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Kei Ahnig vo'r Botanik

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Der Vogelknöterich (Polygonum aviculare)

Der Vogelknöterich, früher auch Weggras und Proserpinata genannt, ist eine Pionierpflanze und wächst vor allem auf Wegen, Schutt, Gräben, Kiesplätzen, Trittstellen, Äckern.

Heute wird die Heilpflanze noch gelegentlich als Tee bei Katarrhen der oberen Atemwege wegen ihrer (allerdings nur geringen) Auswurf fördernden Wirkung verwendet und ist in Teemischungen oder als Extrakt in entsprechenden Fertigpräparaten enthalten.

Das Niederliegende Mastkraut (Sagina procumbens), auch Liegender Knebel genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). Die sehr kleine Pflanze ist für Laien eher einem Moos als einer Blütenpflanze ähnlich. Sie bildet rasenartige Polster und ist relativ unempfindlich gegenüber mechanischer Beanspruchung. Sie kann deshalb beispielsweise in Pflasterritzen bis in die Innenstädte vorkommen.

Eine Kolumne im «Bund» über den Weg vom Marzilibad zum Schönausteg widmet dem unscheinbaren Pflänzchen ein Kränzchen:

"Sie können mitbestimmen, welcher Belag Ihren Füssen besser gefällt: Mergel oder Asphalt.» So steht es seit einigen Wochen auf einem Plakat, das die Stadtgrün-Direktion kreiert hat. Noch bis Ende August läuft die Abstimmung.

Es gibt ja durchaus einige Argumente, die für Mergel sprechen. Entsiegelte Flächen sind gut für Tiere und Pflanzen. Heuschrecken, Schnecken, die Kleine Malve, das Niederliegende Mastkraut oder der Gewöhnliche Breitwegerich - für sie alle stellt der Asphalt eine unüberwindbare Barriere dar. Natürlich retten die 350 Meter Mergel nicht die gesamte Flora und Fauna. Aber irgendwo muss man ja anfangen.

Regina Schneeberger"

Ebenfalls nur niedrig wächst der Horn-Sauerklee (Oxalis corniculata) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Sauerklee (Oxalis)

Der Horn-Sauerklee ist eine einjährige bis mehrjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von selten über 20 Zentimetern erreicht. Sie wird zur Ausschmückung dürrer Bodenflächen, Steingruppen, Grotten, Ruinen, alten Gemäuers benutzt, aber sie siedelt sich selbst in den Bodenfugen gepflasterter Wege, auf Kieswegen an und kann im Garten zum lästigen Unkraut werden.

Der Aufrechte Sauerklee (Oxalis Stricta) ist eine andere Varietät vom Sauerklee, ebenso wie der Hasenklee oder Waldsauerklee (Oxalis acetosella) den Andreas im Beitrag #40 vorgestellt hat.

Der Zurückgebogene Amarant (Amaranthus retroflexus), auch Zurückgekrümmter Fuchsschwanz oder Rauhaariger Amarant genannt, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae). Er ist in Mitteleuropa ein häufiges, wärmeliebendes und essbares „Unkraut“ in Mais- und Zuckerrübenfeldern, in Haus- und Gemüsegärten sowie in Weinbergen.

Der Name der Art – Zurückgebogener Amarant – ist wenig zutreffend. Carl von Linné, dem Erstbeschreiber, lag nur ein in einem Topf gezogenes, deformiertes Exemplar mit zurückgebogenen Ästen vor. Er ist eng verwandt mit dem bereits vorher gezeigten purpurroten  Garten-Fuchsschwanz.

Die hier gezeigten Exemplare wachsen beim neu entstehenden Riederemoos als Erbe von den vorherigen Maisfeldern. Das über die Wintermonate überschwemmte Landstück ist diesen Sommer fast ganz ausgetrocknet.

Eine andere Art von Amarant: Garten-Fuchsschwanz (Amaranthus caudatus)
Une autre sorte d’amarante : amarante queue de renard (Amaranthus caudatus)

Die Lobelien (Lobelia) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae). Diese sah ich das erste Mal im Wald, sie fällt neben den häufigen Glockenblumen nicht auf.

Hier die Blaue Kardinals-Lobelie (Lobelia siphilitica), sie wurde früher bei der Heilung von Syphilis eingesetzt.

Der Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus), auch Gemeiner Wolfstrapp genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Der Ufer-Wolfstrapp kommt in ganz Europa bis nach China vor. Er wächst im Röhricht oder in Seggen-Beständen, an Ufern und Gräben, auch im Erlenbruch. Er kommt auf unterschiedlichen, aber meist zeitweise überschwemmten, nährstoff- und basenreichen, neutral-milden, modrig-humosen, sandigen oder reinen Ton- oder Torfböden vor.

Als Arzneipflanze dienen die kurz vor der Blüte geernteten oberirdischen Pflanzenteile. Die daraus hergestellten Fertigpräparate werden bei leichter Schilddrüsenüberfunktion und deren Begleiterscheinungen wie Nervosität und Herzrasen eingesetzt.

Die Haarästige Rispenhirse (Panicum capillare)

In Europa wächst der Haarästige Rispenhirse vor allem auf Ruderalflächen oder an Ackerrändern. Ihre Heimat ist Nordamerika. Dort ist die Art ein typisches Präriegras. In der Sprache der Lakota wird dier Haarästige Rispenhirse „pejí wakán“ genannt. Übersetzt bedeutet das „kraftvolles Kraut“ – eine passende Bezeichnung für das anspruchslose Gras, das als äusserst trockenresistent gilt. Nach Europa gelangte die Pflanze über Getreide, Wolle und Kleesaaten. Der Haarästige Rispenhirse wurde nicht nur mit Saatgut und Blumenerde verschleppt, sondern auch häufig aufgrund der attraktiven Blütenstände als Ziergras gepflanzt.

Warum "Hirse"?

Hier am "Weltacker" wächst Mittelhirse, der als weltweit genutztes Getreide angebaut wird. Das Rispengras oben scheint eine der 600 Arten zu sein.

Die Grüne Borstenhirse (Setaria viridis) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Borstenhirsen (Setaria) innerhalb der Familie Süssgräser (Poaceae).

Pflanze erscheint im Jugendstadium kräftig grün, im Erwachsenenstadium mehr rötlich überlaufen. Ohne Blatthäutchen, dafür mit einem Kranz feiner, langer Wimpernhaare. Er wächst gerne am Rand von Maisfeldern und seine Samen verfangen sich im Pelz unserer Katzen, sie sind nur schwer auszukämmen.

Das Gänsefingerkraut (Argentina anserina (L.) Rydb.; Synonym: Potentilla anserina L.) ist eine kriechende, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von nur 10 bis 20 Zentimetern erreicht. Weitere Trivialnamen sind Gänserich, Silberblatt, Säukraut oder Krampfkraut.

Die einzeln an langen Stielen stehenden Blüten mit leuchtend gelben Kronblättern weisen einen Durchmesser von 1,5 bis 2 Zentimeter auf.

Es ist hilfreich bei Durchfall, Blutungen und Entzündungen der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches. Die Volksmedizin setzt das Krampfkraut generell bei krampfartigen Beschwerden, auch der quergestreiften Muskulatur (z. B. Wadenkrämpfe), ein.

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