Nur ungelesene Themen anzeigen
Kei Ahnig vo'r Botanik
Zitat von Erwin am 6. August 2025, 9:58 UhrWiesen-Wachtelweizen (Melampyrum pratense)
Der Wiesen-Wachtelweizen ist ein einjähriger Halbschmarotzer, der mit knotigen Saugorganen auf den Wurzeln anderer Pflanzen, z. B. auf Fichten schmarotzt. Die Früchte sind fachspaltige, zweifächrige Kapseln mit nur wenigen Samen. Durch zwei abstehende Kelchzähne sind sie Windstreuer und Tierstreuer. Auch eine Ausbreitung durch Ameisen kommt vor; diese werden bis zur Fruchtreife durch extraflorale Nektarien an den Hochblättern angelockt. Die Samen sind Ameisenpuppen täuschend ähnlich und keimen in den „Ameisennestern“. Durch den Gehalt an Aucubin ist der Wiesen-Wachtelweizen in allen Teilen schwach giftig. Besonders giftreich sind die Samen; sie können z. B. für Mäuse tödlich sein.
Wiesen-Wachtelweizen (Melampyrum pratense)

Der Wiesen-Wachtelweizen ist ein einjähriger Halbschmarotzer, der mit knotigen Saugorganen auf den Wurzeln anderer Pflanzen, z. B. auf Fichten schmarotzt. Die Früchte sind fachspaltige, zweifächrige Kapseln mit nur wenigen Samen. Durch zwei abstehende Kelchzähne sind sie Windstreuer und Tierstreuer. Auch eine Ausbreitung durch Ameisen kommt vor; diese werden bis zur Fruchtreife durch extraflorale Nektarien an den Hochblättern angelockt. Die Samen sind Ameisenpuppen täuschend ähnlich und keimen in den „Ameisennestern“. Durch den Gehalt an Aucubin ist der Wiesen-Wachtelweizen in allen Teilen schwach giftig. Besonders giftreich sind die Samen; sie können z. B. für Mäuse tödlich sein.
Zitat von Erwin am 7. August 2025, 8:55 UhrDie Nachtkerze (Oenothera biennis)
Wenn es dunkel wird, öffnet die Nachtkerze ihre Blüten. Das Spektakel dauert nur wenige Stunden und schon am nächsten Morgen ist der Zauber vorbei. Aber nicht nur für die Augen ist die Nachtkerze ein Genuss. Auch für den Gaumen.
Am Tage sind sie unscheinbar, doch am Abend öffnen sich schnell die leuchtend gelben Blüten der Nachtkerzen, die mit ihrem Duft Nachtfalter anlocken. Man kann mit der nötigen Geduld das Öffnen einer Blüte beobachten.
Nachtkerzen gehören zu den zweijährigen Pflanzen
Ihr wissenschaftlicher Name, Oenothera biennis, ist ein wohlklingender Name. Die Griechen fanden, dass die essbare Wurzel der Pflanze nach Wein (Oinos) riecht und jedes wilde Tier (ther) sanftmütig stimmt. Der zweite Name bedeutet zweijährig. Heute heisst das "winterannuell". Die Pflanze bildet im Sommer nach der Blüte unzählige Samen, die noch im gleichen Jahr keimen. Sie bilden bis zum Herbst bodennahe Rosetten, die gut überwintern. Im Frühjahr bis zum Hochsommer wachsen die Pflanzen zu ein bis zwei Meter hohen Blütenständen heran.
Ab Juli blühen die Nachtkerzen, Abendblumen oder Nachtsterne, wie sie auch genannt werden. Linné hat sie in der Blumenuhr auch als letzte der sich öffnenden Blüten aufgenommen. Die Blüten öffnen sich ab 17 Uhr und blühen eine Nacht. Am nächsten Morgen verwelken sie schnell in der wärmenden Morgensonne.
https://youtu.be/KgUjERuMh4I?si=D14R2oQi
Die Nachtkerze (Oenothera biennis)
Wenn es dunkel wird, öffnet die Nachtkerze ihre Blüten. Das Spektakel dauert nur wenige Stunden und schon am nächsten Morgen ist der Zauber vorbei. Aber nicht nur für die Augen ist die Nachtkerze ein Genuss. Auch für den Gaumen.

