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Heute

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Vergangenen Monat erhielt ich ein Paket. Inhalt war eine Kaffeemaschine, die ich als Teilnehmer an einer Umfrage gewonnen hatte. Eine vom Typ CoffeeB von der Migros, bei der statt Kapseln gepresste Kaffeekugeln zum Einsatz kommen. Ich besitze zwar schon einen Kaffee-Vollautomen, nahm das Gerät aber trotzdem mal in Betrieb und registrierte es auf der angegebenen Website und gab wie gewünscht nach einigen Tests auch eine kritische Beurteilung ab. Und heute schaute ich mal nach, wie die anderen Beurteilungen so ausgefallen sind und entdeckte das:

Warum wurde diese Bewertung wohl nicht freigeschaltet?

Und soeben habe ich ein Mail bekommen: Die Maschine, die ich gewonnen habe, gibt's jetzt für Fr. 49.90 statt für Fr. 149.90. Und dazu erhält man noch Kaffee-Kugeln im Wert von Fr. 50.– geschenkt.

Die sensationelle Erfindung der Alu- und Plastik-freien Kaffeeportionen scheint nicht so viel Anklang gefunden zu haben, wie die Migros wohl gehofft hat!

Kommt dazu, dass man diese Kügelchen nur in einem Paketchen mit 9 Kügelchen kaufen kann !!

Bei uns langt dieses Paketchen mit den 9 Kügelchen einen einzigen Morgen, 4 für CEB und 5 für mich.

Das nennt man dann Nachhaltigkeit und sparsame Verpackung !!!

Ihr bringt mich in en grosses Dilemma. Sollen wir oder sollen wir nicht?

Wie hoch ist die Maschine in cm? Wieviel kostet nach den ersten 50 Gratiskügelchen ein Paket mit nur 9 Chugeli?

Von anderer Seite hörte ich, der Kaffee schmecke nicht besionders gut

Die Maschine ist 30 cm. hoch und wenn Du sie irgendwo unterstellen willst, musst Du noch 5 cm dazurechnen, damit du den Chäpsli-Behälter und den Wassertank abnehmen kannst, ohne die Maschine aus ihrem Unterstand herauszuziehen.

Der Kaffee ist, je nach Sorte, für eine Portionen-Maschine nicht schlecht bis gut (ich trinke nur kurze, keine Milchkafis und Café Crèmes). Aber als ich nach einer Test-Woche wieder mal meinen alten Vollautomaten, der beim Bohnenmahlen einen Saukrach macht, anwarf, war der erste Schluck Espresso schon eine Offenbarung!

Du kannst meine CoffeeB-Maschine gerne haben, wenn Du willst. Ich brauche sie nicht mehr und meine Töchter und andere Angefragte haben kein Interesse.

Achja! Eine 9er-Packung Kügelchen kostet Fr. 4.20 bis 4.50. (https://www.coffeeb.com/de-ch)

Heute war finanziell ein hochinteressanter Tag. Ich habe einen enormen Betrag von vielen tausend Franken eingespart, indem ich anlässlich des "Black Fridays" NICHTS kaufte...

Rolf  😉

Heute ist in Bern «Zibelemärit». Das ist der Tag, an dem es in der Stadt nach Zibelechueche riecht, wo man auf dem Bundesplatz schöne Zibele-Zöpfe kaufen kann, ...

... wo überall Glühwein ausgeschenkt und ausgiebig genossen wird, ...

... und an dem die Berner brav arbeiten gehen oder zu Hause bleiben, damit sie den vielen Touristen aus der ganzen Schweiz und dem nahen Ausland nicht im Wege stehen!

Heute am 1. Dezember beginnt der Advent, die 24-tägige Wartezeit auf Weihnachten. Das erste Türchen des Adventskalenders darf geöffnet werden.

 

Woher stammt den Brauch, kann man sich fragen. Im Jahr 1838 habe der evangelische Theologe Johann Hinrich Wichern 1839 für die Kinder des Kinderheims Rauhes Haus in Hamburg den ersten Adventskalender geschaffen und damit auch den ersten Adventskranz, um die Wartezeit bis zur Weihnacht überschaubarer zu machen. Er stellte pro Tag eine Kerze auf ein Wagenrad, für jeden Adventssonntag eine dickere.

Adventskalender Im Lande des Christkinds. Die Fenster enthielten weihnachtliche Verse und konnten mit Bildern aus einem Ausschneidebogen überklebt werden. Vollständig überklebtes Exemplar. Gemeinfrei über Wikimedia Commons

1903 brachte der Münchner Verleger Gerhard Lang einen von Richard Ernst Kepler entworfenen, gedruckten Kalender mit dem Titel "Im Lande des Christkinds" auf den Markt.

