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Adventskalender 2025
Zitat von Erwin am 20. Dezember 2025, 9:48 UhrVon der Weihnachtsbäckerei zu Spitz- und anderen Buben
Es riecht fein aus der Küche, Spitzbuben gehen in die Produktion
Das nächste Blech ist bald bereit
Und so sieht es aus wenn sich Spitzbuben unter die braven Betmännchen, Brunsli undChräbeli mischen.
In Grimms Wörterbuch wird: Ein Spitzbube, als schlauer Betrüger, Dieb, seit dem 16. Jahrh. bezeugt.
Spieszbube in älterer Sprache verglichen im Sinne von Knappe, als Waffenträger eines Ritters. Es scheint die Möglichkeit einer Umbildung von Spieszbube zu Spitzbube zu geben. Für die Bedeutungsentwicklung könnte man an Spieszgesell erinnern. Spieszbube ist nicht wie Spieszgesell im allgemeinen Sinne von Speerträger, Landsknecht belegt, was zu der in älterer Zeit häufigen Anwendung von Spitzbube im Sinne von Falschspieler passen würde, da die Landsknechte leidenschaftliche Spieler waren. wo Clas Schellendaus, der 'reisige knecht' eines Junkers, als leidenschaftlicher Spieler mit sehr weitem Gewissen geschildert wird. Der wird von Spitzbuben geprellt, ist aber nicht besser als sie.
«wie hart reit mich heut das unglück
ob dem spil gar in allem stück!
ich hab zwen spitzbubn dort (in einer taverne) gefunnen,
habn mir all mein geltlich abgewunnen,
künd ich noch so vil bscheisserey
und abgeribne renck darbey.»Auch Luther scheint bereits Spitzbuben gekannt zu haben, denn er schreibt:
«denn gleich wie die spitzbuben die würffel meistern, das sie tragen müssen, was sie wollen, also würffelspielen die rotten und ketzer mit der heiligen schrifft, zwingen sie auff jre gefassete meinung, das sie bedeuten mus was sie wollen.»
Begrifflich nicht weit weg davon kannte auch Zwingli Lausbuben:
«Was für ein Spott wäre das für eine christliche Stadt, wenn sie solch einen Lausbuben duldete»
Und der Sprachexperte Christian Schmid fand heraus:
«Es klingt niedlich, wenn man einen kleinen Schlawiner heute «Lausbub» nennt, galten Lausbuben doch früher als Gesindel der übelsten Sorte.»
Egal, auch unsere Spitzbuben werden Weihnachten nicht lange überleben.
Von der Weihnachtsbäckerei zu Spitz- und anderen Buben

