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Kleine Fluchten
Zitat von Erwin am 20. April 2024, 16:47 UhrAm Klaus-Leuenberger-Weg
Rüderswil im Emmental ist der Geburtsort des Bauernführers Niklaus Leuenberger. Den 1615 geborenen Bauernsohn wählten die aufständischen Bauern zu ihrem Anführer, als sie 1653 gegen die Stadtregierungen von Bern, Zürich und Luzern rebellierten. Als den "Gnädigen Herren" nach dem für sie ertragreichen, Dreissigjährigen Krieg die Einnahmen wegfielen, verlangten sie von den Bauern höhere Steuern. Die Bauern selbst hatten ebenfalls gut mit ihren Produkten am Krieg verdient und deswegen neue Gehöfte bauen können, meist mit Krediten, die sie dann nicht mehr bedienen konnten. Also versuchten sie mit ihrem Aufruhr die neuen Forderungen zu verhindern. Der Bauernkrieg scheiterte kläglich, die Anführer der Luzerner Bauern wurden hart bestraft, den Anführer der Emmentaler, den Klaus Leuenberger nahm man gefangen. Er wurde im Turm von Trachselwald eingekerkert, nach Bern zum Gericht gebracht und zum Tod verurteilt. Nach seiner Enthauptung wurde sein Körper gevierteilt und zur Abschreckung an den Stadtgrenzpfosten angenagelt. Soviel in Kürze zur Geschichte.
Erst gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts erinnerte man sich wieder an die Geschichte und stellte ein Leuenberger-Denkmal an den Dorfeingang von Rüderswil. Dort beginnt auch der zum 350-jährigen Gedenken an den Bauernkrieg eröffnete Wanderweg.
Eine mächtige Linde steht gegenüber der Kirche, sie sei damals um 1653 gepflanzt worden. Mit ihren über sechs Metern Umfang kann man das gerne glauben. Sie ist als Naturdenkmal mit dem Namen Leuenberger-Linde geschützt.
Eine zweite fast ebenso dicke Linde ist die Krämerhaus-Linde etwas weiter im Dorf. Dort beginnt der Anstieg hinauf über den Hügelkamm.
Alte Bauernhäuser, eines schöner als das andere, bilden den Dorfkern um die Kirche.
Mit einem alten Herrn haben wir uns kurz über seine Hühner und die Wetterlage unterhalten und sind dann zu den zwei Ahornbäumen hinaufgestiegen.
Blühende Kirschbäume überall.
Am Waldrand benutzen wir gerne das vor erst zwei Jahren aufgestellte Bänkchen zur Mittagsrast.
Weit schweift der Blick übers Dörfli und über die Emmentaler Höhenzüge.
Ganz bis Mützlenberg (Mütschlebrg) wollten wir nicht, wir sind vorher abgebogen, um über den Rüderswilberg wieder ins Tal zu kommen.
Drüben, am Gegenhang oben rechts kann man Leuenbergers Geburtshaus, den Hof Schönholz sehen. Geplant war der Strasse nach mit wenig Höhenunterschied, doch so verlockend schien der Weiterweg ins Tal des Goldbachs, dass wir gerne dort hinuntergingen. Ein fataler Fehler!
Denn nun mussten wir auf der stärker befahrenen Strasse von Baumen bis Niederbach laufen und dann auf der ebenfalls geteerten Passstrasse wieder hinauf auf den Rüderswilberg. Ein mühsamer Umweg!
Doch damit nicht genug, anstatt den direkten Weg zurück zum Ausgangspunkt zu nehmen, wählten wir einen weiteren Umweg über die Talebene und beim Ramseisteg über die Emme, um dann am anderen Ufer zum Ranflühsteg und zurück zum Auto zu gelangen.
Das gab bis zuletzt gut neun Kilometer mit 250 m Höhendifferenz, womit wir eindeutig unsere Leistungsgrenze ausgereizt hatten.
Am Klaus-Leuenberger-Weg
Rüderswil im Emmental ist der Geburtsort des Bauernführers Niklaus Leuenberger. Den 1615 geborenen Bauernsohn wählten die aufständischen Bauern zu ihrem Anführer, als sie 1653 gegen die Stadtregierungen von Bern, Zürich und Luzern rebellierten. Als den "Gnädigen Herren" nach dem für sie ertragreichen, Dreissigjährigen Krieg die Einnahmen wegfielen, verlangten sie von den Bauern höhere Steuern. Die Bauern selbst hatten ebenfalls gut mit ihren Produkten am Krieg verdient und deswegen neue Gehöfte bauen können, meist mit Krediten, die sie dann nicht mehr bedienen konnten. Also versuchten sie mit ihrem Aufruhr die neuen Forderungen zu verhindern. Der Bauernkrieg scheiterte kläglich, die Anführer der Luzerner Bauern wurden hart bestraft, den Anführer der Emmentaler, den Klaus Leuenberger nahm man gefangen. Er wurde im Turm von Trachselwald eingekerkert, nach Bern zum Gericht gebracht und zum Tod verurteilt. Nach seiner Enthauptung wurde sein Körper gevierteilt und zur Abschreckung an den Stadtgrenzpfosten angenagelt. Soviel in Kürze zur Geschichte.
Erst gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts erinnerte man sich wieder an die Geschichte und stellte ein Leuenberger-Denkmal an den Dorfeingang von Rüderswil. Dort beginnt auch der zum 350-jährigen Gedenken an den Bauernkrieg eröffnete Wanderweg.
Eine mächtige Linde steht gegenüber der Kirche, sie sei damals um 1653 gepflanzt worden. Mit ihren über sechs Metern Umfang kann man das gerne glauben. Sie ist als Naturdenkmal mit dem Namen Leuenberger-Linde geschützt.
Eine zweite fast ebenso dicke Linde ist die Krämerhaus-Linde etwas weiter im Dorf. Dort beginnt der Anstieg hinauf über den Hügelkamm.
Alte Bauernhäuser, eines schöner als das andere, bilden den Dorfkern um die Kirche.
Mit einem alten Herrn haben wir uns kurz über seine Hühner und die Wetterlage unterhalten und sind dann zu den zwei Ahornbäumen hinaufgestiegen.
Blühende Kirschbäume überall.
Am Waldrand benutzen wir gerne das vor erst zwei Jahren aufgestellte Bänkchen zur Mittagsrast.
Weit schweift der Blick übers Dörfli und über die Emmentaler Höhenzüge.
Ganz bis Mützlenberg (Mütschlebrg) wollten wir nicht, wir sind vorher abgebogen, um über den Rüderswilberg wieder ins Tal zu kommen. 
Drüben, am Gegenhang oben rechts kann man Leuenbergers Geburtshaus, den Hof Schönholz sehen. Geplant war der Strasse nach mit wenig Höhenunterschied, doch so verlockend schien der Weiterweg ins Tal des Goldbachs, dass wir gerne dort hinuntergingen. Ein fataler Fehler!
Denn nun mussten wir auf der stärker befahrenen Strasse von Baumen bis Niederbach laufen und dann auf der ebenfalls geteerten Passstrasse wieder hinauf auf den Rüderswilberg. Ein mühsamer Umweg!
Doch damit nicht genug, anstatt den direkten Weg zurück zum Ausgangspunkt zu nehmen, wählten wir einen weiteren Umweg über die Talebene und beim Ramseisteg über die Emme, um dann am anderen Ufer zum Ranflühsteg und zurück zum Auto zu gelangen.
Das gab bis zuletzt gut neun Kilometer mit 250 m Höhendifferenz, womit wir eindeutig unsere Leistungsgrenze ausgereizt hatten.