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Adventskalender 2025
Zitat von Erwin am 10. Dezember 2025, 10:01 UhrSamichlous
In katholischen Gebieten ist die Gestalt des heiligen Bischofs Nikolaus mit ihrem Ornat (Albe und Chormantel), dem Bischofsstab und der Mitra üblich. Im 19. Jh. traten an die Stelle des liturgischen Gewands Mantel und Zipfelmütze, wie wir sie als die Ausstaffierung des Samichlaus kennen. Für seinen Begleiter flossen möglicherweise Elemente von Knecht Ruprecht und Wintergestalten wie dem rauen Percht mit ein.
Der 1840 im pfälzischen Landau geborene und nach New York ausgewanderte Deutsch-Amerikaner Thomas Nast, wurde in den Vereinigten Staaten als Karikaturist bekannt. Er zeichnete Weihnachten 1863 während des Amerikanischen Bürgerkrieges für das Magazin Harper’s Weekly einen alten, bärtigen Mann, der vom Schlitten herab die Soldaten der Unionstruppen beschenkt.
Seine Vorstellung vom Weihnachtsmann ging auf den pfälzischen „Belzenickel“ zurück, die er noch aus Kindheitstagen kannte. Als er später dazu aufgefordert wurde, seine Zeichnung zu kolorieren, wählte er die Farben rot und weiß. Später wurde daraus der Pfeife rauchende gemütliche und fidele Alte. 1923 wurde nach dieser Vorlage im Zuge für eine Werbekampagne eines New Yorker Getränkehersteller der heute bekannte Weihnachtsmann, der dann von CocaCola nochmals zum heute üblichen Weihnachtsmann neugestaltet wurde.
Samichlous
In katholischen Gebieten ist die Gestalt des heiligen Bischofs Nikolaus mit ihrem Ornat (Albe und Chormantel), dem Bischofsstab und der Mitra üblich. Im 19. Jh. traten an die Stelle des liturgischen Gewands Mantel und Zipfelmütze, wie wir sie als die Ausstaffierung des Samichlaus kennen. Für seinen Begleiter flossen möglicherweise Elemente von Knecht Ruprecht und Wintergestalten wie dem rauen Percht mit ein.

Der 1840 im pfälzischen Landau geborene und nach New York ausgewanderte Deutsch-Amerikaner Thomas Nast, wurde in den Vereinigten Staaten als Karikaturist bekannt. Er zeichnete Weihnachten 1863 während des Amerikanischen Bürgerkrieges für das Magazin Harper’s Weekly einen alten, bärtigen Mann, der vom Schlitten herab die Soldaten der Unionstruppen beschenkt.