Es riecht fein aus der Küche, Spitzbuben gehen in die Produktion


Das nächste Blech ist bald bereit

Und so sieht es aus wenn sich Spitzbuben unter die braven Betmännchen, Brunsli undChräbeli mischen.
In Grimms Wörterbuch wird: Ein Spitzbube, als schlauer Betrüger, Dieb, seit dem 16. Jahrh. bezeugt.
Spieszbube in älterer Sprache verglichen im Sinne von Knappe, als Waffenträger eines Ritters. Es scheint die Möglichkeit einer Umbildung von Spieszbube zu Spitzbube zu geben. Für die Bedeutungsentwicklung könnte man an Spieszgesell erinnern. Spieszbube ist nicht wie Spieszgesell im allgemeinen Sinne von Speerträger, Landsknecht belegt, was zu der in älterer Zeit häufigen Anwendung von Spitzbube im Sinne von Falschspieler passen würde, da die Landsknechte leidenschaftliche Spieler waren. wo Clas Schellendaus, der 'reisige knecht' eines Junkers, als leidenschaftlicher Spieler mit sehr weitem Gewissen geschildert wird. Der wird von Spitzbuben geprellt, ist aber nicht besser als sie.
«wie hart reit mich heut das unglück
ob dem spil gar in allem stück!
ich hab zwen spitzbubn dort (in einer taverne) gefunnen,
habn mir all mein geltlich abgewunnen,
künd ich noch so vil bscheisserey
und abgeribne renck darbey.»
Auch Luther scheint bereits Spitzbuben gekannt zu haben, denn er schreibt:
«denn gleich wie die spitzbuben die würffel meistern, das sie tragen müssen, was sie wollen, also würffelspielen die rotten und ketzer mit der heiligen schrifft, zwingen sie auff jre gefassete meinung, das sie bedeuten mus was sie wollen.»
Begrifflich nicht weit weg davon kannte auch Zwingli Lausbuben:
«Was für ein Spott wäre das für eine christliche Stadt, wenn sie solch einen Lausbuben duldete»
Und der Sprachexperte Christian Schmid fand heraus:
«Es klingt niedlich, wenn man einen kleinen Schlawiner heute «Lausbub» nennt, galten Lausbuben doch früher als Gesindel der übelsten Sorte.»
Egal, auch unsere Spitzbuben werden Weihnachten nicht lange überleben.
Zitat von Erwin am 21. Dezember 2025, 9:14 UhrHeute brennt am Adventskranz die vierte Kerze
Weit verbreitet ist er, der Adventskranz. Mit seinen vier Kerzen stellt er die vier Sonntage vor Weihnachten im Advent dar. Bei der Suche nach dem Ursprung des schönen Brauches, stiess ich auf die Geschichte die im frühen neunzehnten Jahrhundert begann.
Der Gründer des evangelischen Diakoniewerks, der Theologe Johann Hinrich Wichern (1808–1881) eröffnete1833 in Hamburg das «Rauhe Haus» als Ausbildungsstätte und Unterkunft für arme Kinder.
Bild: Nils Fretwurst mit freundlicher Genehmigung Public Relations & Press office der Stiftung des Rauhen Hauses, in Hamburg, CC BY 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=366190
Um den ungeduldigen Kindern das Warten auf Weihnachten zu verkürzen, erfand Wichern den nun «Wichernkranz» genannten Adventskranz, indem er auf ein aufgehängtes Wagenrad vier weisse Kerzen für die Sonntage und 24 rote für die Tage bis Heiligabend anbrachte. Jeden Tag wurde eine Kerze mehr angezündet und es wurde dabei immer heller im dunklen Raum. Nebenbei lernten die Kinder damit auch das Zählen. Der Brauch verbreitete sich langsam.
Erst dreissig Jahre später wurde das Rad auch mit Tannengrün umwunden und dann auch weniger aufwändig, kleiner und mit nur noch vier Kerzen bestückt. Erst im zwanzigsten Jahrhundert begann man auch in katholischen Kirchen damit, einen Kranz aufzuhängen und bald kam er auch in jedes Haus, der Adventskranz.
Den ursprünglichen Wichernkranz findet man noch in einigen Evangelischen Kirchen, oder auch im Hamburger Rathaus und im Vorraum des Bundestages.
Heute brennt am Adventskranz die vierte Kerze

Weit verbreitet ist er, der Adventskranz. Mit seinen vier Kerzen stellt er die vier Sonntage vor Weihnachten im Advent dar. Bei der Suche nach dem Ursprung des schönen Brauches, stiess ich auf die Geschichte die im frühen neunzehnten Jahrhundert begann.
Der Gründer des evangelischen Diakoniewerks, der Theologe Johann Hinrich Wichern (1808–1881) eröffnete1833 in Hamburg das «Rauhe Haus» als Ausbildungsstätte und Unterkunft für arme Kinder.

Bild: Nils Fretwurst mit freundlicher Genehmigung Public Relations & Press office der Stiftung des Rauhen Hauses, in Hamburg, CC BY 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=366190
Um den ungeduldigen Kindern das Warten auf Weihnachten zu verkürzen, erfand Wichern den nun «Wichernkranz» genannten Adventskranz, indem er auf ein aufgehängtes Wagenrad vier weisse Kerzen für die Sonntage und 24 rote für die Tage bis Heiligabend anbrachte. Jeden Tag wurde eine Kerze mehr angezündet und es wurde dabei immer heller im dunklen Raum. Nebenbei lernten die Kinder damit auch das Zählen. Der Brauch verbreitete sich langsam.

