Nur ungelesene Themen anzeigen
Kleine Fluchten
Zitat von Erwin am 21. November 2023, 11:45 UhrBurgistein bergauf bergab
Ein rezyklierter Beitrag vom April 2017
Burgistein hat eigentlich alles, was ein Dorf braucht: Bahnanschluss Burgistein-Station, Gemeindeverwaltung mit Gemeindepräsident, Kirche, Schloss, Mühle und etwa 1050 Einwohner, aber einen eigentlichen Dorfkern gibt es nicht. Die Fläche der Gemeinde beträgt 7,5 km2 , somit leben 140 Personen auf jedem Quadratkilometer. Allerdings nicht auf jedem, die einzig ebene Fläche im Talboden des Gürbetals wird intensiv genutzt unter anderem zum Chabisanbau. Würde man diese Chabis-Köpfe dazu rechnen, wäre das Pro-Kopf-Einkommen der Gemeinde katastrophal. Aber auch die Fläche müsste eigentlich wesentlich grösser sein als angegeben. Würde man von der Höhe im Tal von 560 ü. M. bis zum höchsten Punkt von 982 Metern bei der Hohliebi an der Gibelegg das stotzige Land flach glätten, gäbe es einiges mehr Fläche.
Wir sind von der Station Burgistein über die Gürbe und entlang dieser, vorbei an der Royalen Sauerkrautfabrik über den Weiler Grossmatt um die Schönegghügel zum Weiler Aebnit aufgestiegen.
Wie soll man diesen Baum benamsen, Eiche oder Efeu, Eifeu oder Efiche?Bei Churzrüti bildet ein tiefer Graben die Gemeindegrenze zu Lohnstorf und zwischen den beiden Hügeln sieht man hinüber zur Stockhornkette. Ab da wird es richtig steil, es braucht den ganzen Atem und man ist froh endlich die Höhe erreicht zu haben.
Neue Baumpilze hoch über dem tiefen Graben
Hinter dem Rapsfeld stand vor siebenhundert Jahren die Blankenburg ob Schönegg, sie wurde im 14. Jh. aufgelassen und niemand weiss von ihrer Geschichte.
Diese mächtige Linde soll die mit dem dicksten Stamm sein in Europa, so sagt der Baumexperte Brunner. Nicht sehr hoch, aber richtig dick ist sie, das stimmt.
Aber heute ist ja scheints der Tag des Baumes, da soll dieser der Baum des Tages sein
Normalerweise steht eine Kirche mitten im Dorf, mitten in das Gemeindegebiet haben sie die gebaut im Jahr 1958, aber kein Dorf weit und breit. Allerdings ein herrlicher Platz für eine Kirche.
Wir kommen dem namensgebenden Teil näher.Bereits hier ist ein erster Hinweis mit dieser ehemaligen Mühle gegeben. Es ist die Schlossmühle, 1564 gebaut vom Schlossherrn Bernhard von Wattenwyl, wie das Eignerwappen am Giebel beweist. Das aktuelle Besitzerpaar hat die verlotterte Liegenschaft vor wenigen Jahren erworben und restauriert. So schön war das Gebäude noch nie.
Der Schopf am rechten Bildrand diente zum Teil als Remise für die Leichenkutsche, so habe ich das im Nachhinein gelesen. Die Burgisteiner hatten bis Mitte des 20. Jahrhunderts keinen Friedhof und mussten zur Predigt ins Tal und auch ihre Toten hinunter nach Thurnen bringen.
Hier gehts nicht weiter – Privatweg.
Die Allee führt hinauf zum Schloss und die Familie von Graffenried wünscht keine uneingeladene Besucher.
