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Kei Ahnig vo'r Botanik
Zitat von Erwin am 2. Juli 2025, 10:29 UhrDer Braunstielige Streifenfarn (Asplenium trichomanes) gedeiht an Felsen und Mauern auf kalkreichen und kalkarmen Gesteinen vor allem in frischer, etwas beschatteter Standortslage.
Ebenso der Hirschzungenfarn (Asplenium scolopendrium),
Gefunden im voralpinen Gelände.
In den Hildegard von Bingen zugeschriebenen Physica-Manuskripten des 14. bis 15. Jahrhunderts wird die Anwendung der „Hirtzunge“ ausführlich beschrieben:
„Die Hirtzunge ist warm und tut Leber, Lunge und schmerzenden Eingeweiden wohl. Koche sie stark in Wein, füge reines Mehl hinzu, lasse es dann noch einmal aufsieden, pulverisiere dann langen Pfeffer und zweimal so viel Cynamomum und lasse die Milch mit dem Wein noch einmal aufsieden, drücke sie durch ein Tuch und mache so einen luterdranck und trinke ihn oft nüchtern wie nach dem Frühstück. Er nutzt der Leber, reinigt die Lunge, heilt schmerzende Därme und entfernt innere Fäulnis und slim. Und wiederum mache die Hirtzunge in heißer Sonne oder auf warmen Ziegeln gut trocken, pulverisiere sie und lecke das nach dem Frühstück und nüchtern oft aus deiner Hand. Das wird den Kopf und Brustschmerz besänftigen und andere Schmerzen in deinem Körper löschen. Wird ein Mensch durch einen starken und plötzlichen Schmerz unmechtig, trinke er schnell von demselben Pulver in warmem Wein und wird es besser haben.“
Allerlei Kräutlein wachsen in der Natur, wer sie zu nutzen weiss, könnte wohl damit leben.
Der Braunstielige Streifenfarn (Asplenium trichomanes) gedeiht an Felsen und Mauern auf kalkreichen und kalkarmen Gesteinen vor allem in frischer, etwas beschatteter Standortslage.

Ebenso der Hirschzungenfarn (Asplenium scolopendrium),

Gefunden im voralpinen Gelände.
In den Hildegard von Bingen zugeschriebenen Physica-Manuskripten des 14. bis 15. Jahrhunderts wird die Anwendung der „Hirtzunge“ ausführlich beschrieben:
„Die Hirtzunge ist warm und tut Leber, Lunge und schmerzenden Eingeweiden wohl. Koche sie stark in Wein, füge reines Mehl hinzu, lasse es dann noch einmal aufsieden, pulverisiere dann langen Pfeffer und zweimal so viel Cynamomum und lasse die Milch mit dem Wein noch einmal aufsieden, drücke sie durch ein Tuch und mache so einen luterdranck und trinke ihn oft nüchtern wie nach dem Frühstück. Er nutzt der Leber, reinigt die Lunge, heilt schmerzende Därme und entfernt innere Fäulnis und slim. Und wiederum mache die Hirtzunge in heißer Sonne oder auf warmen Ziegeln gut trocken, pulverisiere sie und lecke das nach dem Frühstück und nüchtern oft aus deiner Hand. Das wird den Kopf und Brustschmerz besänftigen und andere Schmerzen in deinem Körper löschen. Wird ein Mensch durch einen starken und plötzlichen Schmerz unmechtig, trinke er schnell von demselben Pulver in warmem Wein und wird es besser haben.“
Allerlei Kräutlein wachsen in der Natur, wer sie zu nutzen weiss, könnte wohl damit leben.
Zitat von Erwin am 3. Juli 2025, 8:57 UhrDie Rispige Graslilie (Anthericum ramosum) wird auch als Rispen-Graslilie, Kleine Graslilie oder Ästige Graslilie bezeichnet.
Die Rispige Graslilie ist eine ausdauernde, sommergrüne, krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe zwischen 30 und 70 Zentimetern erreicht. Ich finde in der Literatur keine besonderen Eigenschaften, die zu erwähnen wären. Ausser, dass sich von ihren Früchten die Raupe des Eulenfalters ernährt.
Die Rispige Graslilie (Anthericum ramosum) wird auch als Rispen-Graslilie, Kleine Graslilie oder Ästige Graslilie bezeichnet.