Erst dreissig Jahre später wurde das Rad auch mit Tannengrün umwunden und dann auch weniger aufwändig, kleiner und mit nur noch vier Kerzen bestückt. Erst im zwanzigsten Jahrhundert begann man auch in katholischen Kirchen damit, einen Kranz aufzuhängen und bald kam er auch in jedes Haus, der Adventskranz.
Den ursprünglichen Wichernkranz findet man noch in einigen Evangelischen Kirchen, oder auch im Hamburger Rathaus und im Vorraum des Bundestages.
Zitat von Erwin am 22. Dezember 2025, 8:29 UhrKefermarkt Altar
Zur Beschreibung - Klick aufs Bild
Während einer Reise nach Österreich besuchten wir den berühmten spätgotischen Flügelaltar eines unbekannten Meisters in der Dorfkirche der Marktgemeinde Kefermarkt im Mühlviertel.
In der Mitte des Schreins steht die Figur des Bischofs Wolfgang von Regensburg, die links vom Apostel Petrus und recht von Christophorus flankiert wird.
Der spätere Bischof Wolfgang besuchte als Zehnjähriger die Klosterschule Reichenau und kam später an die neu gegründete Domschule in Würzburg. Hier entwickelte er sich zu einem Gelehrten und wurde selbst Lehrer. Um 956 übernahm Wolfgang die Leitung der Domschule in Trier und wurde dort als Laie Dekan und Oberster des Domkapitels. 964 wurde er von Kaiser Otto I. nach Köln geholt. Dort lehnte er es ab, sich für Trier zum Bischof weihen zu lassen und trat dagegen 965 in das Benediktiner-Kloster Einsiedeln in der Schweiz ein, wo er 968 im Alter von 43 Jahren die Priesterweihe empfing. In Einsiedeln übernahm er die Leitung der Klosterschule. 971 ging Wolfgang als Missionar nach Ungarn, wurde jedoch 972 zurückgerufen und gegen Ende des Jahres zum Bischof von Regensburg geweiht. Im Jahr 975 gründete Wolfgang dort eine Domschule mit einem Chor, aus dem die heutigen Regensburger Domspatzen hervorgingen.
Bild: Michael Vogl, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Die Regensburger Domspatzen singen Weihnachtslieder
Auf den Seitenflügeln sind detailreich Szenen aus dem Marienleben dargestellt.
Der Altar wurde im 19. Jh. auch auf Betreiben vom Waldviertler Heimatdichter Adalbert Stifter restauriert. Es heisst von ihm: Er kauft «altes restaurierungswürdiges Kunsthandwerk auf, um diese Werte vor dem Verfall zu erhalten. Denn es „wohnt in den alten Geräten […] ein Reiz des Vergangenen und Abgeblühten, der bei dem Menschen, wenn er in die höheren Jahre kömmt, immer stärker wird. Darum sucht er das zu erhalten, was der Vergangenheit angehört, wie er ja auch eine Vergangenheit hat […] Alte Gewohnheiten haben etwas Beruhigendes, sei es auch nur des Bestehenden und immer Geschehenen“»
(Ähnliche Neigungen sehe ich auch bei mir selbst.)Die Weihnachtsgeschichte beginnt aber eigentlich bereits neun Monate vorher mit der Verkündigung des Herrn:
Dazu gibt es morgen mehr hier anschliessend.
Kefermarkt Altar
Zur Beschreibung - Klick aufs Bild
Während einer Reise nach Österreich besuchten wir den berühmten spätgotischen Flügelaltar eines unbekannten Meisters in der Dorfkirche der Marktgemeinde Kefermarkt im Mühlviertel.