Danach geht es stetig abwärts, mit stetigem Blick auf die Schneeberge bis hinunter zur Station Burgistein. Unsere Wanderung ist zu Ende und bei mir ist noch eine Geschichte mit den ehemaligen Schlossherren und dem Schützen Ryffli in der Schublade. Gelegentlich wird sie zur Bärner Gschichte werden. - Soweit der wiederhergestellte Teil, die Geschichte vom Schützen Ryffli wurde ein Teil meiner Bärner Gschichten und die ist hier im Magazin zu finden.
Burgistein bergauf bergab
Ein rezyklierter Beitrag vom April 2017
Burgistein hat eigentlich alles, was ein Dorf braucht: Bahnanschluss Burgistein-Station, Gemeindeverwaltung mit Gemeindepräsident, Kirche, Schloss, Mühle und etwa 1050 Einwohner, aber einen eigentlichen Dorfkern gibt es nicht. Die Fläche der Gemeinde beträgt 7,5 km2 , somit leben 140 Personen auf jedem Quadratkilometer. Allerdings nicht auf jedem, die einzig ebene Fläche im Talboden des Gürbetals wird intensiv genutzt unter anderem zum Chabisanbau. Würde man diese Chabis-Köpfe dazu rechnen, wäre das Pro-Kopf-Einkommen der Gemeinde katastrophal. Aber auch die Fläche müsste eigentlich wesentlich grösser sein als angegeben. Würde man von der Höhe im Tal von 560 ü. M. bis zum höchsten Punkt von 982 Metern bei der Hohliebi an der Gibelegg das stotzige Land flach glätten, gäbe es einiges mehr Fläche.

Wir sind von der Station Burgistein über die Gürbe und entlang dieser, vorbei an der Royalen Sauerkrautfabrik über den Weiler Grossmatt um die Schönegghügel zum Weiler Aebnit aufgestiegen.
Bei Churzrüti bildet ein tiefer Graben die Gemeindegrenze zu Lohnstorf und zwischen den beiden Hügeln sieht man hinüber zur Stockhornkette. Ab da wird es richtig steil, es braucht den ganzen Atem und man ist froh endlich die Höhe erreicht zu haben.
Neue Baumpilze hoch über dem tiefen Graben
Hinter dem Rapsfeld stand vor siebenhundert Jahren die Blankenburg ob Schönegg, sie wurde im 14. Jh. aufgelassen und niemand weiss von ihrer Geschichte.
Diese mächtige Linde soll die mit dem dicksten Stamm sein in Europa, so sagt der Baumexperte Brunner. Nicht sehr hoch, aber richtig dick ist sie, das stimmt.
Aber heute ist ja scheints der Tag des Baumes, da soll dieser der Baum des Tages sein
Normalerweise steht eine Kirche mitten im Dorf, mitten in das Gemeindegebiet haben sie die gebaut im Jahr 1958, aber kein Dorf weit und breit. Allerdings ein herrlicher Platz für eine Kirche.Wir kommen dem namensgebenden Teil näher.
Bereits hier ist ein erster Hinweis mit dieser ehemaligen Mühle gegeben. Es ist die Schlossmühle, 1564 gebaut vom Schlossherrn Bernhard von Wattenwyl, wie das Eignerwappen am Giebel beweist. Das aktuelle Besitzerpaar hat die verlotterte Liegenschaft vor wenigen Jahren erworben und restauriert. So schön war das Gebäude noch nie.
Der Schopf am rechten Bildrand diente zum Teil als Remise für die Leichenkutsche, so habe ich das im Nachhinein gelesen. Die Burgisteiner hatten bis Mitte des 20. Jahrhunderts keinen Friedhof und mussten zur Predigt ins Tal und auch ihre Toten hinunter nach Thurnen bringen.
Hier gehts nicht weiter – Privatweg.
Die Allee führt hinauf zum Schloss und die Familie von Graffenried wünscht keine uneingeladene Besucher.