Am Tage sind sie unscheinbar, doch am Abend öffnen sich schnell die leuchtend gelben Blüten der Nachtkerzen, die mit ihrem Duft Nachtfalter anlocken. Man kann mit der nötigen Geduld das Öffnen einer Blüte beobachten.
Nachtkerzen gehören zu den zweijährigen Pflanzen
Ihr wissenschaftlicher Name, Oenothera biennis, ist ein wohlklingender Name. Die Griechen fanden, dass die essbare Wurzel der Pflanze nach Wein (Oinos) riecht und jedes wilde Tier (ther) sanftmütig stimmt. Der zweite Name bedeutet zweijährig. Heute heisst das "winterannuell". Die Pflanze bildet im Sommer nach der Blüte unzählige Samen, die noch im gleichen Jahr keimen. Sie bilden bis zum Herbst bodennahe Rosetten, die gut überwintern. Im Frühjahr bis zum Hochsommer wachsen die Pflanzen zu ein bis zwei Meter hohen Blütenständen heran.
Ab Juli blühen die Nachtkerzen, Abendblumen oder Nachtsterne, wie sie auch genannt werden. Linné hat sie in der Blumenuhr auch als letzte der sich öffnenden Blüten aufgenommen. Die Blüten öffnen sich ab 17 Uhr und blühen eine Nacht. Am nächsten Morgen verwelken sie schnell in der wärmenden Morgensonne.
Zitat von Erwin am 8. August 2025, 9:10 UhrDas Schmalblättrige Weidenröschen (Epilobium angustifolium) ist vor allem in höheren Lagen in Waldlichtungen oder Kahlschlägen zu finden.
Bei uns am Weier wächst eine andere Art der Gattung mit kleineren Blüten, das Vierkantige Weidenröschen (Epilobium tetragonum). Deren Samenkapseln verhalten sich gleich wie die der grossen Art.
Die Samenkapsel spaltet und öffnet sich, wenn man sie an der Spitze leicht zusammendrückt.
Das Schmalblättrige Weidenröschen (Epilobium angustifolium) ist vor allem in höheren Lagen in Waldlichtungen oder Kahlschlägen zu finden.
Bei uns am Weier wächst eine andere Art der Gattung mit kleineren Blüten, das Vierkantige Weidenröschen (Epilobium tetragonum). Deren Samenkapseln verhalten sich gleich wie die der grossen Art.

Die Samenkapsel spaltet und öffnet sich, wenn man sie an der Spitze leicht zusammendrückt.
Zitat von Erwin am 9. August 2025, 9:15 UhrDer Rainfarn (Tanacetum vulgare) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Wucherblumen (Tanacetum)
Der Name der stark riechenden Pflanze kommt vermutlich von seinem Standort auf den Abgrenzung dienenden Feldrainen.
Der Rainfarn (Tanacetum vulgare) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Wucherblumen (Tanacetum)

Der Name der stark riechenden Pflanze kommt vermutlich von seinem Standort auf den Abgrenzung dienenden Feldrainen.
Zitat von Erwin am 10. August 2025, 12:12 UhrDer Gewöhnliche Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris), auch Rispen-Gilbweiderich und Gewöhnlicher Felberich genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Gilbweiderich (Lysimachia).
In der Volksheilkunde wurde der Gewöhnliche Gilbweiderich früher bei Skorbut, Diarrhoe, Fieber und Geschwüren verabreicht und wegen seiner adstringierenden und schleimlösenden Eigenschaften zur Wundbehandlung und bei Atemwegsbeschwerden verwendet. Der Gewöhnliche Gilbweiderich befindet sich daher häufig in der Nähe früherer mittelalterlicher Bauerngärten, von denen aus er verwilderte.
Mit ihm weitaus verwandt ist in unserem Garten der Schnee-Felberich (Lysimachia clethroides) oder Entenschnabel-Felberich, der ebenfalls eine Pflanzenart aus der Gattung Gilbweiderich ist. Sie stammt aus dem fernöstlichen Raum. In China und Japan wächst die Staude an Wald- und Wegrändern sowie an Bachläufen oder sonnigen Hängen.
Der Gewöhnliche Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris), auch Rispen-Gilbweiderich und Gewöhnlicher Felberich genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Gilbweiderich (Lysimachia).
In der Volksheilkunde wurde der Gewöhnliche Gilbweiderich früher bei Skorbut, Diarrhoe, Fieber und Geschwüren verabreicht und wegen seiner adstringierenden und schleimlösenden Eigenschaften zur Wundbehandlung und bei Atemwegsbeschwerden verwendet. Der Gewöhnliche Gilbweiderich befindet sich daher häufig in der Nähe früherer mittelalterlicher Bauerngärten, von denen aus er verwilderte.