In der Mitte des Schreins steht die Figur des Bischofs Wolfgang von Regensburg, die links vom Apostel Petrus und recht von Christophorus flankiert wird.
Der spätere Bischof Wolfgang besuchte als Zehnjähriger die Klosterschule Reichenau und kam später an die neu gegründete Domschule in Würzburg. Hier entwickelte er sich zu einem Gelehrten und wurde selbst Lehrer. Um 956 übernahm Wolfgang die Leitung der Domschule in Trier und wurde dort als Laie Dekan und Oberster des Domkapitels. 964 wurde er von Kaiser Otto I. nach Köln geholt. Dort lehnte er es ab, sich für Trier zum Bischof weihen zu lassen und trat dagegen 965 in das Benediktiner-Kloster Einsiedeln in der Schweiz ein, wo er 968 im Alter von 43 Jahren die Priesterweihe empfing. In Einsiedeln übernahm er die Leitung der Klosterschule. 971 ging Wolfgang als Missionar nach Ungarn, wurde jedoch 972 zurückgerufen und gegen Ende des Jahres zum Bischof von Regensburg geweiht. Im Jahr 975 gründete Wolfgang dort eine Domschule mit einem Chor, aus dem die heutigen Regensburger Domspatzen hervorgingen.
Bild: Michael Vogl, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Die Regensburger Domspatzen singen Weihnachtslieder


Auf den Seitenflügeln sind detailreich Szenen aus dem Marienleben dargestellt.
Der Altar wurde im 19. Jh. auch auf Betreiben vom Waldviertler Heimatdichter Adalbert Stifter restauriert. Es heisst von ihm: Er kauft «altes restaurierungswürdiges Kunsthandwerk auf, um diese Werte vor dem Verfall zu erhalten. Denn es „wohnt in den alten Geräten […] ein Reiz des Vergangenen und Abgeblühten, der bei dem Menschen, wenn er in die höheren Jahre kömmt, immer stärker wird. Darum sucht er das zu erhalten, was der Vergangenheit angehört, wie er ja auch eine Vergangenheit hat […] Alte Gewohnheiten haben etwas Beruhigendes, sei es auch nur des Bestehenden und immer Geschehenen“»
(Ähnliche Neigungen sehe ich auch bei mir selbst.)
Die Weihnachtsgeschichte beginnt aber eigentlich bereits neun Monate vorher mit der Verkündigung des Herrn:

Dazu gibt es morgen mehr hier anschliessend.
Zitat von Erwin am 23. Dezember 2025, 9:11 UhrWie es zu den Loreto-Kapellen kam
Das Ereignis der Verkündigung des Herrn wird im Lukasevangelium (Lk 1,26–38 EU) erzählt. Wo der Engel Gabriel, der Jungfrau Maria erklärt, dass sie den Sohn Gottes vom Heiligen Geist empfangen und ihn gebären werde.
Bild: Die Verkündigungsbasilika in Nazareth, von Magalhães, Public domain, via Wikimedia Commons
In Nazareth steht über jener Höhle der Stadt Nazareth, wo nach der römisch-katholischen Tradition der Erzengel Gabriel der Jungfrau Maria erschien, die 1955 neugebaute Verkündigungsbasilika.
Bild: Inneres der Basilika mit Grotte, von Berthold Werner, Public domain, via Wikimedia Commons
An dieser Stelle wird im Jahr 570 eine Kirche erstmals erwähnt, wahrscheinlich bestand schon seit dem 4. Jahrhundert ein Kirchengebäude. Jedenfalls berichtete die spanische Jungfrau Egeria, die bei einer Pilgerfahrt im Jahr 383 Nazareth besuchte, es wurde eine „grosse und sehr prächtige Höhle gezeigt, in der Maria gelebt hat. Ein Altar ist dort aufgestellt worden“. Auch der gallische Bischof Arculf sah im Jahre 670 zwei „sehr große Kirchen“ in Nazareth. Zur Zeit der Kreuzfahrer waren jedoch alle christlichen Stätten in Nazareth und die gesamte Stadt seit der Eroberung durch die Sarazenen verwüstet.
Die Kreuzfahrer errichteten eine neue Kathedrale, die jedoch bereits 1170 bei einem Erdbeben beschädigt wurde. Am 25. März 1251, dem Tag der Verkündigung des Herrn, nahm der französische König Ludwig IX. an der Festtagsmesse in der Basilika teil.
Im Jahr 1263 wurde Nazareth erneut und nun endgültig von den Mameluken erobert und die Verkündigungsbasilika wie alle anderen Kirchen auf Befehl des Sultans zerstört.
1620 konnten die Franziskaner die Ruinen der Kathedrale und der Grotte erwerben. 1730 wurde eine Kirche errichtet, die 1877 vergrößert und ab 1955 durch einen Neubau ersetzt wurde, der als der größte christliche Sakralraum im Nahen Osten gilt. Weil die Grösse der Basilika den Muslimen nicht gefällt, haben sie auf dem freien Platz daneben eine provisorische Moschee als Zelt aufgestellt und möchten ein überragendes Bauwerk erzwingen. Wieder ein Objekt zum Streiten!
Loretokapellen
Basilika vom Heilgen Haus in Loreto,
Bild: Maceratesi olivier, Public domain, via Wikimedia CommonsNachdem Jerusalem 1244 von den Muslimen eingenommen und der letzte Kreuzzug gescheitert war, versuchten die Kreuzritter, von den Heiligen Orten des Christentums in Palästina zu retten, was noch zu retten war, darunter auch das „Haus Mariens“ in Nazareth. Nach einer im 15. Jahrhundert entstandenen Legende sollen Engel das kleine Haus, in dem Maria in Nazareth gewohnt hat, im Jahr 1291 von Nazareth zunächst nach Trsat / Tersatto (heute Ortsteil von Rijeka / Kroatien) und dann 1294 in die Nähe von Recanati bei Ancona transportiert haben.
Das Bild des «Fliegenden Hauses» ist auf der Predella der Freiburger Loretokapelle dargestellt.
Dieser Bericht ist eine für die Zeit typische Wundererzählung, die im Jahr 1468 von dem damaligen Propst in Loreto aufgeschrieben wurde. Vermutlich kommt gründet die Legende aber auf eine Namensverwechslung, denn in einer Sammlung von Urkunden der Adelsfamilie der Angeloi im Vatikan, wird von einem Nikephoros Angeloi berichtet, der „heilige Steine, die aus dem Haus Unserer Lieben Frau … weggenommen worden sind“, seiner Tochter Thamar im Jahr 1294 geschenkt hat.
Das „Heilige Haus“ gelangte dann von Recanati nach Loreto, wo man es zu einer Kapelle umbaute und Santa Casa von Loreto nannte, wahrscheinlich nach dem dortigen Lorbeerhain (lat. lauretum).
Die Loretokapelle innerhalb der Basilika, Bild: Zorro2212, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Dort wurden die «heiligen Steine», wiederaufgebaut. Das «heilige Haus» wurde weiter vergrössert und erhöht, erhielt 1507 eine Marmorverkleidung und wurde zwischen 1468 und 1587 durch eine kreuzförmige Kuppelbasilika mit repräsentativer Fassade überbaut. Loreto zog grosse Pilgerscharen an und wurde seit dem 14. Jahrhundert eine Art religiöses Touristenzentrum, zumal die Reise dorthin seit 1291 der Reise ins Heilige Land praktisch gleichgesetzt wurde, viel näher lag und weniger gefährlich war.
Im 17. Jahrhundert begann nördlich der Alpen ein Bauboom von Loretoheiligtümern nach dem Vorbild der Sancta Casa.
In der Schweiz war die Loretokapelle von Freiburg i.Ue. die erste auf Schweizer Boden. Weitere Loretoheiligtümer folgten, z.B. in Solothurn und in:
…Hergiswald (Kanton Luzern), wo die Nachbildung der Sancta Casa ebenfalls im Innern der Wallfahrtskirche steht.
Auf dem Retabel des Altars in der Hergiswalder Kirche ist ein besonders liebliches Bild, wo in Marias Haus gerade hilfreiche Frauen das Jesuskind baden, während Maria noch im Wochenbett umsorgt wird.
Die Texte dieser Betrachtung stammen aus Wikipedia und von eigenen Besuchen an den Orten in der Nähe.
Wie es zu den Loreto-Kapellen kam
Das Ereignis der Verkündigung des Herrn wird im Lukasevangelium (Lk 1,26–38 EU) erzählt. Wo der Engel Gabriel, der Jungfrau Maria erklärt, dass sie den Sohn Gottes vom Heiligen Geist empfangen und ihn gebären werde.
Bild: Die Verkündigungsbasilika in Nazareth, von Magalhães, Public domain, via Wikimedia Commons
In Nazareth steht über jener Höhle der Stadt Nazareth, wo nach der römisch-katholischen Tradition der Erzengel Gabriel der Jungfrau Maria erschien, die 1955 neugebaute Verkündigungsbasilika.
Bild: Inneres der Basilika mit Grotte, von Berthold Werner, Public domain, via Wikimedia Commons
An dieser Stelle wird im Jahr 570 eine Kirche erstmals erwähnt, wahrscheinlich bestand schon seit dem 4. Jahrhundert ein Kirchengebäude. Jedenfalls berichtete die spanische Jungfrau Egeria, die bei einer Pilgerfahrt im Jahr 383 Nazareth besuchte, es wurde eine „grosse und sehr prächtige Höhle gezeigt, in der Maria gelebt hat. Ein Altar ist dort aufgestellt worden“. Auch der gallische Bischof Arculf sah im Jahre 670 zwei „sehr große Kirchen“ in Nazareth. Zur Zeit der Kreuzfahrer waren jedoch alle christlichen Stätten in Nazareth und die gesamte Stadt seit der Eroberung durch die Sarazenen verwüstet.
Die Kreuzfahrer errichteten eine neue Kathedrale, die jedoch bereits 1170 bei einem Erdbeben beschädigt wurde. Am 25. März 1251, dem Tag der Verkündigung des Herrn, nahm der französische König Ludwig IX. an der Festtagsmesse in der Basilika teil.
Im Jahr 1263 wurde Nazareth erneut und nun endgültig von den Mameluken erobert und die Verkündigungsbasilika wie alle anderen Kirchen auf Befehl des Sultans zerstört.
1620 konnten die Franziskaner die Ruinen der Kathedrale und der Grotte erwerben. 1730 wurde eine Kirche errichtet, die 1877 vergrößert und ab 1955 durch einen Neubau ersetzt wurde, der als der größte christliche Sakralraum im Nahen Osten gilt. Weil die Grösse der Basilika den Muslimen nicht gefällt, haben sie auf dem freien Platz daneben eine provisorische Moschee als Zelt aufgestellt und möchten ein überragendes Bauwerk erzwingen. Wieder ein Objekt zum Streiten!
Loretokapellen