Danach geht es stetig abwärts, mit stetigem Blick auf die Schneeberge bis hinunter zur Station Burgistein. Unsere Wanderung ist zu Ende und bei mir ist noch eine Geschichte mit den ehemaligen Schlossherren und dem Schützen Ryffli in der Schublade. Gelegentlich wird sie zur Bärner Gschichte werden. - Soweit der wiederhergestellte Teil, die Geschichte vom Schützen Ryffli wurde ein Teil meiner Bärner Gschichten und die ist hier im Magazin zu finden.Zitat von Charlotte am 22. November 2023, 9:52 UhrDanke Erwin für diese Bilder. Es war schon lange mein Wunsch in dieser Gegend eine Wanderung zu unternehmen. Kannst du mir folgende Wanderung, mit Besuch der Abegg Stiftung in Riggisberg, empfehlen?
Danke Erwin für diese Bilder. Es war schon lange mein Wunsch in dieser Gegend eine Wanderung zu unternehmen. Kannst du mir folgende Wanderung, mit Besuch der Abegg Stiftung in Riggisberg, empfehlen?

Zitat von Erwin am 22. November 2023, 10:29 UhrJa Charlotte, der Abstecher zur Abeggstiftung ist zu empfehlen, braucht aber Zeit. Im Dorf geht es der Quartierstrasse entlang und zurück würde ich nicht den gleichen Weg nehmen. Meine Variante stösst oberhalb des Spitals auf die Hauptstrecke.
Viel Spass auf der aussichtsreichen Route
Gruss Erwin
Ja Charlotte, der Abstecher zur Abeggstiftung ist zu empfehlen, braucht aber Zeit. Im Dorf geht es der Quartierstrasse entlang und zurück würde ich nicht den gleichen Weg nehmen. Meine Variante stösst oberhalb des Spitals auf die Hauptstrecke.
Viel Spass auf der aussichtsreichen Route
Gruss Erwin
Zitat von Charlotte am 22. November 2023, 12:49 UhrVielen herzlichen Dank für deinen Tipp, Erwin. Die Abegg Stiftung ist bis Ende April geschlossen, deshalb wird das für mich und meine Wanderkolleginnen eine schöne Frühlingswanderung. Wir werden an Ort und Stelle entscheiden, ob wir weiter nach Rüeggisberg, oder direkt dem Mühlebach entlang nach Thurnen wandern wollen. Guten Tag und liebe Grüsse Charlotte
Vielen herzlichen Dank für deinen Tipp, Erwin. Die Abegg Stiftung ist bis Ende April geschlossen, deshalb wird das für mich und meine Wanderkolleginnen eine schöne Frühlingswanderung. Wir werden an Ort und Stelle entscheiden, ob wir weiter nach Rüeggisberg, oder direkt dem Mühlebach entlang nach Thurnen wandern wollen. Guten Tag und liebe Grüsse Charlotte
Zitat von Heinz am 6. Januar 2024, 13:39 UhrLieber Erwin, Dein Beitrag Burgistein bergauf bergab ist vom Text her sehr interessant. Leider sind die 16 Fotos inzwischen verloren gegangen. Vielleicht kannst Du sie als Mitarbeiter wieder hervorholen. Das wäre schön.
Beste Grüsse - Heinz
Lieber Erwin, Dein Beitrag Burgistein bergauf bergab ist vom Text her sehr interessant. Leider sind die 16 Fotos inzwischen verloren gegangen. Vielleicht kannst Du sie als Mitarbeiter wieder hervorholen. Das wäre schön.
Beste Grüsse - Heinz
Zitat von Erwin am 6. Januar 2024, 14:31 UhrKein Wunder Jean-Pierre, ich habe sie soeben hochgeladen 🙂
Danke Heinz, die Bilder vom alten SeniorBern sind nicht mehr wiederherstellbar, aber ich habe sie von meiner Festplatte holen können.
Kein Wunder Jean-Pierre, ich habe sie soeben hochgeladen 🙂
Danke Heinz, die Bilder vom alten SeniorBern sind nicht mehr wiederherstellbar, aber ich habe sie von meiner Festplatte holen können.