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Das Strohatelier in Rechthalten
Zitat von Erwin am 17. Oktober 2025, 17:56 UhrMit 19 Personen war der BäreHöck aus verschiedenen Richtungen angereist. Als erstes Ziel war das Restaurant „Zum brennenden Herz“ angepeilt, wo wir bereits den Tisch im separaten Saal vorbereitet fanden.
Der etwas sonderbar anmutende Name „Das brennende Herz“ ist ein Symbol im Christentum, das meist das Herz Jesu darstellt, was aus der Nähe des Gasthauses zur Kirche nicht verwunderlich ist.
Unsere Gruppe war zur Führung bereits für 13 Uhr angemeldet und musste sich ohne Dessert rasch zum ins Strohatelier verschieben.
Die Atelier-Werkstatt ist mit drei in Teilzeit beschäftigten Frauen nur zu bestimmten Zeiten in Betrieb. An den antiken Nähmaschinen werden die von Hand geflochtenen Strohbändchen zu unterschiedlichsten Trachtenhüten und Formen zusammengenäht.
Mit dem Dampfglätteisen und unter der hydraulischen Presse, mit heissem Wasser, Gelatine und auch Schwefelpulfer werden die Hüte in Form gebracht.
Die unzähligen Kleinkunstwerke, alle aus Stroh, die überall im Laden ausgestellt und zum Kauf angeboten werden, haben Frauen in Heimarbeit hergestellt.
In schönstem „Seislerdütsch“ wurde uns die Verwandlung des „Bübbiweizenstrohs“ zum Strohfaden und geflochtenem Strohband erklärt, wir konnten viel lernen.
Leider mussten alle mit dem ÖV angereisten gleich wieder abreisen und haben so manches Schöne hier in Rechthalten nicht gesehen. Ich war mit meiner Frau per Auto gekommen und so blieb uns mehr Zeit, um nicht nur den Bauch vom brennenden Herz und den Kopf mit Stroh aus dem Atelier zu füllen.
Einige Informationen über den Ort und speziell seiner Kirche aus dem Netz führten uns zunächst in die Kirche. Die wurde nach einem durch Blitzschlag ausgelösten Brand 1764 – 1766 neu im Rokokostil wiederaufgebaut und nach einem zweiten Brandfall teilweise erneuert und mit einem höheren Turm versehen.
Die rundum stilreine Ausstattung ist für die Gegend aussergewöhnlich und sehenswert.
Besonders zu beachten ist die hier recht lieblos aufgestellte Pieta, einer bemalten Statue von 1340, mit einer frühen Darstellung vom Leichnam Jesu auf dem Schoss von Maria. Ein Kunstprofessor hatte die Figur hier im Bethaus in der Tächmatt entdeckt und vom Bauern für 100 Franken abgekauft. Das Original der hiesigen Kopie befindet sich nach einigen Umwegen in der Bührle-Sammlung im Kunsthaus Zürich. Bührle hatte die restaurierte Statue damals für 150 000 Franken erworben.
Trübe Nebelwolken hatten die Sicht zu den Bergen und über die weite Landschaft verdeckt, als wir auf dem Fofenhubel über dem Dorf die Aussicht bewundern wollten. Darum beschlossen wir kurzerhand einen Abstecher zum Schwarzsee zu machen, aber das gehört nicht hierher.
Mit 19 Personen war der BäreHöck aus verschiedenen Richtungen angereist. Als erstes Ziel war das Restaurant „Zum brennenden Herz“ angepeilt, wo wir bereits den Tisch im separaten Saal vorbereitet fanden.
Der etwas sonderbar anmutende Name „Das brennende Herz“ ist ein Symbol im Christentum, das meist das Herz Jesu darstellt, was aus der Nähe des Gasthauses zur Kirche nicht verwunderlich ist.

Unsere Gruppe war zur Führung bereits für 13 Uhr angemeldet und musste sich ohne Dessert rasch zum ins Strohatelier verschieben.


Die Atelier-Werkstatt ist mit drei in Teilzeit beschäftigten Frauen nur zu bestimmten Zeiten in Betrieb. An den antiken Nähmaschinen werden die von Hand geflochtenen Strohbändchen zu unterschiedlichsten Trachtenhüten und Formen zusammengenäht.

Mit dem Dampfglätteisen und unter der hydraulischen Presse, mit heissem Wasser, Gelatine und auch Schwefelpulfer werden die Hüte in Form gebracht.

Die unzähligen Kleinkunstwerke, alle aus Stroh, die überall im Laden ausgestellt und zum Kauf angeboten werden, haben Frauen in Heimarbeit hergestellt.

In schönstem „Seislerdütsch“ wurde uns die Verwandlung des „Bübbiweizenstrohs“ zum Strohfaden und geflochtenem Strohband erklärt, wir konnten viel lernen.


Leider mussten alle mit dem ÖV angereisten gleich wieder abreisen und haben so manches Schöne hier in Rechthalten nicht gesehen. Ich war mit meiner Frau per Auto gekommen und so blieb uns mehr Zeit, um nicht nur den Bauch vom brennenden Herz und den Kopf mit Stroh aus dem Atelier zu füllen.
Einige Informationen über den Ort und speziell seiner Kirche aus dem Netz führten uns zunächst in die Kirche. Die wurde nach einem durch Blitzschlag ausgelösten Brand 1764 – 1766 neu im Rokokostil wiederaufgebaut und nach einem zweiten Brandfall teilweise erneuert und mit einem höheren Turm versehen.
Die rundum stilreine Ausstattung ist für die Gegend aussergewöhnlich und sehenswert.
Besonders zu beachten ist die hier recht lieblos aufgestellte Pieta, einer bemalten Statue von 1340, mit einer frühen Darstellung vom Leichnam Jesu auf dem Schoss von Maria. Ein Kunstprofessor hatte die Figur hier im Bethaus in der Tächmatt entdeckt und vom Bauern für 100 Franken abgekauft. Das Original der hiesigen Kopie befindet sich nach einigen Umwegen in der Bührle-Sammlung im Kunsthaus Zürich. Bührle hatte die restaurierte Statue damals für 150 000 Franken erworben.
Trübe Nebelwolken hatten die Sicht zu den Bergen und über die weite Landschaft verdeckt, als wir auf dem Fofenhubel über dem Dorf die Aussicht bewundern wollten. Darum beschlossen wir kurzerhand einen Abstecher zum Schwarzsee zu machen, aber das gehört nicht hierher.