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Kei Ahnig vo'r Botanik

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Frauenmantel (Alchemilla). Das Frauemänteli lässt kein Wasser an sich heran, die Tautropfen liegen auf den Blättern wie Quecksilber.

In der Volksmedizin werden die Arten zur Behandlung von Wunden, Blutungen, sogenannten Frauenkrankheiten, Geschwüren, Bauchschmerzen, Nierensteinen, Kopfschmerzen und anderen Beschwerden angewandt. Dabei werden alle mitteleuropäischen Arten als Volksarzneipflanzen und als Kult- bzw. Zauberpflanzen verwendet. Häufig wird bei den Frauenmänteln dabei nur zwischen dem (behaarten) „Silbermantel“ oder „Alpen-Sinau“ und dem eher kahlblättrigen „Frauenmantel“ unterschieden.

Der Alpen-Frauenmantel, auch Alpen-Silbermantel, Bergfrauenmantel, Silberkraut oder Silbermänteli (Alchemilla alpina), ist eine Art aus der Gattung der Frauenmantel (Alchemilla).

Skabiosen Flockenblume (Centaurea scabiosa).

In Wiesen und an Wegrändern eine Blume, die ähnlich wie die Witwenblume wächst.

Eine andere Art gibt es in den Bergen,

...ähnlich der Zuchtform in unserem Garten.

In die gleiche Gruppe gehört auch die Kornblume (Centaurea cyanus), sie wurde als die Blaue Blume in vergangenen Zeiten von völkischen Bewegungen als Symbol missbraucht. Auch die rechtslastigen und -extremen Parteien in Deutschland und Österreich versuchen erneut die Kornblume, als ein Logo für sich zu vereinnahmen.

Eine ganz seltene Pflanze mit uralter Geschichte ist der Diptam (Dictamnus albus)  der auch Brennender Busch genannt wird.

Diese giftige Pflanzenart steht seit 1936 unter Naturschutz; sie war schon damals eine Seltenheit in Mitteleuropa. Früher wurde sie, insbesondere ihre unterirdischen Pflanzenteile, als Heilpflanze verwendet. Zur Reifezeit geben die Drüsen der Fruchtstände so viel ätherisches Öl mit zimtartigem Geruch ab, dass Diptam schon von weitem gerochen wird. Bei hohen Temperaturen verdunsten die Öle in so grosser Menge, dass Diptam als „Brennender Busch“ sich selbst anzünden kann.

Lange Zeit vermutete man den Diptam als den „Brennenden Dornbusch“ der Bibel, in dem Moses dem Gott JAHWE begegnete. Was eher unwahrscheinlich wäre, denn der Diptam hat keine Dornen.

Mein Vater hatte mir einen einzigen Fundort beschrieben. Vor einigen Jahren, siebzig Jahre später, habe ich in der Nähe des damaligen Fundplatzes wieder mehrere Exemplare vom Diptam gesehen. Welche Freude! Jetzt haben wir in unserem Garten ebenfalls eine solche Pflanze vom Wildpflanzengärtner.

 

Cliquer sur ce lien : Germandrée arbustive (Teucrium fruticans)
Klicken auf diesen Link : Strauchige Gamander (Teucrium fruticans)

 

 

 

Eigenartig diese Gamanderblüten, hier wird es vermutlich diese Art höchstens in botanische Gärten geben.

Der Echte Beinwell (Symphytum officinale), wird auch Gemeiner Beinwell, Beinwell, Arznei-Beinwell, Beinwurz, Bienenkraut, Hasenlaub, Milchwurz, Schadheilwurzel, Schmalwurz, Schwarzwurz, Wallwurz, Komfrei oder Wundallheil genannt.

Ein Heilkraut, das in Salben und Tinkturen verwendet wird. Es wäre auch essbar, denn die frischen Beinwellblätter weisen einen sehr hohen Proteinanteil auf; diese Proteine sind biologisch sehr hochwertig und in ihrem Nährwert durchaus mit tierischem Eiweiss vergleichbar.