Die Rispige Graslilie ist eine ausdauernde, sommergrüne, krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe zwischen 30 und 70 Zentimetern erreicht. Ich finde in der Literatur keine besonderen Eigenschaften, die zu erwähnen wären. Ausser, dass sich von ihren Früchten die Raupe des Eulenfalters ernährt.
Zitat von jipe am 4. Juli 2025, 5:41 UhrDie Wunderblumen alias Mirabilis jalapa öffnen sich am späten Nachmittag oder Abend, oder wenn der Himmel bedeckt ist. Sie schliessen sich am Morgen, sobald die Sonne auf die Pflanze scheint. Trotz ihres Namens, können sie auch einen Teil des Tages bewundert werden.
Les Belles de nuit alias Mirabilis jalapa s’ouvrent en fin d’après-midi ou en soirée, ou quand le ciel est couvert. Elles se referment le matin dès que le soleil tape sur la plante. Malgré leur nom, elles peuvent être admirées une partie du jour.
Klicken auf diesen Link : https://de.wikipedia.org/wiki/Wunderblumen
Cliquer sur ce lien : https://fr.wikipedia.org/wiki/Mirabilis_jalapa
Die Wunderblumen alias Mirabilis jalapa öffnen sich am späten Nachmittag oder Abend, oder wenn der Himmel bedeckt ist. Sie schliessen sich am Morgen, sobald die Sonne auf die Pflanze scheint. Trotz ihres Namens, können sie auch einen Teil des Tages bewundert werden.
Les Belles de nuit alias Mirabilis jalapa s’ouvrent en fin d’après-midi ou en soirée, ou quand le ciel est couvert. Elles se referment le matin dès que le soleil tape sur la plante. Malgré leur nom, elles peuvent être admirées une partie du jour.

Klicken auf diesen Link : https://de.wikipedia.org/wiki/Wunderblumen
Cliquer sur ce lien : https://fr.wikipedia.org/wiki/Mirabilis_jalapa
Zitat von Erwin am 5. Juli 2025, 8:31 UhrDie Wilde Möhre (Daucus carota subsp. carota) ist vermutlich ein Teil des Kreuzungsprodukts der Gemüse-Möhre, unserem Rüebli.
Im Gegensatz zum Rüebli hat sie eine weisse Wurzel und ist auch nur dünn, dafür um einiges tiefer im Boden.
Ihre Blüten stehen in einer zusammengesetzten Dolde. Die Doldenstiele krümmen sich nachts einwärts und bilden eine vogelnestartige bis fast kugelförmige Struktur. Die meist in der Doldenmitte auftretende, schwarzrot gefärbte weibliche Mohrenblüte bildet eine Kontrastfärbung zu den weissen zwittrigen Blüten, was auf potenzielle Bestäuber eine Signalwirkung ausübt. Bestäuber sind Insekten aller Art, besonders Käfer und Fliegen. Die Blüten sind eine Hauptpollenquelle für die Sandbienen Andrena pallitaris und Andrena nitidiuscula. Die Blütezeit reicht von Mai bis September.
So ist es bei Wikipedia zu lesen. Diese besonderen Blüteneigenschaften haben mich schon immer erstaunt. Das schwarze Pünktchen in der Mitte, das einem Insekt ähnelt und das "Vogelnestchen" in dem sich Käfer über Nacht verstecken, schon speziell die Urahne vom Rüebli.
Die Wilde Möhre (Daucus carota subsp. carota) ist vermutlich ein Teil des Kreuzungsprodukts der Gemüse-Möhre, unserem Rüebli.

Im Gegensatz zum Rüebli hat sie eine weisse Wurzel und ist auch nur dünn, dafür um einiges tiefer im Boden.
Ihre Blüten stehen in einer zusammengesetzten Dolde. Die Doldenstiele krümmen sich nachts einwärts und bilden eine vogelnestartige bis fast kugelförmige Struktur. Die meist in der Doldenmitte auftretende, schwarzrot gefärbte weibliche Mohrenblüte bildet eine Kontrastfärbung zu den weissen zwittrigen Blüten, was auf potenzielle Bestäuber eine Signalwirkung ausübt. Bestäuber sind Insekten aller Art, besonders Käfer und Fliegen. Die Blüten sind eine Hauptpollenquelle für die Sandbienen Andrena pallitaris und Andrena nitidiuscula. Die Blütezeit reicht von Mai bis September.
So ist es bei Wikipedia zu lesen. Diese besonderen Blüteneigenschaften haben mich schon immer erstaunt. Das schwarze Pünktchen in der Mitte, das einem Insekt ähnelt und das "Vogelnestchen" in dem sich Käfer über Nacht verstecken, schon speziell die Urahne vom Rüebli.
Zitat von Erwin am 6. Juli 2025, 8:37 UhrDie Mariendistel (Silybum marianum) wächst auf trockenen Halden und Wegrändern.
Seit dem Altertum als Heilpflanze bekannt, wird sie bis heute besonders in der Alternativmedizin angewandt. Ihre Wirkstoffe sollen gegen Leberleiden wirksam sein. Man sagte sie sei gegen Schlangengift und sogar gegen Vergiftung mit dem Knollenblätterpilz wirksam, wers glaubt...
Die Mariendistel (Silybum marianum) wächst auf trockenen Halden und Wegrändern.

