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Kei Ahnig vo'r Botanik

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Im Gartenteich wuchern Schilfarten, z.B. der Igelkolben.

Hier der Ästige Igelkolben (Sparganium erectum), einmal gepflanzt breitet er sich mit den anderen Wasserpflanzen unaufhaltsam aus.

Die Prachtspieren (Astilbe), auch nur Astilben genannt, blühen zurzeit an Wald- und Bachrändern. Anscheinend sind das keine einheimischen Pflanzen, denn in den Beschreibungen werden sie in fernöstlichen Gebieten heimisch bezeichnet.

Im Garten haben wir eine rötliche Variante:

Egal ob fremd oder heimisch, mir gefallen sie.

 

Saponaire / Seifenkräuter / Saponaria

Als ich ein Kind war, war es für uns ein Wunder, dass wir diese Pflanze mit Wasser einrieben und sie schäumte, als wäre es Seife.
Quand j’étais gosse, cela nous émerveillait de voir qu’en frottant cette plante avec de l’eau, nous la faisions mousser comme si c’était du savon.

Cliquer sur ce lien : Saponaire.
Klicken auf diesen Link : Seifenkräuter.

Zitat von jipe am 24. Juni 2025, 5:09 Uhr

Saponaire / Seifenkräuter / Saponaria

Als ich ein Kind war, war es für uns ein Wunder, dass wir diese Pflanze mit Wasser einrieben und sie schäumte, als wäre es Seife.

Zum Glück gibt es heute wirksamere Mittel zum Waschen. 😛

Heute, zum Johannistag, darf das Johanniskraut nicht fehlen.

Das Echte Johanniskraut (Hypericum perforatum), auch Echt-Johanniskraut, Gewöhnliches Johanniskraut, Durchlöchertes Johanniskraut, Tüpfel-Johanniskraut oder Tüpfel-Hartheu, meist kurz Johanniskraut oder Johanneskraut.

Volkstümlich wird das Echte Johanniskraut auch als Herrgottsblut bezeichnet.  Beim Einlegen in Öl entsteht die rote Farbe. Die Extrakte werden medizinisch zur Behandlung von leichten bis mittelschweren Depressionen angewendet.

 

Die Rohrkolben (Typha) sind Wasser- und Sumpfpflanzen, welche in Feuchtgebieten dichte Bestände entwickeln können. Besonderes Kennzeichen der Rohrkolben ist der auffallend zweiteilige Blütenstand aus einem rein weiblichblütigen und darüber befindlichem rein männlichblütigen Kolben.

Erste Entwicklungsstufe der Blüte

Zweite Stufe, wenn die oberen männlichen Blütenteile abgefallen sind, bildet sich der untere Teil  in einem braunen Kolben zu Samenständen aus. Sein volkstümlicher Name Kanonenputzer rührt daher.

Dritte Phase, die reifen Samenbilden Wollfäden. Diese Wolle wurde in alten Zeiten als Zunder zum Feuermachen gebraucht.

Die Wurzel- Rhizome sind wie alle Pflanzenteile essbar, man hat sie schon in Urzeiten zu Mehl verarbeitet. Aus den Blättern wird bis heute Fasermaterial gewonnen und auch zur Wärmedämmung verwendet.

Eine aussergewöhnliche Pflanze ist hier die Akanthusdistel  (Acanthus). Die Akanthuspflanze, auch Bärenklau genannt (nicht zu verwechseln mit dem giftigen Riesen-Bärenklau), ist eine mehrjährige Pflanze mit dicken, gezähnten Blättern. Sie ist im Mittelmeerraum und Teilen Asiens heimisch und gedeiht in den unterschiedlichsten Umgebungen, von Berggipfeln bis hin zu Strandinseln.

Hier der Wahre Bärenklau (Acanthus mollis), auch Weicher Akanthus genannt, eine von über zwanzig Arten

Darstellungen von Akanthus-Blättern tauchten erstmals um 450 v. Chr. in der Architektur auf. Die älteste bekannte Verwendung von Akanthus in der Architektur findet sich an den Kapitellen der korinthischen Säulen des Tempels des Apollon Epikur in Bassae in Arkadien.

Obwohl Akanthusblätter erstmals in der griechischen Architektur auftauchten, wurden sie erst in der Römerzeit zu einem markanten Symbol in Kapitellen, Zahnschnitten, Friesen und anderen verzierten Teilen korinthischer und zusammengesetzter Säulen sowie anderer architektonischer Strukturen. In diesen Strukturen waren die Blätter normalerweise an den Enden eingerollt und übermalt.

Hier als Beispiel das Säulenkapitell und die Kanzel der Hl. Geist-Kirche Bern

Akanthus-Ornamente wurden während der Renaissance neu entdeckt. Noch heute findet man Akanthus-Ornamente an Säulen, Pfosten, Zierleisten, Holzpaneelen und sogar auf Möbeln, Dekorationen und Tapeten. 

Die Gemeine Wegwarte oder Gewöhnliche Wegwarte (Cichorium intybus), auch Zichorie (von lateinisch cichorea), kurz auch Wegwarte (seltener Wegwart) genannt, wächst in Mitteleuropa häufig an Wegrändern. Kulturformen sind Chicorée, Zuckerhut (Fleischkraut), Radicchio, Schnittzichorie und die Wurzelzichorie.  So steht es geschrieben bei Wiki.

Jahrzehnte lang hatte ich die Pflanze vermisst, dann tauchte sie wieder überall auf. Jetzt fast zu üppig. Vermutlich durch die Förderung der Naturwiesen. Wer sie so schön blühen sehen will, muss früh unterwegs sein, denn um die Mittagszeit ist sie bereits verblüht.

Es ist eine schon lange bekannte Heilpflanze und auch als wertvolles Gemüse in ihrer Kulturform als Chicorée etc. beliebt. Aus den getrockneten und gemahlenen Wurzeln wurde als Kaffeeersatz der berüchtigte "Muckefuck" hergestellt.

Mythen und Sagen ranken sich um die Pflanze. Sie müsse mit entsprechenden Beschwörungen und an bestimmten Tagen ausgegraben werden, dann mache sie den Träger unverwundbar oder diene als Liebeszauber. Nach einer alten Sage seien die Blüten der Wegwarte die blauen Augen eines verwandelten Burgfräuleins, das am Wege vergeblich auf die Rückkehr ihres Geliebten vom Kreuzzug in das Heilige Land wartet.

Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea)

Bei der jetzigen Temperatur gut zu gebrauchen.

Die Glockenblumen (Campanula), in den verschiedensten Arten, sind zumeist schon verblüht.

Hier die Dalmatiner-Polsterglockenblume, eine von drei- bis vierhundert verschiedenen Arten, sie ist leider der Hitze nicht gewachsen und wartet auf bessere Zeiten.

Rittersporn in zwei Arten:

 

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