Die vier Sonntage, für die vier Kerzen auf dem Adventskranz stehen, haben eine längere Geschichte. Papst Gregor der Grosse bestimmte am Ende des 6. Jh. die Zeit um die vier Sonntage nach dem 26. November zur noch heute gültigen Adventszeit. Am Vorabend des ersten Adventssonntags beginnt das Kirchenjahr und die Weihnachtzeit, die am Drei-Königstag endet.

Für die Adventszeit galt früher ein strenges Fastengebot, wie für die Fastenzeit vor Ostern. Im Laufe der Jahre hat sich das gründlich ins Gegenteil geändert. Heute ist es die Zeit von Schenken und Spenden geworden, verbunden mit Angebotsüberfluss und Kaufrausch.

Zitat von JPG am 21. November 2023, 14:42 Uhr

Kommt dazu, dass man diese Kügelchen nur in einem Paketchen mit 9 Kügelchen kaufen kann !!

Bei uns langt dieses Paketchen mit den 9 Kügelchen einen einzigen Morgen, 4 für CEB und 5 für mich.

Das nennt man dann Nachhaltigkeit und sparsame Verpackung !!!

So wie ich es gelesen habe, werden in der Zukunft Alukapseln sowieso verboten. Deshalb geht es darum, zuerst mit neuen, vegetalen  Kapseln zu sein. Und, JPG, dann brauchst Du einfach jeden morgen ein neues Päckli, odr? Und das leere Päckli geht in den Papierabfall. Es gibt eine vielseitige Auswahl, dabei wirst Du auch einen Kafi finden, der Dir schmeckt, denke ich. Ich bin z.Zeit noch am ausprobieren....

Es gibt seit einiger Zeit kompostierbare Nespresso-Kapseln aus Papier, die man in die Grüntonne werfen kann. Und die gibts nicht nur in Minipäckchen.

Das 2. Türchen: Der Morgen-Kaffee

Mein Morgenkaffee stammt leider nur aus einer Billigmaschine mit Billigkapseln aus Plastik. Was bin ich doch für ein schlechter Mensch!

 

Dabei könnte ich doch rohe Kaffeebohnen kaufen, sie selbst rösten und mit der alten Kaffeemühle pulverisieren, dann aufbrühen und durch den Melitta-Filter giessen. Dabei bliebe mein Gewissen rein, ich hätte kein Plastik verwendet und die übermächtigen Konzerne nicht unterstützt.

Spass beiseite, Kaffee gehört zu unserem Leben seit Jahrhunderten. In Äthiopien bemerkten Hirten, dass ihre Ziegen, nachdem sie von den roten Steinfrüchten eines bestimmten Strauches gefressen hatten, besonders lebhaft umhersprangen und anscheinend nicht müde wurden. Aus dieser Erkenntnis folgerte man, dass diese Früchte auch für Menschen eine ähnliche Wirkung hätten. Irgendwer fand dann heraus, dass durch das Rösten der Fruchtkerne das Aroma noch verstärkt würde. Der weltweite Siegeszug des Kaffees begann. Die Kaffeepflanze wird mittlerweile in über fünfzig Ländern angebaut. Die Sorte „Arabica“ ist dabei die wichtigste Kaffeeart. Sie wächst vor allem im Hochland zum Beispiel in Brasilien, Kenia und Kolumbien. Schnellwüchsiger, ertragreicher und widerstandsfähiger ist die Sorte „Robusta“. Sie wächst in Gebieten bis 900 Metern Höhe wie zum Beispiel in Kolumbien, Vietnam oder Indonesien.

Übrigens, die Bezeichnung „Bohnenkaffee“ dient zur Unterscheidung gegenüber Ersatzkaffee (aus Zichorien, Gerstenmalz usw.). Den Malzkaffee mit Zusatz von Chicorée kennen Ältere noch. Chicorée, die als Frank Aroma gehandelten braunen Tabletten, werden aus den Wurzeln der Zichorie oder Wegwarte bzw. einer Zuchtform gewonnen. Seine Bitterstoffe werden für uns auch in den davon gezüchteten Salatarten wie dem bleichen Chicoréesalat, Radicchio oder Zuckerhut geniessbar.

Die jetzt gebräuchlichen Kaffeekapseln aber wurden nicht aus dem schnell löslichen „Nescafé“ entwickelt. Die Schweizer Erfindung des Instantcafés von Nestlé aus dem Jahr 1938, um Kaffee länger haltbar zu machen, wurde ein Erfolgsmodell. Das Produkt war ab 1943 nur den Soldaten der deutschen Wehrmacht vorbehalten, bis es die US-Armee übernahm. Danach kam es überall in Gebrauch, weil es so praktisch war, ein Löffelchen aus dem Glas mit heissem Wasser in der Tasse überbrühen, fertig.

Kapselkaffee steht erneut mit Nestlé in Verbindung, mit „Nespresso“ (what else) schuf der Konzern ein neues Geschäftsmodell. Die benutzten Alukapseln wurden zum Problem, das man jetzt auf verschiedene Weise zu lösen versucht. Wie auch immer, auf guten Kaffee können wir nicht verzichten.

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