Seit dem Altertum als Heilpflanze bekannt, wird sie bis heute besonders in der Alternativmedizin angewandt. Ihre Wirkstoffe sollen gegen Leberleiden wirksam sein. Man sagte sie sei gegen Schlangengift und sogar gegen Vergiftung mit dem Knollenblätterpilz wirksam, wers glaubt...
Zitat von Erwin am 7. Juli 2025, 10:01 UhrDie Kohldistel (Cirsium oleraceum) ist als eine Distelart nicht besonders stachelig. Sie wird als Futterpflanze nicht geachtet, aber sie wäre eigentlich als ein feines Gemüse zu gebrauchen.
Auch im Spätsommer gibt es Wildpflanzen, die sich als Gemüse anbieten. Eine davon ist die Kohl-Kratzdistel (Cirsium oleracium), oft auch unter dem Namen „Kohldistel“ bekannt, die wir aufgrund ihrer vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten besonders gerne verarbeiten. Ende August und den ganzen September ist sie das grünste Wildgemüse, dass wir finden können. Schon ihr Name „oleraceum“ (= „kohlartig“) deutet auf die kulinarische Verwendung der Pflanze hin. Besonders interessant sind auch die noch geschlossenen Blütenknospen, die süß-sauer eingelegt, ähnlich wie Artischocken schmecken. Die kleinen Blütenböden gelten als besondere Delikatesse – es ist allerdings schwierig, davon eine ausreichende Menge zu erhalten.
So wird es beschrieben.
Die Kohldistel (Cirsium oleraceum) ist als eine Distelart nicht besonders stachelig. Sie wird als Futterpflanze nicht geachtet, aber sie wäre eigentlich als ein feines Gemüse zu gebrauchen.

Auch im Spätsommer gibt es Wildpflanzen, die sich als Gemüse anbieten. Eine davon ist die Kohl-Kratzdistel (Cirsium oleracium), oft auch unter dem Namen „Kohldistel“ bekannt, die wir aufgrund ihrer vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten besonders gerne verarbeiten. Ende August und den ganzen September ist sie das grünste Wildgemüse, dass wir finden können. Schon ihr Name „oleraceum“ (= „kohlartig“) deutet auf die kulinarische Verwendung der Pflanze hin. Besonders interessant sind auch die noch geschlossenen Blütenknospen, die süß-sauer eingelegt, ähnlich wie Artischocken schmecken. Die kleinen Blütenböden gelten als besondere Delikatesse – es ist allerdings schwierig, davon eine ausreichende Menge zu erhalten.
So wird es beschrieben.
Zitat von Andreas am 7. Juli 2025, 14:56 Uhr
Am Wegrand ein Gewirr von Stengel, ca. 120 cm hoch, durchsetzt von kleinen gelben hübschen Blümchen:
Der Rainkohl (Lapsana communis), auch als Gewöhnlicher Rainkohl bezeichnet, ist eine uralte Wild- und Heilpflanze. Sie ist die einzige Art in der gleichnamigen Pflanzengattung Rainkohl (Lapsana), die zur großen Familie der Korbblütler(Asteraceae) gehört. Es gibt je nach geographischem Vorkommen etwa acht Unterarten vom Rainkohl. Das bei uns häufig anzutreffende Wildkraut findet man auf Ödland, in Gärten und auf Äckern, an Zäunen, in Gebüschen und an Waldrändern. Sein Wachstum zeigt nach Ellenberg stickstoffreiche Böden an. Außerdem wird der Rainkohl als Halbschattenpflanze ausgewiesen und wächst vornehmlich auf frischen, also leicht feuchten Böden. Die Pflanze wird von den Botanikern in die Pflanzengesellschaft der Hackfrucht-Unkrautgesellschaften (Polygono-Chenopodietalia) eingeordnet. Die Pflanze ist aufgrund ihrer Häufigkeit in ihrem Bestand bei uns nicht gefährdet.
Auch als Heilpflanze wird Lapsana communis seit Alters her genutzt. Ihre Inhaltstoffe – vor allem Bitter- und Schleimstoffe – wirken positiv bei Verdauungsproblemen wie Verstopfung, bei Entzündungen, geschwollenen Lymphknoten und Wundinfektionen. Bei Letzteren hilft ein Umschlag mit zerquetschten Blättern, die man auf die Wunde legt. Ansonsten wird das Kraut innerlich als Tee angewendet
Vom Rainkohl gibt es archäologische Funde, die bestätigen, dass die Pflanze schon in der früheren Steinzeit von Urzeitmenschen als Nahrung genutzt wurde. Das frisch ausgetriebene Laub im Frühjahr ist leicht bitter und ist lecker als Zutat für Wildkräutersalate oder in Wildkräutersuppen. Sie können auch ein paar Blätter in ihren grünen Smoothie geben.