Basilika vom Heilgen Haus in Loreto,
Bild: Maceratesi olivier, Public domain, via Wikimedia Commons
Nachdem Jerusalem 1244 von den Muslimen eingenommen und der letzte Kreuzzug gescheitert war, versuchten die Kreuzritter, von den Heiligen Orten des Christentums in Palästina zu retten, was noch zu retten war, darunter auch das „Haus Mariens“ in Nazareth. Nach einer im 15. Jahrhundert entstandenen Legende sollen Engel das kleine Haus, in dem Maria in Nazareth gewohnt hat, im Jahr 1291 von Nazareth zunächst nach Trsat / Tersatto (heute Ortsteil von Rijeka / Kroatien) und dann 1294 in die Nähe von Recanati bei Ancona transportiert haben.

Das Bild des «Fliegenden Hauses» ist auf der Predella der Freiburger Loretokapelle dargestellt.
Dieser Bericht ist eine für die Zeit typische Wundererzählung, die im Jahr 1468 von dem damaligen Propst in Loreto aufgeschrieben wurde. Vermutlich kommt gründet die Legende aber auf eine Namensverwechslung, denn in einer Sammlung von Urkunden der Adelsfamilie der Angeloi im Vatikan, wird von einem Nikephoros Angeloi berichtet, der „heilige Steine, die aus dem Haus Unserer Lieben Frau … weggenommen worden sind“, seiner Tochter Thamar im Jahr 1294 geschenkt hat.
Das „Heilige Haus“ gelangte dann von Recanati nach Loreto, wo man es zu einer Kapelle umbaute und Santa Casa von Loreto nannte, wahrscheinlich nach dem dortigen Lorbeerhain (lat. lauretum).