Seine Vorstellung vom Weihnachtsmann ging auf den pfälzischen „Belzenickel“ zurück, die er noch aus Kindheitstagen kannte. Als er später dazu aufgefordert wurde, seine Zeichnung zu kolorieren, wählte er die Farben rot und weiß. Später wurde daraus der Pfeife rauchende gemütliche und fidele Alte. 1923 wurde nach dieser Vorlage im Zuge für eine Werbekampagne eines New Yorker Getränkehersteller der heute bekannte Weihnachtsmann, der dann von CocaCola nochmals zum heute üblichen Weihnachtsmann neugestaltet wurde.
Zitat von Erwin am 11. Dezember 2025, 9:40 UhrDer Herrnhuter Weihnachtsstern gilt heute als Erster seiner Art. Entstanden ist er zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Protestantische Glaubensflüchtlinge aus Mähren hatten die Herrnhuter Brüdergemeine im Jahre 1732 gegründet. Im Internat der Brüdergemeine im ostsächsischen Herrnhut erfuhren die Kinder weitgereister Missionare eine gute Schulbildung. Diese litten jedoch unter der Trennung von ihren Eltern, vor allem zur Weihnachtszeit, dem traditionellen Fest der Familie. Deshalb liessen sich die Erzieher der Schule etwas einfallen: Als Symbol für die biblische Geschichte wurde der Stern in den Unterricht eingebunden. Im Mathematikunterricht vermittelte das Basteln der Himmelskörper geometrisches und räumliches Verständnis. Mit den fertigen Papiersternen schmückten die Kinder anschliessend ihre Stuben.
Hier auf Wikipedia ist die ganze Geschichte zu finden: Klick aufs Bild!
Herrnhuter Sterne am Dresdner Stritzelmarkt:
Ulrich van Stipriaan, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia CommonsDie ersten Herrnhuter Sterne dieser Art erstrahlten in den Farben Weiss und Rot. Mit der Zeit etablierte sich daraus eine bereits weltweite Tradition. Sterne in allen Grössen und Farbvarianten findet man überall. Einer der grössten mit 2.5 Meter wurde der Kanzlerin Angela Merkel geschenkt und hängt seither im Berliner Kanzleramt. Doch ich habe auf den Weihnachtsmärkten keinen gefunden und deshalb beschlossen selbst einen nach einer Internet-Anleitung zu basteln.
Nach der Anleitung auf eine Halkarton in A3 Grösse auf 50 mm Raster übertragen...
Auschneiden und falzen für den Kernwürfel...
Ebenso mit den Spitzen...
Die zusammengeklebten Spitzen auf den Kernwürfel kleben ist dabei die heikelste Arbeit...
Das fertige Werk, nach dreitägiger Arbeit. Auch eine Art Medidation bei gleichzeitigem Anhören des Weihnachtsoratoriums und geduldiger Konzentration.
Nachtrag: Gerade lese ich, dass die Original Herrnhuter Sterne im Haus der Religionen in Bern am Empfang erhältlich sind.
Der Herrnhuter Weihnachtsstern gilt heute als Erster seiner Art. Entstanden ist er zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Protestantische Glaubensflüchtlinge aus Mähren hatten die Herrnhuter Brüdergemeine im Jahre 1732 gegründet. Im Internat der Brüdergemeine im ostsächsischen Herrnhut erfuhren die Kinder weitgereister Missionare eine gute Schulbildung. Diese litten jedoch unter der Trennung von ihren Eltern, vor allem zur Weihnachtszeit, dem traditionellen Fest der Familie. Deshalb liessen sich die Erzieher der Schule etwas einfallen: Als Symbol für die biblische Geschichte wurde der Stern in den Unterricht eingebunden. Im Mathematikunterricht vermittelte das Basteln der Himmelskörper geometrisches und räumliches Verständnis. Mit den fertigen Papiersternen schmückten die Kinder anschliessend ihre Stuben.
Hier auf Wikipedia ist die ganze Geschichte zu finden: Klick aufs Bild!
Herrnhuter Sterne am Dresdner Stritzelmarkt:
Ulrich van Stipriaan, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Die ersten Herrnhuter Sterne dieser Art erstrahlten in den Farben Weiss und Rot. Mit der Zeit etablierte sich daraus eine bereits weltweite Tradition. Sterne in allen Grössen und Farbvarianten findet man überall. Einer der grössten mit 2.5 Meter wurde der Kanzlerin Angela Merkel geschenkt und hängt seither im Berliner Kanzleramt. Doch ich habe auf den Weihnachtsmärkten keinen gefunden und deshalb beschlossen selbst einen nach einer Internet-Anleitung zu basteln.

Nach der Anleitung auf eine Halkarton in A3 Grösse auf 50 mm Raster übertragen...

Auschneiden und falzen für den Kernwürfel...

Ebenso mit den Spitzen...

Die zusammengeklebten Spitzen auf den Kernwürfel kleben ist dabei die heikelste Arbeit...

Das fertige Werk, nach dreitägiger Arbeit. Auch eine Art Medidation bei gleichzeitigem Anhören des Weihnachtsoratoriums und geduldiger Konzentration.
Nachtrag: Gerade lese ich, dass die Original Herrnhuter Sterne im Haus der Religionen in Bern am Empfang erhältlich sind.
Zitat von Erwin am 12. Dezember 2025, 9:41 UhrBethlehem
Wie heimelig und friedlich ist es hier in Bern-Bethlehem.
Auf Frieden hoffen auch die Menschen in Bethlehem, der «nicht geringsten unter den Fürstenstädten Judas, in der Jesus geboren werden sollte,» wie es geschrieben steht unter Matth. 2,6.
Seit dem schrecklichen Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 ist Bethlehem kein Ort mehr, der von tausenden Besuchern lebt. Hinter hohen Mauern versuchen die Menschen ohne Einkommen aus dem Tourismus zu überleben. Dazu ist hier im Zürcher Forum-Magazin ein lesenswerter Artikel erschienen.
https://www.forum-magazin.ch/magazin/20251203-bethlehem-2025/
Bethlehem

Wie heimelig und friedlich ist es hier in Bern-Bethlehem.
Auf Frieden hoffen auch die Menschen in Bethlehem, der «nicht geringsten unter den Fürstenstädten Judas, in der Jesus geboren werden sollte,» wie es geschrieben steht unter Matth. 2,6.
Seit dem schrecklichen Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 ist Bethlehem kein Ort mehr, der von tausenden Besuchern lebt. Hinter hohen Mauern versuchen die Menschen ohne Einkommen aus dem Tourismus zu überleben. Dazu ist hier im Zürcher Forum-Magazin ein lesenswerter Artikel erschienen.
https://www.forum-magazin.ch/magazin/20251203-bethlehem-2025/
Zitat von Erwin am 13. Dezember 2025, 11:45 UhrNur kurz:
Heute muss ich noch die Krippe aufstellen, zunächst nur mit den selbstgeschnitzten Sachen. Nur kein Stress!!
Nur kurz:

Heute muss ich noch die Krippe aufstellen, zunächst nur mit den selbstgeschnitzten Sachen. Nur kein Stress!!
Zitat von Erwin am 14. Dezember 2025, 10:07 UhrOh Tannenbaum
Obwohl die mit Kerzen und Kugeln geschmückten Tannenbäume zunehmend durch praktische Kunststoffbäumchen und grelle LED-Licht Gehänge ersetzt werden, sind die natürlich gewachsenen Nadelbäume noch immer in den meisten Wohnungen unverzichtbar.
Bild gemeinfrei aus Wikimedia Commons
Wie es in einem kürzlich zu lesendem Bericht heisst, sind vor allem im Tessin und in der Romandie die künstlichen Tännchen beliebt. Mit ihren vorinstallierten Lämpchen und Schmuckteilen, können sie wie ein Regenschirm aufgespannt und auch schnell wieder versorgt werden. Praktisch! Den fehlenden Harzgeruch kann man mit einem dazugekauften Spray beifügen.
Wir besorgen unseren Christbaum seit Jahrzehnten bei einem benachbarten Bauern, der sich damit einen kleinen Nebenverdienst beschafft. In seinem Angebot hat es meistens Fichten- und wenige Weisstannenbäumchen. Damit ist er keine Konkurrenz zur Auswahl der Grossmärkte, aber mir genügt ein bescheidenes Fichtenbäumchen. Früher reichten bei uns die Christbäume vom Boden bis zur Decke, jetzt ist die Familie mit den Enkelkindern angewachsen und in der Stube wird es enger.
Die Nordmanntanne ist heute die meistgenutzte Baumart als Weihnachtsbaum. Benannt wurde die Nordmann-Tanne im Jahre 1842 nach dem finnischen Biologen Alexander von Nordmann (1803–1866). Nordmann hatte sie 1835 im Kaukasus entdeckt. Aufgrund ihrer Herkunft heisst sie auch Kaukasus-Tanne. Hier eine bei unserem Bauern, der mittlerweile auch Nordmanntannen aus eigenem Anbau anbietet. Ihr dichtes Nadelkleid macht sie so beliebt.
Wichtigster Weihnachtsbaumproduzent ist Dänemark mit rund 4.000 (Gross-)Produzenten und einem Bestand von gut 100 Millionen Nordmann-Tannen, von denen jährlich etwa 5 Millionen exportiert werden. In der Schweiz werden im Jahr schätzungsweise 1,2 bis 1,4 Millionen Weihnachtsbäume verkauft, wovon 45 bis 50 Prozent aus heimischem Anbau stammen.
Bild gemeinfrei aus Wikimedia CommonsDieses Bild sollte als früherster Beweis für den Christbaum dienen, aber es entstand erst 1860.
Die Geschichte des Weihnachtsbaums beginnt später, nämlich im Elsass. Als ein Unbekannter um die Weihnachtszeit 1605 nach Straßburg kam, notierte er verwundert in sein Reisetagebuch: "Auff Weihnachten richtett man Dannenbäum zu Straszburg in den stuben auff daran henket man roszen aus vielfarbigem papier geschnitten, Aepfel, Oblaten, Zischgold, Zucker." Für Historiker ist dies der älteste Beleg für die Existenz eines geschmückten Christbaumes.
Dabei stand am Anfang seltsamerweise ein Obstbaum. Der 24. Dezember ist nämlich Adam-und-Eva-Tag. So kam ein Paradiesbaum in die Kirchen wo nicht weit davon entfernt die Krippe mit dem Jesuskind stand. Denn wie durch Adam und Eva das Paradies verloren gegangen war, wurde es durch Jesus zurückgewonnen.
Christbäume galten noch lange als Rarität. Für die breite Bevölkerung wurde der festlich geschmückte Weihnachtsbaum erst im 20. Jahrhundert populär.
Der Christbaum war zuerst ein evangelischer Brauch. Die Katholiken hatten Krippen. In den katholischen Gebieten erfuhr der geschmückte Baum erst in der Nachkriegszeit breite Akzeptanz.
Auch in der Romandie und im Tessin, wo der Weihnachtsbaum um 1940 noch kaum bekannt war, wurde dieser Brauch erst relativ spät eingeführt.
Oh Tannenbaum
Obwohl die mit Kerzen und Kugeln geschmückten Tannenbäume zunehmend durch praktische Kunststoffbäumchen und grelle LED-Licht Gehänge ersetzt werden, sind die natürlich gewachsenen Nadelbäume noch immer in den meisten Wohnungen unverzichtbar.