Mit ihm weitaus verwandt ist in unserem Garten der Schnee-Felberich (Lysimachia clethroides) oder Entenschnabel-Felberich, der ebenfalls eine Pflanzenart aus der Gattung Gilbweiderich ist. Sie stammt aus dem fernöstlichen Raum. In China und Japan wächst die Staude an Wald- und Wegrändern sowie an Bachläufen oder sonnigen Hängen.
Zitat von Erwin am 11. August 2025, 10:00 UhrDas Echte Eisenkraut (Verbena officinalis), kurz Eisenkraut oder Verbene (von lateinisch verbena) genannt, ist eine traditionelle Heilpflanze.
Eine medizinische Wirksamkeit wird aber von der Wissenschaft nicht anerkannt, es wurde jedoch seit alters her als kulturelles Symbol gebraucht.
Bereits in indogermanischen Zeremonien wurde das Eisenkraut genutzt, um Opfersteine oder Altartische zu reinigen. Im alten Ägypten wurde die Träne der Isis genannte Pflanze in Zeremonien eingesetzt. Im antiken Griechenland war sie der Göttin der Morgenröte Eos Erigineia zugeordnet und im antiken Rom war sie laut Plinius die berühmteste Pflanze der römischen Flora (Herba sacra), von der stets ein Bündel auf dem Altar des Jupiters lag.
Auch der Name Eisenkraut (mittelhochdeutsch īsenkrūt) selbst lässt sich auf die kultische Verwendung dieser Pflanze zurückführen: Sie sollte das beste Mittel gegen Verwundungen durch Eisenwaffen sein, und sie wurde bei der Eisenverhüttung zugesetzt.
Besonders in Südeuropa war das Eisenkraut im Aberglauben tief verwurzelt. Noch im Mittelalter war das Kraut Bestandteil von Beschwörungszeremonien.
Das Echte Eisenkraut (Verbena officinalis), kurz Eisenkraut oder Verbene (von lateinisch verbena) genannt, ist eine traditionelle Heilpflanze.

Eine medizinische Wirksamkeit wird aber von der Wissenschaft nicht anerkannt, es wurde jedoch seit alters her als kulturelles Symbol gebraucht.
Bereits in indogermanischen Zeremonien wurde das Eisenkraut genutzt, um Opfersteine oder Altartische zu reinigen. Im alten Ägypten wurde die Träne der Isis genannte Pflanze in Zeremonien eingesetzt. Im antiken Griechenland war sie der Göttin der Morgenröte Eos Erigineia zugeordnet und im antiken Rom war sie laut Plinius die berühmteste Pflanze der römischen Flora (Herba sacra), von der stets ein Bündel auf dem Altar des Jupiters lag.
Auch der Name Eisenkraut (mittelhochdeutsch īsenkrūt) selbst lässt sich auf die kultische Verwendung dieser Pflanze zurückführen: Sie sollte das beste Mittel gegen Verwundungen durch Eisenwaffen sein, und sie wurde bei der Eisenverhüttung zugesetzt.
Besonders in Südeuropa war das Eisenkraut im Aberglauben tief verwurzelt. Noch im Mittelalter war das Kraut Bestandteil von Beschwörungszeremonien.
Zitat von Erwin am 12. August 2025, 9:10 UhrMutterkraut (Tanacetum parthenium) oder Falsche Kamille.
Das Mutterkraut ist eine alte Zier- und Heilpflanze, traditionell z. B. in Bauerngärten angepflanzt. Es existiert eine Reihe von Kultursorten, deren Blüten oft gefüllt sind und manchmal nur aus Zungenblüten bestehen. Das Mutterkraut ist häufig aus Gärten verwildert.
Im Mittelalter wurde die lateinisch früher auch Febrifuga genannte Pflanze gegen Fieber und Kopfschmerzen eingesetzt. Der Trivialname Mutterkraut kommt von seiner Verwendung bei Schwangerschaftsbeschwerden – es löst die Menstruation aus und fördert die Ablösung der Plazenta, ist also ein Abortivum.
Mutterkraut (Tanacetum parthenium) oder Falsche Kamille.