Die Esparsetten (Onobrychis) ist hauptsächlich eine Futterpflanze.  In der Natur findet man sie auf sonnig-warmen Halbtrocken- und Magerrasen und an Wegrändern. Die Pflanzengattung enthält weltweit rund 130 verschiedene Arten, von denen ausser der Saat-Esparsette noch einige andere Arten als Futterpflanzen für Pferde genutzt werden.

Der Schmetterlingsblütler ist schon vor langer Zeit als Nutzpflanze aus südlicheren Regionen zu uns gekommen und wird inzwischen auch immer mehr für Insektenweiden verwendet.

Weisses Labkraut (Galium album). Wie weisse Wolken erscheinen die zahlreichen kleinen Blütchen des Weissen Labkrauts über den Gräsern. Die heimische Wiesenblume bevorzugt trockene bis mässig feuchte, durchlässige, tiefgründige, nährstoffreiche Böden an möglichst sonnigen Standorten.

Das kaum beachtete Kraut lockt allerlei Insekten an und ist eine Raupenfutterpflanze für den faszinierend rot gefärbten Kleinen Weinschwärmer, den seltenen, smaragdgrünen Labkrautschwärmer, das Taubenschwänzchen, auch "Kolibri Europas" genannt, den bunten Purpurbär und das Kleine Wiesenvögelchen.  Das Weisse Labkraut enthält Lab und könnte wie das Echte Labkraut (Galium verum), anstatt Lab aus Kälbermägen, zur Käseherstellung verwendet werden. Aus den Wurzeln kann, ähnlich wie beim verwandten Färberkrapp, eine rote Farbe für Textilien gewonnen werden. Galium album ist auch eine traditionelle Heilpflanze, sie soll harntreibend und wundheilend wirken, die Lymphgefässe reinigen, das Immunsystem stärken sowie gegen extreme Mattigkeit helfen.

Unscheinbar und doch so vielseitig nützlich, wie so manches in der Natur!

Gewöhnlicher Natternkopf (Echium vulgare). Der Gewöhnliche Natternkopf wird in den gemässigten Gebieten als Zierpflanze verwendet, beispielsweise in Wildpflanzengärten.

Seit er vor ein paar Jahren von den Bauern in Saatmischungen für biologische Ausgleichsflächen ausgebracht wurde, hat er sich bereits selbständig gemacht und ist häufiger an Wegrändern aufzufinden.

Der Gewöhnliche Natternkopf ist daneben eine sehr gute Bienenweide und wegen seines sehr hohen Zuckerwerts eine geschätzte Nebentracht

Giersch (Aegopodium podagraria) ist ein Wildkraut, das oft als Unkraut angesehen wird, aber auch als essbares Wildgemüse und sogar als Heilpflanze genutzt wird. Giersch ist durch seine fächerförmigen Blätter und seinen charakteristischen Geruch nach Petersilie und Möhren erkennbar. Er breitet sich durch unterirdische Ausläufer (Rhizome) aus, was ihn für Gärtner zu einer Herausforderung macht, das heisst, er ist schwer wieder wegzubringen, wenn er mal da ist.

Seine alten Volksnamen Zipperleins- und Podagrakraut verraten, dass Giersch nicht nur als schlichte Küchenzutat, sondern auch als Heilmittel eingesetzt wurde. Im antiken Rom diente der Giersch zur Linderung der „Krankheit der Könige“ (Gicht), die auf eine zügellose Lebensart mit übermäßigem Konsum von Fleisch und Alkohol zurückgeht. Gegen die schmerzhaften Folgen legte man einen Brei aus den Blättern auf und verordnete Bäder im Gierschsud.

Purpurglöckchen (Heuchera) bilden eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae). Die etwa 37 Arten sind in Nordamerika von Kanada bis Mexiko verbreitet.

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