Bild gemeinfrei aus Wikimedia Commons
Wie es in einem kürzlich zu lesendem Bericht heisst, sind vor allem im Tessin und in der Romandie die künstlichen Tännchen beliebt. Mit ihren vorinstallierten Lämpchen und Schmuckteilen, können sie wie ein Regenschirm aufgespannt und auch schnell wieder versorgt werden. Praktisch! Den fehlenden Harzgeruch kann man mit einem dazugekauften Spray beifügen.

Wir besorgen unseren Christbaum seit Jahrzehnten bei einem benachbarten Bauern, der sich damit einen kleinen Nebenverdienst beschafft. In seinem Angebot hat es meistens Fichten- und wenige Weisstannenbäumchen. Damit ist er keine Konkurrenz zur Auswahl der Grossmärkte, aber mir genügt ein bescheidenes Fichtenbäumchen. Früher reichten bei uns die Christbäume vom Boden bis zur Decke, jetzt ist die Familie mit den Enkelkindern angewachsen und in der Stube wird es enger.

Die Nordmanntanne ist heute die meistgenutzte Baumart als Weihnachtsbaum. Benannt wurde die Nordmann-Tanne im Jahre 1842 nach dem finnischen Biologen Alexander von Nordmann (1803–1866). Nordmann hatte sie 1835 im Kaukasus entdeckt. Aufgrund ihrer Herkunft heisst sie auch Kaukasus-Tanne. Hier eine bei unserem Bauern, der mittlerweile auch Nordmanntannen aus eigenem Anbau anbietet. Ihr dichtes Nadelkleid macht sie so beliebt.
Wichtigster Weihnachtsbaumproduzent ist Dänemark mit rund 4.000 (Gross-)Produzenten und einem Bestand von gut 100 Millionen Nordmann-Tannen, von denen jährlich etwa 5 Millionen exportiert werden. In der Schweiz werden im Jahr schätzungsweise 1,2 bis 1,4 Millionen Weihnachtsbäume verkauft, wovon 45 bis 50 Prozent aus heimischem Anbau stammen.

Bild gemeinfrei aus Wikimedia Commons
Dieses Bild sollte als früherster Beweis für den Christbaum dienen, aber es entstand erst 1860.
Die Geschichte des Weihnachtsbaums beginnt später, nämlich im Elsass. Als ein Unbekannter um die Weihnachtszeit 1605 nach Straßburg kam, notierte er verwundert in sein Reisetagebuch: "Auff Weihnachten richtett man Dannenbäum zu Straszburg in den stuben auff daran henket man roszen aus vielfarbigem papier geschnitten, Aepfel, Oblaten, Zischgold, Zucker." Für Historiker ist dies der älteste Beleg für die Existenz eines geschmückten Christbaumes.
Dabei stand am Anfang seltsamerweise ein Obstbaum. Der 24. Dezember ist nämlich Adam-und-Eva-Tag. So kam ein Paradiesbaum in die Kirchen wo nicht weit davon entfernt die Krippe mit dem Jesuskind stand. Denn wie durch Adam und Eva das Paradies verloren gegangen war, wurde es durch Jesus zurückgewonnen.

