in Kräutermischungen, Kräuterbutter oder Kräutersalz verwendet werden. Der Geschmack ist würzig, bitter.

Der Virginische Tabak (Nicotiana tabacum) wird auch Echter Tabak genannt.

Die getrockneten, kurierten und gerebelten Tabak-Blätter (Rauchkraut) werden in Tabakspfeifen oder gedreht als Zigaretten, Zigarillos und Zigarren geraucht. Das giftige, suchtauslösende Nikotin wird dabei zu großen Teilen verbrannt; nur ein geringer Anteil verdampft und wird inhaliert. Weniger verbreitet ist der Konsum in Form von Smokeless Tobacco, Snus, Kautabak und Schnupftabak. Bereits der Verzehr geringer Mengen kann wegen des hohen Nikotinanteils zum Tod durch Atemlähmung führen. Der Konsum durch Inhalation, Schnupfen oder Kauen ist ebenfalls mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden, die von Herz-Kreislauf-Problemen über Durchblutungsstörungen und Impotenz bis hin zu verschiedensten Karzinomformen reichen können. Mehrere dieser Risiken sind auch mit dem Passivrauchen und Dritthandrauchen verbunden. Nikotin und Tabakrauch wirken auf das Zentralnervensystem. Negative Auswirkungen sind vielfältig. Millionen von Menschen weltweit, beispielsweise in Nordamerika sind dadurch bleibend geschädigt.

Das Immenblatt (Melittis melissophyllum), auch Bastardmelisse genannt, ist die einzige Art der monotypischen Pflanzengattung Melittis

Ich habe dieses hübsche Pflänzchen am Jurafuss bei St. Blaise gefunden.

 

Die Finger-Zahnwurz (Cardamine pentaphyllos) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Schaumkräuter.

Die Finger-Zahnwurz ist ein westlich-alpines Florenelement. Man findet sie häufig im Alpenvorland und im Jura.

Fenouil / Fenchel (Foeniculum vulgare)

Bei uns (Alpes de Haute Provence), wächst der Fenchelwild überall, ohne invasiv zu sein, ein Stück hier, ein Stück da. 
Die ganzen oder zu Pulver gemahlene Samen werden regelmässig in der Küche oder als Medikament verwendet. 
Und um diecStängel der Pflanze zu verwenden, ist es einfach: Den Boden einer ofenfesten Form mit Fenchelstängel auskleiden, den Fisch darauflegen, nach Belieben würzen und backen.
Chez nous (Alpes de Haute Provence), le fenouil pousse à l’état sauvage un peu partout, sans être envahissant, un pied par ci par là.
Les graines entières ou réduites en poudre sont régulièrement utilisées en cuisine ou comme médicament. 
Et pour utiliser les tiges de la plante, c’est simple : dans un plat allant au four, tapisser le fond du plat de tiges de fenouil, puis placer par dessus le poisson, ensuite assaisonner selon goût, cuire.



Eine Staude vom wilden Fenchel wächst auch in unserem Garten, leider ohne grosse Beachtung. Eigentlich nur als Futter für die Rüebliraupen.

Hain-Sternmiere (Stellaria nemorum) Die Pflanze liebt es eher feucht und ein wenig schattig, deshalb trifft man sie am ehesten an den Gewässerufern an. Ihre Kleinen Blüten leuchten strahlend Weiss, man kann sie von Mai bis September sehen. Die Blätter sind essbar und werden für Salate, Pesto und Smoothie verwendet.

Die Hain-Sternmiere ist Zwischenwirt des Rostpilzes Tannenkrebs (Melampsorella caryophyllacearum (Johnst.) Schroeter), der die Hexenbesen auf der Weisstanne (Abies alba) erzeugt.

"Hexenbesen", buschige Auswüchse an der leider nicht mehr lebenden Dürsrütitanne. Einst die mächtigste Weisstanne der Schweiz nun von Frevlern mutwillig gefällt.

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