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Geo-Rätsel

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Lieber Erwin
Es ist an mir, sorry zu sagen!
Ich hab' deine vorausgegangene Nachricht falsch gedeutet. Da habe ich wohl seinerzeit in der Mittelstufe nicht gut aufgepasst - "Lesen und verstehen": nicht bestanden!

Liebe alle
Mit seiner geografischen Eingrenzung hat Erwin wertvolle Tipps gegeben. Darum bitte nicht zu weit suchen...
Da wir nächste Woche Ostern feiern noch ein zusätzliches Geschenk fürs Nestli: beachtet bitte auch Erwins Hinweis bzgl. der angeketteten Schöpfkelle!

Nun sollte es bei allen "klick" gemacht haben. Ich denke, eure Lösungen werden eintreffen, noch bevor ich mich richtig aus dem Forum ausgeloggt hab'.

Ist es der Gätzibrunnen in Niedermuhlern ?

Richtig, liebe Thesi
Voll ins Schwarze getroffen!
Somit freuen wir uns auf ein neues Rätsel von dir.

Gätzibrunnen: Sowohl der Brunnen wie der Weiler erhielten diesen Namen nach dem berndeutschen Begriff für Schöpfkelle – Gätzi.
Der Gätzibrunnen steht auf der Höhe des Längenbergs auf dem Gebiet der Gemeinde Niedermuhlern. Der Brunnen ist auf der Hauptstrasse zwischen Kehrsatz und Riggisberg gut zugänglich. In Zusammenhang mit dem Brunnen gibt es eine bewegende Geschichte: Ein Pilger auf dem Weg zum Kloster Rüeggisberg soll sich an diesem Brunnen gesund getrunken haben.
Als Dank dafür habe er das Gätzi gestiftet. Eine solche Kelle hängt noch heute am Brunnenstock.

 

Der Gätzibrunnen.
(Auf dem Längenberg.)

Zur Heiligenhöhle des Pfaffenloch
kamen lechzend die Pilger gezogen.
Da sprach der Prior von Rüeggisberg:
„Diesen Wackeren bin ich gewogen!
Fürwahr, nicht länger dulde ich mehr,
Daß die Gläubigen leiden vom Durst so schwer:
Ich hab' einen Plan ersonnen:
Du, Baubruder, schaffst einen Bronnen!"

Bald regt sichs am staubigen Pilgerweg
Von Mönchen im Werkgewande.
Da ward geschaufelt, gemeißelt, gehackt
Im sengenden Sonnenbrande.
Und sieh, bald rauscht's in den Trog von Holz!
Auch ein „Gätzi" hing blank an eisernem Bolz,
Daß männiglich fortan sich labe
An des Quells erfrischender Gabe...

Längst wich der Holztrog dem Betonguß:
Doch der kühlende Trunk blieb der alte.
Auch ein währschaft Gätzi baumelt noch dort,
Daß erquickenden Amtes es walte.
Und ob auch die Zeit der Wallfahrten schwand,
Der Durst blieb derselbe in unserem Land:
Bloß: Heut' findet Mancher mehr Wonne
Zu Riggisberg in der — „Sonne".

Robert Scheurer. In Berner Woche, 1931, Heft 48

Auf ein neues Rätsel : wo ist diese Kirche zu sehen ?

Weil auch hier die Google-Bildersuche schnell auf die Pfarrkirche St Theodul in Unterschächen Kt. URI verweist, versuche ich ein paar Detail zur Kirche herauszuholen. HIER auf ihrer Pfarreiwebsite wird unter anderem ein im Landesmuseum Zürich aufbewahrter Schnitzaltar erwähnt. Wie es auf SIKART zu erfahren ist, wurde der vom Konstanzer Bildschnitzer Augustin Henckel 1521 für die damalige St. Joder-Kapelle in Unterschächen gemacht. Leider wurde dieser Retabel-Schrein, wie so viele kirchliche Kunstwerke ins Museum verbannt. Ein Bild davon ist auf der Website zu Augustin Henckel auf Sikart HIER zu finden und auch beim Museum: HIER

Mit dieser Art Rätselsuche macht es trotz vereinfachtem Finden auch Spass. Habe ich recht?

Richtig geraten Erwin!

Danke dir, sehr interessant die Details über die Pfarrkirche St. Theodul in Unterschächen.

Ein neues Rätsel folgt nun von dir.

Dann, auch weil Gründonnerstag ist, wieder eine Kirche:

Wo ist die zu finden?

Also dies ist die reformierte Kirche von Bremgarten bei Bern.

Wünsche schöne Ostern.

Ebenfalls noch schöne Ostern. Ja, das ist dass alte Kirchlein im Grünen, wie es im Berner Wochenblatt 1931 genannt wurde. Es blickt auf eine lange Geschichte zurück, es soll um das Jahr 1100 bereits eine dem hl. Michael geweihte Kapelle dort gestanden haben. Über die Halbinsel führte zur Zeit der Römer ein Weg zur Furt über die Aare zur Engehalbinsel und an der engen Stelle stand eine Burg, wo heute das Schloss des Schultheissen Hans Franz Nägeli steht. Der Burgherr von Bremgarten war Anhänger der Gegnerpartei der gerade gegründeten Stadt Bern und deshalb überfielen die streitsüchtigen Berner das Städtchen an der Burg und verbrannten die paar Häuschen.

Darauf musste der Burgherr seinen Sitz und die Fährenrechte dem Johaniterkloster Münchenbuchsee übergeben. Diese bauten Kirche und Turm neu und blieben bis zur Reformation dort Herr und Meister.

Die Kirche verlotterte über die Jahrhunderte und wurde auf Veranlassung des kunstliebenden, damaligen Schlossherrn Wassmer 1925 vom Maler Louis Moillet innen neu gestaltet. Ein Besuch lohnt sich.

Thesi, du hast es erkannt und darfst ein neues Rätsel bringen.

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