Christbäume galten noch lange als Rarität. Für die breite Bevölkerung wurde der festlich geschmückte Weihnachtsbaum erst im 20. Jahrhundert populär.
Der Christbaum war zuerst ein evangelischer Brauch. Die Katholiken hatten Krippen. In den katholischen Gebieten erfuhr der geschmückte Baum erst in der Nachkriegszeit breite Akzeptanz.
Auch in der Romandie und im Tessin, wo der Weihnachtsbaum um 1940 noch kaum bekannt war, wurde dieser Brauch erst relativ spät eingeführt.
Zitat von Erwin am 15. Dezember 2025, 8:16 UhrSchlehdorn
Heuer haben wir wieder einmal Schlehen für einen Likör angesetzt. In Rezepten wird dazu ein hochprozentiger Schnaps empfohlen in dem die Früchte für mehrere Wochen liegen und ihre Inhaltstoffe abgeben sollen.
Wir haben einen schwächeren Brand eingesetzt und mit Zucker verrührt. Das ist bei früheren Versuchen ganz gut gelungen. Die Schlehen haben wir an einem Feldrain oberhalb des Dorfs gefunden.
Bild: Schlehen
Man darf Wildfrüchte genau wie Pilze frei ernten, dies nur nebenbei. Leider findet man solch üppig fruchtende Sträucher immer seltener, deshalb haben wir auch nur die Hälfte der reichlich vorhandenen Früchte gepflückt und die übrigen den Vögeln und Mäusen überlassen. Wer schon einmal eine Schlehe versucht hat weiss, dass sie im Mund sonderbar schmecken, sie ziehen einem alle Löcher zusammen wie es heisst. Beim Likör ist das nicht mehr so. Im freiburgische Dorf Rechthalten sind noch auffällig viele dieser Feldraine erhalten geblieben und sind zu Recht als Landschaftsbild von nationaler Bedeutung eingestuft.
Bild: Rechthalten
In meiner Kinderzeit hatte es auf den Fluren in unserem Dorf noch viele dieser Feldraine, die hauptsächlich aus dem auch Schwarzdorn genannten Schlehdorn bestanden. Mit der Flurbereinigung (Melioration) wurden die angeblich nutzlosen Hecken entfernt und die Raine eingeebnet, was eine für die rationelle Feldarbeit hilfreiche Massnahme war, aber der Natur schadete. Seither sind die damals noch häufig anzutreffenden Rebhühner verschwunden und Feldlerchen gibt es auch keine mehr.
Bundesarchiv, Bild 183-2005-0626-507 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons
Damals zog der Dorfschäfer noch mit den Schafen an den verschiedenen Triften entlang. An den Schaftriften standen hohe Birnbäume, deren Birnen nur zum Schnapsbrennen und Schweinfutter zu gebrauchen waren, gelegentlich wuchs da auch eine Königskerze und sonst nur kurzer Rasen und Thymiankraut. Inzwischen sind diese Trockenrasenstreifen zugewachsen und Schafe werden dort keine mehr vorbei getrieben.
Bild: Schäferfigur aus meiner Krippe
Für seinen Hirtenstab, der Schäferschippe, schnitt sich gelegentlich der Schäfer einen gerade gewachsenen Trieb vom Schlehdorn aus den Hecken am Rand der Triften. Er hatte den über mehrere Jahre bei seinen Wanderungen beobachtet und die Seitentriebe immer weggeschnitten, bis die richtige Länge für seinen Zweck erreicht war. Der Stab diente ihm dann zum einen als Wurfschleuder, wo er mit der Schippe einen Erdklumpen nach nebenausfressenden Schafen oder unfolgsamen Hunden warf, oder zum anderen als Körperstütze unter dem Kinn gebrauchte, sozusagen als drittes Bein. Deswegen habe man die Schäfer auch leicht an der Hornhaut unter ihrem Kinn erkennen können, so hiess es.
Schlehdorn
Heuer haben wir wieder einmal Schlehen für einen Likör angesetzt. In Rezepten wird dazu ein hochprozentiger Schnaps empfohlen in dem die Früchte für mehrere Wochen liegen und ihre Inhaltstoffe abgeben sollen.

Wir haben einen schwächeren Brand eingesetzt und mit Zucker verrührt. Das ist bei früheren Versuchen ganz gut gelungen. Die Schlehen haben wir an einem Feldrain oberhalb des Dorfs gefunden.
Bild: Schlehen
Man darf Wildfrüchte genau wie Pilze frei ernten, dies nur nebenbei. Leider findet man solch üppig fruchtende Sträucher immer seltener, deshalb haben wir auch nur die Hälfte der reichlich vorhandenen Früchte gepflückt und die übrigen den Vögeln und Mäusen überlassen. Wer schon einmal eine Schlehe versucht hat weiss, dass sie im Mund sonderbar schmecken, sie ziehen einem alle Löcher zusammen wie es heisst. Beim Likör ist das nicht mehr so. Im freiburgische Dorf Rechthalten sind noch auffällig viele dieser Feldraine erhalten geblieben und sind zu Recht als Landschaftsbild von nationaler Bedeutung eingestuft.

Bild: Rechthalten
In meiner Kinderzeit hatte es auf den Fluren in unserem Dorf noch viele dieser Feldraine, die hauptsächlich aus dem auch Schwarzdorn genannten Schlehdorn bestanden. Mit der Flurbereinigung (Melioration) wurden die angeblich nutzlosen Hecken entfernt und die Raine eingeebnet, was eine für die rationelle Feldarbeit hilfreiche Massnahme war, aber der Natur schadete. Seither sind die damals noch häufig anzutreffenden Rebhühner verschwunden und Feldlerchen gibt es auch keine mehr.

Bundesarchiv, Bild 183-2005-0626-507 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons
Damals zog der Dorfschäfer noch mit den Schafen an den verschiedenen Triften entlang. An den Schaftriften standen hohe Birnbäume, deren Birnen nur zum Schnapsbrennen und Schweinfutter zu gebrauchen waren, gelegentlich wuchs da auch eine Königskerze und sonst nur kurzer Rasen und Thymiankraut. Inzwischen sind diese Trockenrasenstreifen zugewachsen und Schafe werden dort keine mehr vorbei getrieben.