Am Wegrand ein Gewirr von Stengel, ca. 120 cm hoch, durchsetzt von kleinen gelben hübschen Blümchen:
Der Rainkohl (Lapsana communis), auch als Gewöhnlicher Rainkohl bezeichnet, ist eine uralte Wild- und Heilpflanze. Sie ist die einzige Art in der gleichnamigen Pflanzengattung Rainkohl (Lapsana), die zur großen Familie der Korbblütler(Asteraceae) gehört. Es gibt je nach geographischem Vorkommen etwa acht Unterarten vom Rainkohl. Das bei uns häufig anzutreffende Wildkraut findet man auf Ödland, in Gärten und auf Äckern, an Zäunen, in Gebüschen und an Waldrändern. Sein Wachstum zeigt nach Ellenberg stickstoffreiche Böden an. Außerdem wird der Rainkohl als Halbschattenpflanze ausgewiesen und wächst vornehmlich auf frischen, also leicht feuchten Böden. Die Pflanze wird von den Botanikern in die Pflanzengesellschaft der Hackfrucht-Unkrautgesellschaften (Polygono-Chenopodietalia) eingeordnet. Die Pflanze ist aufgrund ihrer Häufigkeit in ihrem Bestand bei uns nicht gefährdet.
Auch als Heilpflanze wird Lapsana communis seit Alters her genutzt. Ihre Inhaltstoffe – vor allem Bitter- und Schleimstoffe – wirken positiv bei Verdauungsproblemen wie Verstopfung, bei Entzündungen, geschwollenen Lymphknoten und Wundinfektionen. Bei Letzteren hilft ein Umschlag mit zerquetschten Blättern, die man auf die Wunde legt. Ansonsten wird das Kraut innerlich als Tee angewendet
Vom Rainkohl gibt es archäologische Funde, die bestätigen, dass die Pflanze schon in der früheren Steinzeit von Urzeitmenschen als Nahrung genutzt wurde. Das frisch ausgetriebene Laub im Frühjahr ist leicht bitter und ist lecker als Zutat für Wildkräutersalate oder in Wildkräutersuppen. Sie können auch ein paar Blätter in ihren grünen Smoothie geben.
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Zitat von Erwin am 8. Juli 2025, 10:08 UhrSie sind sich alle so ähnlich, Habichtkraut, Pippau und eben Rainkohl. Ich vermute, dass es sich hier um das Gewöhnliche Bitterkraut (Picris hieracoides) oder Habichtskraut handelt.
Unkraut, so nennen es die Gärtner.
Sie sind sich alle so ähnlich, Habichtkraut, Pippau und eben Rainkohl. Ich vermute, dass es sich hier um das Gewöhnliche Bitterkraut (Picris hieracoides) oder Habichtskraut handelt.

Unkraut, so nennen es die Gärtner.
Zitat von Erwin am 9. Juli 2025, 9:27 UhrDas Einjährige Berufkraut (Erigeron annuus), auch Weißes Berufkraut, Feinstrahl oder Feinstrahl-Berufkraut genannt, zählt in Mitteleuropa zu den wichtigsten invasiven Neophyten.
Mit seiner bis zu 1 Meter tief in den Boden eindringenden Wurzel gilt das Einjährige Berufkraut als Pionierpflanze. Es vermehrt sich weitgehend ungeschlechtlich, d. h. Samen werden auch ohne Befruchtung gebildet.
Ob die Bekämpfungs-Massnahmen noch ausreichen? Man soll die Pflanze samt Wurzel ausreissen und in speziellen Plastiksäcken der Abfuhr mitgeben. Eine Sisyphusarbeit!
Das Einjährige Berufkraut (Erigeron annuus), auch Weißes Berufkraut, Feinstrahl oder Feinstrahl-Berufkraut genannt, zählt in Mitteleuropa zu den wichtigsten invasiven Neophyten.