Die Loretokapelle innerhalb der Basilika, Bild: Zorro2212, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Dort wurden die «heiligen Steine», wiederaufgebaut. Das «heilige Haus» wurde weiter vergrössert und erhöht, erhielt 1507 eine Marmorverkleidung und wurde zwischen 1468 und 1587 durch eine kreuzförmige Kuppelbasilika mit repräsentativer Fassade überbaut. Loreto zog grosse Pilgerscharen an und wurde seit dem 14. Jahrhundert eine Art religiöses Touristenzentrum, zumal die Reise dorthin seit 1291 der Reise ins Heilige Land praktisch gleichgesetzt wurde, viel näher lag und weniger gefährlich war.
Im 17. Jahrhundert begann nördlich der Alpen ein Bauboom von Loretoheiligtümern nach dem Vorbild der Sancta Casa.

In der Schweiz war die Loretokapelle von Freiburg i.Ue. die erste auf Schweizer Boden. Weitere Loretoheiligtümer folgten, z.B. in Solothurn und in:


…Hergiswald (Kanton Luzern), wo die Nachbildung der Sancta Casa ebenfalls im Innern der Wallfahrtskirche steht.

Auf dem Retabel des Altars in der Hergiswalder Kirche ist ein besonders liebliches Bild, wo in Marias Haus gerade hilfreiche Frauen das Jesuskind baden, während Maria noch im Wochenbett umsorgt wird.
Die Texte dieser Betrachtung stammen aus Wikipedia und von eigenen Besuchen an den Orten in der Nähe.
Zitat von Erwin am 24. Dezember 2025, 8:26 UhrWann ist Weihnachten
Wenn die Gützli gebacken sind,
Wenn alle Geschenke besorgt sind,
Wenn der Christbaum steht und geschmückt ist,
Wenn die Zutaten für die Festessen im Kühlschrank stehen,
Wenn das Haus herausgeputzt und die für die Gästeschar bereit ist,
Wenn auch die Weihnachtskrippe mit allen Protagonisten bevölkert wurde,
Wenn die Adventskerzen heruntergebrannt sind und wie überlange Hosenstösse aussehen, („Hosenstoss“, schweizerisch gemäss Duden = „Hosenumschlag“ und der steht dort gerade vor „Hosianna“, womit wir wieder bei Weihnachten angekommen wären)
Appenzeller Engel-Chörli,
https://youtu.be/qH8SqLH0FUM?si=URnMvXT16cf7CKnp
Wenn dann die Chöre der Engel, die kirchlichen und auch die weltlichen ihr Hosianna anstimmen,
um damit ihre Freude an der Geburt eines Kindes vor zweitausendfünfundzwanzig Jahren auszudrücken,Dann ist Weihnachten und es sollte Friede auf Erden sein, für Menschen die guten Willens sind.
Allen treuen Lesern und Leserinnen der Website SeniorBern
und auch allen treuen
BäreHöck-Gästen wünsche ich
Frohe Weihnachten.
Erwin
Wann ist Weihnachten
Wenn die Gützli gebacken sind,
Wenn alle Geschenke besorgt sind,
Wenn der Christbaum steht und geschmückt ist,
Wenn die Zutaten für die Festessen im Kühlschrank stehen,
Wenn das Haus herausgeputzt und die für die Gästeschar bereit ist,
Wenn auch die Weihnachtskrippe mit allen Protagonisten bevölkert wurde,

Wenn die Adventskerzen heruntergebrannt sind und wie überlange Hosenstösse aussehen, („Hosenstoss“, schweizerisch gemäss Duden = „Hosenumschlag“ und der steht dort gerade vor „Hosianna“, womit wir wieder bei Weihnachten angekommen wären)
Appenzeller Engel-Chörli,
Wenn dann die Chöre der Engel, die kirchlichen und auch die weltlichen ihr Hosianna anstimmen,
um damit ihre Freude an der Geburt eines Kindes vor zweitausendfünfundzwanzig Jahren auszudrücken,
Dann ist Weihnachten und es sollte Friede auf Erden sein, für Menschen die guten Willens sind.
Allen treuen Lesern und Leserinnen der Website SeniorBern
und auch allen treuen
BäreHöck-Gästen wünsche ich
Frohe Weihnachten.
Erwin