Bild: Schäferfigur aus meiner Krippe
Für seinen Hirtenstab, der Schäferschippe, schnitt sich gelegentlich der Schäfer einen gerade gewachsenen Trieb vom Schlehdorn aus den Hecken am Rand der Triften. Er hatte den über mehrere Jahre bei seinen Wanderungen beobachtet und die Seitentriebe immer weggeschnitten, bis die richtige Länge für seinen Zweck erreicht war. Der Stab diente ihm dann zum einen als Wurfschleuder, wo er mit der Schippe einen Erdklumpen nach nebenausfressenden Schafen oder unfolgsamen Hunden warf, oder zum anderen als Körperstütze unter dem Kinn gebrauchte, sozusagen als drittes Bein. Deswegen habe man die Schäfer auch leicht an der Hornhaut unter ihrem Kinn erkennen können, so hiess es.
Zitat von Erwin am 16. Dezember 2025, 8:39 UhrWeihnachtsweg
Eine Krippenausstellung der besonderen Art ist im Park vom Schloss Jegenstorf noch bis 11. Januar zu sehen.
In sechs Schaukästen werden Szenen der Weihnachtsgeschichte mit Schwarzenberger Krippenfiguren von Ruth Erne und Barbara Ruf (creatraum.ch) gezeigt.
Nach einbruch der Dunkelheit werden die Schaukästen beleuchtet.
Der Weihnachtsweg ist täglich bis 21:00 Uhr geöffnet.
Über die Schwarzenberger Krippenfigugen und ihre Geschichte werde ich morgen berichten.
Weihnachtsweg
Eine Krippenausstellung der besonderen Art ist im Park vom Schloss Jegenstorf noch bis 11. Januar zu sehen.

In sechs Schaukästen werden Szenen der Weihnachtsgeschichte mit Schwarzenberger Krippenfiguren von Ruth Erne und Barbara Ruf (creatraum.ch) gezeigt.

Nach einbruch der Dunkelheit werden die Schaukästen beleuchtet.

Der Weihnachtsweg ist täglich bis 21:00 Uhr geöffnet.


Über die Schwarzenberger Krippenfigugen und ihre Geschichte werde ich morgen berichten.
Zitat von Erwin am 17. Dezember 2025, 9:35 UhrSchwarzenberger Biblische Figuren
Die ersten Figuren entwickelte 1964 Schwester Anita Derungs, eine Nonne im Kloster Ilanz die damals dort Erzieherin war. Auf Anregung der damaligen Präsidentin des Müttervereins in Graubünden Frau Fryberg-Candinas entstanden die beweglichen Figuren für eine Weihnachtskrippe, welche Frauen selber herstellen und nach Hause in ihre Familien nehmen könnten.
Sora Anita Derungs in einem Beitrag von Radiotelevisiun Svizzra Rumantsch. Klick aufs Bild
Schwester Anita verstarb 100 jährig im Jahr 2020Von diesen beweglichen Krippenfiguren von Sr. Anita erfuhr Frau Josy Brunner, die Leiterin des 1960 gegründeten «Hauses der Mütter» auf dem Schwarzenberg ob Malters LU. Bald darauf folgte der erste Krippenfiguren-Kurs unter der Leitung der beiden Frauen auf dem Schwarzenberg. Dabei spielte das Recht auf Bildung für Frauen im damaligen internationalen revolutionären Zeitgeist eine wichtige Rolle, (die Schweiz kannte das Frauenstimmrecht noch nicht).
Danach beteiligten sich viele Frauen an der Weiterentwicklung und Verbesserung der biblischen Figuren. Von dort aus verbreiteten sich die Figuren bis in unsere Nachbarländer. Die Herstellung von Figuren werden heute in Werkkursen unter Anleitung von ausgebildeten Kursleiterinnen angeboten. In den Kursen wird neben der Anfertigung auch der Umgang mit den Figuren geübt.
Inzwischen sind die «Schwarzenberger biblischen Figuren», wie sie unterdessen genannt werden, überall zu sehen und haben die traditionellen Krippendarstellungen in alpenländischer oder napolitanischer Art verdrängt.
Die Geschmäcker ändern sich und nichts ist beständiger als der Wandel, hat schon Heraklit von Ephesus gesagt.
Schwarzenberger Biblische Figuren
Die ersten Figuren entwickelte 1964 Schwester Anita Derungs, eine Nonne im Kloster Ilanz die damals dort Erzieherin war. Auf Anregung der damaligen Präsidentin des Müttervereins in Graubünden Frau Fryberg-Candinas entstanden die beweglichen Figuren für eine Weihnachtskrippe, welche Frauen selber herstellen und nach Hause in ihre Familien nehmen könnten.
Sora Anita Derungs in einem Beitrag von Radiotelevisiun Svizzra Rumantsch. Klick aufs Bild
Schwester Anita verstarb 100 jährig im Jahr 2020
Von diesen beweglichen Krippenfiguren von Sr. Anita erfuhr Frau Josy Brunner, die Leiterin des 1960 gegründeten «Hauses der Mütter» auf dem Schwarzenberg ob Malters LU. Bald darauf folgte der erste Krippenfiguren-Kurs unter der Leitung der beiden Frauen auf dem Schwarzenberg. Dabei spielte das Recht auf Bildung für Frauen im damaligen internationalen revolutionären Zeitgeist eine wichtige Rolle, (die Schweiz kannte das Frauenstimmrecht noch nicht).