Mit seiner bis zu 1 Meter tief in den Boden eindringenden Wurzel gilt das Einjährige Berufkraut als Pionierpflanze. Es vermehrt sich weitgehend ungeschlechtlich, d. h. Samen werden auch ohne Befruchtung gebildet.
Ob die Bekämpfungs-Massnahmen noch ausreichen? Man soll die Pflanze samt Wurzel ausreissen und in speziellen Plastiksäcken der Abfuhr mitgeben. Eine Sisyphusarbeit!
Zitat von Erwin am 10. Juli 2025, 9:18 UhrDer Gewöhnliche Blutweiderich (Lythrum salicaria) wächst zwischen Röhricht und Schilf an Bach- und Seerändern, aber auch im Garten:
In Notzeiten ass man die jungen Sprossen, Laubblätter und die innen weisse Stängel als Gemüse. Aufgrund seines hohen Gerbstoffgehalts zwischen 9 % (Wurzel) und 14 % (Blüten) gerbte man schon im 16. Jahrhundert auch Leder mit Blutweiderichsaft. Ausserdem wurden damit Holz und Seile imprägniert, um schnelle Fäulnis im Wasser zu verhindern.
Der Blutweiderich wurde bereits im Altertum als Heilpflanze benutzt. Nach Plinius wurde der Blutweiderich gegen Ekzeme eingesetzt. Dioskurides empfahl sie gegen Blutspeien und Ruhr. Als Heilmittel werden Blüten und der Wurzelstock des Blutweiderichs genutzt. Die Volksmedizin setzt ihn bei Durchfällen, Blutfluss und Ruhr ein. Dazu werden 1 bis 3 Gramm Wurzel mit zwei Litern Wasser abgekocht.
Verwendet wurde Gewöhnlicher Blutweiderich, beispielsweise während der Choleraepidemie im 19. Jahrhundert. Die Pflanzenteile besitzen aufgrund der Gerbstoffe stark adstringierende, bakterizide, blutstillende und harntreibende Eigenschaften. Dass der Gewöhnliche Blutweiderich als blutstillendes Mittel genutzt wurde, gab ihm wohl seinen Namen (oder die Farbe seiner Blüten). Mit dem roten Farbstoff färbte man früher Zucker.
In einer Untersuchung zur Ernährung der mediterranen Landbevölkerung wurde festgestellt, dass die Pflanze eine gegen Diabetes (Typ 2) schützende Wirkung besitzt
Der Gewöhnliche Blutweiderich (Lythrum salicaria) wächst zwischen Röhricht und Schilf an Bach- und Seerändern, aber auch im Garten:

In Notzeiten ass man die jungen Sprossen, Laubblätter und die innen weisse Stängel als Gemüse. Aufgrund seines hohen Gerbstoffgehalts zwischen 9 % (Wurzel) und 14 % (Blüten) gerbte man schon im 16. Jahrhundert auch Leder mit Blutweiderichsaft. Ausserdem wurden damit Holz und Seile imprägniert, um schnelle Fäulnis im Wasser zu verhindern.
Der Blutweiderich wurde bereits im Altertum als Heilpflanze benutzt. Nach Plinius wurde der Blutweiderich gegen Ekzeme eingesetzt. Dioskurides empfahl sie gegen Blutspeien und Ruhr. Als Heilmittel werden Blüten und der Wurzelstock des Blutweiderichs genutzt. Die Volksmedizin setzt ihn bei Durchfällen, Blutfluss und Ruhr ein. Dazu werden 1 bis 3 Gramm Wurzel mit zwei Litern Wasser abgekocht.
Verwendet wurde Gewöhnlicher Blutweiderich, beispielsweise während der Choleraepidemie im 19. Jahrhundert. Die Pflanzenteile besitzen aufgrund der Gerbstoffe stark adstringierende, bakterizide, blutstillende und harntreibende Eigenschaften. Dass der Gewöhnliche Blutweiderich als blutstillendes Mittel genutzt wurde, gab ihm wohl seinen Namen (oder die Farbe seiner Blüten). Mit dem roten Farbstoff färbte man früher Zucker.
In einer Untersuchung zur Ernährung der mediterranen Landbevölkerung wurde festgestellt, dass die Pflanze eine gegen Diabetes (Typ 2) schützende Wirkung besitzt