Das Mutterkraut ist eine alte Zier- und Heilpflanze, traditionell z. B. in Bauerngärten angepflanzt. Es existiert eine Reihe von Kultursorten, deren Blüten oft gefüllt sind und manchmal nur aus Zungenblüten bestehen. Das Mutterkraut ist häufig aus Gärten verwildert.
Im Mittelalter wurde die lateinisch früher auch Febrifuga genannte Pflanze gegen Fieber und Kopfschmerzen eingesetzt. Der Trivialname Mutterkraut kommt von seiner Verwendung bei Schwangerschaftsbeschwerden – es löst die Menstruation aus und fördert die Ablösung der Plazenta, ist also ein Abortivum.
Zitat von Erwin am 13. August 2025, 8:53 UhrDer Gemeine Beifuss (Artemisia vulgaris), wird auch Gewürzbeifuss oder Gewöhnlicher Beifuss genannt.
Die Blüten unterliegen der Windbestäubung, die Pollenfreisetzung erfolgt morgens zwischen 6 und 11 Uhr; er blüht schon im ersten Lebensjahr. Der blühende Beifuß ist ein bedeutender Auslöser für Heuschnupfen.
Beifuß gehört zu den traditionellen Grutbier-Kräutern und wird als Gewürzpflanze zu fetten, schweren Fleischgerichten benutzt. Die enthaltenen Bitterstoffe regen die Bildung von Magensaft und Gallenflüssigkeit an und unterstützen so die Verdauung.
"Aufgrund ihrer hohen Aufnahme von Zink und Cadmium auf belasteten Standorten wird die Art als Kandidatin für Phytoextraktion diskutiert; dabei ist ein sachgerechter Umgang mit der kontaminierten Biomasse, etwa über kontrollierte energetische Verwertung, zu berücksichtigen."
- Damit ist die natürliche Methode der Reinigung von mit Schadstoffen belasteter Böden durch gezieltem Einsatz von Pflanzen gemeint.Neben der Verwendung als Heil- und Gewürzkraut wurde das Beifuß-Kraut in früheren Zeiten in Mitteleuropa zur Sommer- und Wintersonnenwende (vor allem in den zwölf Rauhnächten) zusammen mit anderen getrocknetenen Kräutern zur Abwehr von bösen Geistern in Häusern und Ställen als Räuchermittel genutzt. Der Ursprung dieses Brauchtums liegt vermutlich in alten kultischen Handlungen der Germanen.
Dazu mehr in den folgenden Beiträgen.
Der Gemeine Beifuss (Artemisia vulgaris), wird auch Gewürzbeifuss oder Gewöhnlicher Beifuss genannt.