Danach beteiligten sich viele Frauen an der Weiterentwicklung und Verbesserung der biblischen Figuren. Von dort aus verbreiteten sich die Figuren bis in unsere Nachbarländer. Die Herstellung von Figuren werden heute in Werkkursen unter Anleitung von ausgebildeten Kursleiterinnen angeboten. In den Kursen wird neben der Anfertigung auch der Umgang mit den Figuren geübt.
Inzwischen sind die «Schwarzenberger biblischen Figuren», wie sie unterdessen genannt werden, überall zu sehen und haben die traditionellen Krippendarstellungen in alpenländischer oder napolitanischer Art verdrängt.
Die Geschmäcker ändern sich und nichts ist beständiger als der Wandel, hat schon Heraklit von Ephesus gesagt.
Zitat von Erwin am 18. Dezember 2025, 9:27 UhrIn dieser Adventszeit ist es fast unmöglich kein Konzert zu besuchen, denn alle Chöre, Musikgesellschaften und Orchester haben ein Weihnachtsprogram einstudiert, das jetzt vor Publikum vorgeführt wird. Wir hatten das Vergnügen ein spezielles Weihnachtskonzert der Musikschulen Köniz in der Franziskuskirche Zollikofen zu erleben.
Begonnen hat es mit den Kleinsten, ein Streicher-Ensemble mit über zwanzig Kindern aus der Unterstufe, die ihr bereits eifrig erarbeitetes Können darboten. Dann folgten die bereits weiter fortgeschrittenen Kinder aus den oberen Klassen mit eigenen Stücken und auch mit den Kleinen zusammen. Alle gaben im wechselnden Auftritt ihr Bestes.
Dann stiessen noch die Mädchen und Knaben der Singschule dazu, die auch bereits früher mit unserem eigenen Chor zusammen aufgetreten waren. Ihre qualitätsvollen Vorträge unterbrachen sie mit szenischen Einlagen. Zum Schluss versammelten sich alle, gegen achtzig Kinder noch einmal um gemeinsam mit den Besuchenden das Stille Nacht zu singen.
Mich hat der Eifer und die Begeisterung der Kinder beeindruckt.
In dieser Adventszeit ist es fast unmöglich kein Konzert zu besuchen, denn alle Chöre, Musikgesellschaften und Orchester haben ein Weihnachtsprogram einstudiert, das jetzt vor Publikum vorgeführt wird. Wir hatten das Vergnügen ein spezielles Weihnachtskonzert der Musikschulen Köniz in der Franziskuskirche Zollikofen zu erleben.
Begonnen hat es mit den Kleinsten, ein Streicher-Ensemble mit über zwanzig Kindern aus der Unterstufe, die ihr bereits eifrig erarbeitetes Können darboten. Dann folgten die bereits weiter fortgeschrittenen Kinder aus den oberen Klassen mit eigenen Stücken und auch mit den Kleinen zusammen. Alle gaben im wechselnden Auftritt ihr Bestes.

