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Kei Ahnig vo'r Botanik

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Was ist es jetzt eine Skabiose oder eine Witwenblume?

Angeblich müssten zwei Arten unterschieden werden, einmal die Skabiose, die sich mit nur kleinen Details von der Witwenblume unterscheidet, sie hat glatte Stiele, wogegen die der Witwenblume behaart sind. Als "Eselsbrücke" könne man sich merken: Die Witwe hat Haare an den Beinen.

Eher unbemerkt blüht im hohen Gras der Wiesen-Bocksbart (Tragopogon pratensis). Eine im Ganzen essbare Pflanze.

Seine sonnengelben Blüten werden neben den üppig wuchernden Pippau-Blüten leicht übersehen.

Der Wiesen-Pippau ist in den noch ungemähten Heuwiesen dominant sichtbar.

ich will Erwin danken für seine interessanten Beiträge über Pflanzen!

Immer wieder lese ich gerne Interessantes über "alte Bekannte". Merci vielmals, Erwin !!

Die Kuckucks-Lichtnelke findet man als rötliche Blume im hohen Gras der Heuwiesen. Eine ganze Reihe von Pflanzenarten trägt den Kuckuck im Namen. Bei dieser Pflanzenart wird die Blütezeit im Mai, Juni mit dem Ruf des Kuckucks und mit dem Auftreten von „Kuckucksspeichel“ (s. u.) in Verbindung gebracht; so erklärt sich auch der Name.

An ihren Stängeln findet man nicht selten weisse, schaumige Massen mit den Larven der dort Pflanzensäfte saugenden Schaumzikade, die im Volksmund „Kuckucksspeichel“ genannt werden, weil man sie mit der Rückkehr des Kuckucks Anfang Mai in Verbindung brachte. Ebenso wie bereits beim schon beschriebenen Wiesen-Schaumkraut.

Salomonssiegel (Polygonatum odoratum) ist der Name dieses Waldbewohners. Der eigenartige Name gründet in den siegelartigen Narben auf dem Rhizom, dem Wurzelstock direkt unter der Erde auf dem jedes Jahr ein neuer Trieb in die Höhe wächst. Im Herbst stirbt dieser Trieb ab und hinterlässt diese Narbe. Ob Kaiser Salomon in Judäa je ein solches Siegel benutzte ist nicht nachweisbar, aber sehr wahrscheinlich. Der wissenschaftliche Namen deutet auf ein polygonales Siegel hin; den süsslichen Duft der Blüten können feine Nasen in tiefer Bückhaltung wahrnehmen,

Vom Hallwilersee der Fieberklee oder Bitterklee (Menyanthes trifoliata) ist eine Sumpf- oder Wasserpflanze.

Wegen der Trockenlegung von Sumpfgebieten wird der Fieberklee als gefährdet eingestuft. Seine Wurzeln wurden in Hungerzeiten getrocknet und gemahlen. Das Mehl wurde durch Waschen von den Bitterstoffen befreit, aber damit auch von den wertvollen Vitaminen und Mineralien.

Cliquer sur ce lien : Pavot de Californie ou Pavot d'Amérique (Eschscholzia californica Cham.)
Klicken auf diesen Link : Kalifornische Mohn (Eschscholzia californica), Goldmohn, Kalifornischer Kappenmohn oder Schlafmützchen

 

Bach-Nelkenwurz

Die Bachnelkenwurz (Geum rivale) ist eine heimische Wildstaude. Sie kommt in ganz Europa vor und ist vor allem auf Feuchtwiesen, an Bächen, in Gräben und Auenwäldern zu finden. Als Zierpflanze wurde sie bereits früh in die Gärten geholt. Der Fürstbischof von Eichstätt beispielsweise fand sie so bemerkenswert, dass er sie neben den vielen Raritäten in seinem Barockgarten Hortus Eystettensis kultivierte, einer Art erster botanischer Garten, und 1613 als Berg-Benedicten-Wurtz für sein berühmtes Herbarbuch in Kupfer stechen liess. Die auch als Blutströpfchen bekannte Staude gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae).

Die Wald-Erdbeere (Fragaria vesca), auch Monatserdbeere genannt, dient dem Menschen schon lange als Nahrung. Sie wird ausserdem als Heilpflanze verwendet und wurde in der mittelalterlichen Malerei als Symbolpflanze häufig abgebildet.

Der Gotthelf von Lützelflüeh hat ein schönes Büchlein geschrieben, "Das Erbeer-Mareili". Es handelt von einem armen Mädchen aus einem Emmentaler-Chrachen, das sich seinen Lebensunterhalt und sein Glück mit dem Sammeln und Verkaufen von Erdbeeren verdient hat.

Albert Anker hatte das Büchlein illustriert und überdies ein Aquarell vom Mareili geschaffen.

Der Rote Fingerhut (Digitalis purpurea) ist wieder häufiger in den Wäldern zu finden. Hier ein Exemplar aus unserem Garten:

Die Wirkstoffe des Fingerhuts sind Herzglykoside. Sie regen den geschwächten Herzmuskel an, sich wieder stärker zusammenzuziehen. Alle Pflanzenteile des Roten Fingerhutes sind hochgiftig. Nach englischen und irischen Sagen dient der Fingerhut dem Elfenvolk als Kopfbedeckung. Böse Feen sollen die Blüten einst den Füchsen als Handschuhe geschenkt haben, damit diese lautlos ihr Unwesen in den Hühnerställen treiben konnten.

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