Die Blüten unterliegen der Windbestäubung, die Pollenfreisetzung erfolgt morgens zwischen 6 und 11 Uhr; er blüht schon im ersten Lebensjahr. Der blühende Beifuß ist ein bedeutender Auslöser für Heuschnupfen.
Beifuß gehört zu den traditionellen Grutbier-Kräutern und wird als Gewürzpflanze zu fetten, schweren Fleischgerichten benutzt. Die enthaltenen Bitterstoffe regen die Bildung von Magensaft und Gallenflüssigkeit an und unterstützen so die Verdauung.
"Aufgrund ihrer hohen Aufnahme von Zink und Cadmium auf belasteten Standorten wird die Art als Kandidatin für Phytoextraktion diskutiert; dabei ist ein sachgerechter Umgang mit der kontaminierten Biomasse, etwa über kontrollierte energetische Verwertung, zu berücksichtigen."
- Damit ist die natürliche Methode der Reinigung von mit Schadstoffen belasteter Böden durch gezieltem Einsatz von Pflanzen gemeint.
Neben der Verwendung als Heil- und Gewürzkraut wurde das Beifuß-Kraut in früheren Zeiten in Mitteleuropa zur Sommer- und Wintersonnenwende (vor allem in den zwölf Rauhnächten) zusammen mit anderen getrocknetenen Kräutern zur Abwehr von bösen Geistern in Häusern und Ställen als Räuchermittel genutzt. Der Ursprung dieses Brauchtums liegt vermutlich in alten kultischen Handlungen der Germanen.
Dazu mehr in den folgenden Beiträgen.
Zitat von jipe am 14. August 2025, 4:49 UhrEine andere Art von Beifuss (Artemisia argyi) wird in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet, um Akupunkturpunkte zu erwärmen (moxibustion).
Une autre espèce d'armoise (Artemisia argyi) est utilisée en Médecine Traditionnelle Chinoise afin de chauffer les points d’acupuncture (moxibustion).
Eine andere Art von Beifuss (Artemisia argyi) wird in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet, um Akupunkturpunkte zu erwärmen (moxibustion).
Une autre espèce d'armoise (Artemisia argyi) est utilisée en Médecine Traditionnelle Chinoise afin de chauffer les points d’acupuncture (moxibustion).
Zitat von Erwin am 14. August 2025, 8:23 Uhr(Gemeiner) Wermut, Echt-Wermut oder Wermutkraut (Artemisia absinthium L.), auch Bitterer Beifuss.
Ein seit der Antike bekanntes Heilkraut ist der Wermut. Im Wallis und Engadin ist das Wermutkraut bis über 2200 m Höhe häufig anzutreffen.
Heute wird eine Wirksamkeit zur Appetitanregung, bei Beschwerden des Verdauungstraktes, wie Gastritis oder Blähung, zur Anregung der Leberfunktion sowie bei krampfartigen Störungen des Darm- und Gallenwegbereichs vermutet. Die verdauungsfördernde Wirkung wird dabei auf die enthaltenen Bitterstoffe zurückgeführt. Nebenwirkungen können bei starker Überdosierung oder der Verwendung alkoholischer Extrakte auftreten und gehen auf die toxische Wirkung des darin enthaltenen Thujons zurück. Sie können Benommenheit, Erbrechen, Bauchschmerzen und in schweren Fällen Nierenschäden und Störungen des Zentralnervensystems umfassen.
Wermut ist Bestandteil des Absinth, der besonders im 19. Jahrhundert beliebt wurde und aufgrund des Thujongehalts und der vermuteten gesundheitsschädlichen Wirkung zeitweise in verschiedenen europäischen Ländern verboten war.
(Gemeiner) Wermut, Echt-Wermut oder Wermutkraut (Artemisia absinthium L.), auch Bitterer Beifuss.

Ein seit der Antike bekanntes Heilkraut ist der Wermut. Im Wallis und Engadin ist das Wermutkraut bis über 2200 m Höhe häufig anzutreffen.
Heute wird eine Wirksamkeit zur Appetitanregung, bei Beschwerden des Verdauungstraktes, wie Gastritis oder Blähung, zur Anregung der Leberfunktion sowie bei krampfartigen Störungen des Darm- und Gallenwegbereichs vermutet. Die verdauungsfördernde Wirkung wird dabei auf die enthaltenen Bitterstoffe zurückgeführt. Nebenwirkungen können bei starker Überdosierung oder der Verwendung alkoholischer Extrakte auftreten und gehen auf die toxische Wirkung des darin enthaltenen Thujons zurück. Sie können Benommenheit, Erbrechen, Bauchschmerzen und in schweren Fällen Nierenschäden und Störungen des Zentralnervensystems umfassen.
Wermut ist Bestandteil des Absinth, der besonders im 19. Jahrhundert beliebt wurde und aufgrund des Thujongehalts und der vermuteten gesundheitsschädlichen Wirkung zeitweise in verschiedenen europäischen Ländern verboten war.