Dann stiessen noch die Mädchen und Knaben der Singschule dazu, die auch bereits früher mit unserem eigenen Chor zusammen aufgetreten waren. Ihre qualitätsvollen Vorträge unterbrachen sie mit szenischen Einlagen. Zum Schluss versammelten sich alle, gegen achtzig Kinder noch einmal um gemeinsam mit den Besuchenden das Stille Nacht zu singen.
Mich hat der Eifer und die Begeisterung der Kinder beeindruckt.
Zitat von Erwin am 19. Dezember 2025, 10:22 UhrAm Moossee
Endlich wieder einmal ohne Hochnebel, damit ist es klar, ich entfliehe der Enge des Hauses und werde mit leichter Ausrüstung den Moossee umrunden. Der Parkplatz am Freibad ist zur Sommerzeit gut besetzt, jetzt aber fast leer, trotzdem beuge ich mich der Parkgebührenpflicht und registriere mein Auto mit Parkingpay. Das hat sich am Ende gelohnt, denn bei der Rückkehr zeigte es sich, dass sehr wohl kontrolliert wird, denn unter verschiedenen Scheibenwischern waren Einzahlungsscheine eingeklemmt. Ich konnte mir selbst auf die Schulter klopfen.
Am Beginn des Rundwegs steht ein merkwürdiges Gebilde. Es ist eine Art Museum, das eigens für den im Moossee gefundenen Einbaum aus der Bronzezeit gebaut wurde. In der Vitrine unter der Verkleidung ist das älteste in der Schweiz gefundene Boot ausgestellt. Es wurde Mitte des 5. Jahrtausends v. Chr. aus einem Lindenstamm gebaut und hat mit seiner Länge von 5 Metern wohl sonst nirgends Platz gefunden.
Still ruht der See, die Vöglein schlafen…, so beginnt ein Lied das wir einmal in der Schule lernten.
Bis zur Fischzucht führt zwischen Röhricht der schmale Weg noch am Seeufer entlang, dann geht es abrupt der Büffelweide entlang, weit weg vom Ufer bis zur Seerose, dem bekannten Restaurant. Doch — einmal führt ein Steg direkt zum See wo man freie Sicht zum Wasser hat.
Auch dort wird dem einsamen Wanderer der Zutritt zum Ufer verwehrt, weil Privat. So geht es weiter um den ganzen See herum, überall entweder Naturschutzgebiet oder Privatgelände.
Hier, wo der kleine Moossee bereits das ebenfalls gesperrte Areal vom Golfplatz begrenzt, ist der Weg wohl schon seit es Motorfahrzeuge gibt gesperrt.
Einzig in der Badeanstalt wäre der Zugang zum Wasser möglich, aber auch mit hohen Zäunen versperrt. Ich habe selten so viele Verbotsschilder an einem Wanderweg gesehen.
Den Bewohnern hier wurde am 25. November ein Kind geschenkt, ein Kind namens Giulia, das dem Vater wohl sehr viel Freude bringt, denn der stellte gleich zwei hohe Tannenbäume auf.
Auch dieses Erlebnis gehört zur Adventszeit, nicht sehr weit weg von den geschäftigen Einkaufstempeln.
Am Moossee
Endlich wieder einmal ohne Hochnebel, damit ist es klar, ich entfliehe der Enge des Hauses und werde mit leichter Ausrüstung den Moossee umrunden. Der Parkplatz am Freibad ist zur Sommerzeit gut besetzt, jetzt aber fast leer, trotzdem beuge ich mich der Parkgebührenpflicht und registriere mein Auto mit Parkingpay. Das hat sich am Ende gelohnt, denn bei der Rückkehr zeigte es sich, dass sehr wohl kontrolliert wird, denn unter verschiedenen Scheibenwischern waren Einzahlungsscheine eingeklemmt. Ich konnte mir selbst auf die Schulter klopfen.

Am Beginn des Rundwegs steht ein merkwürdiges Gebilde. Es ist eine Art Museum, das eigens für den im Moossee gefundenen Einbaum aus der Bronzezeit gebaut wurde. In der Vitrine unter der Verkleidung ist das älteste in der Schweiz gefundene Boot ausgestellt. Es wurde Mitte des 5. Jahrtausends v. Chr. aus einem Lindenstamm gebaut und hat mit seiner Länge von 5 Metern wohl sonst nirgends Platz gefunden.


Still ruht der See, die Vöglein schlafen…, so beginnt ein Lied das wir einmal in der Schule lernten.

Bis zur Fischzucht führt zwischen Röhricht der schmale Weg noch am Seeufer entlang, dann geht es abrupt der Büffelweide entlang, weit weg vom Ufer bis zur Seerose, dem bekannten Restaurant. Doch — einmal führt ein Steg direkt zum See wo man freie Sicht zum Wasser hat.

Auch dort wird dem einsamen Wanderer der Zutritt zum Ufer verwehrt, weil Privat. So geht es weiter um den ganzen See herum, überall entweder Naturschutzgebiet oder Privatgelände.

Hier, wo der kleine Moossee bereits das ebenfalls gesperrte Areal vom Golfplatz begrenzt, ist der Weg wohl schon seit es Motorfahrzeuge gibt gesperrt.


Einzig in der Badeanstalt wäre der Zugang zum Wasser möglich, aber auch mit hohen Zäunen versperrt. Ich habe selten so viele Verbotsschilder an einem Wanderweg gesehen.

Den Bewohnern hier wurde am 25. November ein Kind geschenkt, ein Kind namens Giulia, das dem Vater wohl sehr viel Freude bringt, denn der stellte gleich zwei hohe Tannenbäume auf.
Auch dieses Erlebnis gehört zur Adventszeit, nicht sehr weit weg von den geschäftigen Einkaufstempeln.

