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Drei-Pässe-Fahrt
Zitat von Erwin am 28. September 2025, 10:11 UhrIm Gletschervorfeld
Wer die traurige Geschichte des schwindenden Gletschers nicht kennt, oder sie beiseitelässt, kann sich an der herrlichen Bergwelt erfreuen.
Der angeblich 30 Meter tiefe See, der sich in den letzten Jahren gebildet hat, hilft wesentlich zum Schwund der Eisfront mit.
Die berühmte Eisgrotte hat schon früher jedes Jahr neu eingerichtet, jetzt aber wird das schwierig, denn so schnell wie sich das Gletschereis zurückzieht, können die keine neuen Grotten bauen.
Hier sind die Reste einer ehemaligen Grotte noch zu sehen. Zwei Arbeiter rollen die Abdecktücher zusammen, mit denen das Eis vor dem Schmelzen geschützt werden sollte. Vergebliche Mühe!
Weiter hinten haben sie eine neue Höhle eingerichtet. Unter den Planen ist sie versteckt. Versteckt vor unseren Augen, aber nicht vor der Hitze hier oben. Man konnte hemdsärmelig und mit "blutten" Beinen hier sein.
Sept. 2018, Bild von: Remeo Walser, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Vor einigen Jahren versuchte man mit einer grossflächigen Abdeckung des Gletschers das Abtauen zu verhindern, vergeblich! Es sind jämmerliche Anstrengungen, denn die Natur ist stärker. Jedenfalls sind die überflüssigen Planen jetzt zusammengerollt, bereit für weiter Verwendung?
Am Rückweg konnten wir die noch unbewachsenen Felsbuckel bewundern. Durch den Gletscherschliff hat das Granitgestein eigenartige Formen angenommen.
Im Gegenlicht kommt das besonders gut zur Geltung. Einige Pflanzen haben sich bereits in Spalten und Ritzen angesiedelt. Die Vegetationsgrenze steigt an.
Jetzt müssen neue Attraktionen erschlossen werden, eine sogenannte Gletschermühle, wie sie unter der ehemals bis weit darüber reichende Eisdecke entstand.
Weiter unten: La Source du Rhone, der Ausfluss des Gletschersees.
Viel bleibt nicht mehr, auch nicht für meinen Reisebericht. Morgen gehts zum Schluss.
Im Gletschervorfeld
Wer die traurige Geschichte des schwindenden Gletschers nicht kennt, oder sie beiseitelässt, kann sich an der herrlichen Bergwelt erfreuen.



Der angeblich 30 Meter tiefe See, der sich in den letzten Jahren gebildet hat, hilft wesentlich zum Schwund der Eisfront mit.


Die berühmte Eisgrotte hat schon früher jedes Jahr neu eingerichtet, jetzt aber wird das schwierig, denn so schnell wie sich das Gletschereis zurückzieht, können die keine neuen Grotten bauen.

Hier sind die Reste einer ehemaligen Grotte noch zu sehen. Zwei Arbeiter rollen die Abdecktücher zusammen, mit denen das Eis vor dem Schmelzen geschützt werden sollte. Vergebliche Mühe!

Weiter hinten haben sie eine neue Höhle eingerichtet. Unter den Planen ist sie versteckt. Versteckt vor unseren Augen, aber nicht vor der Hitze hier oben. Man konnte hemdsärmelig und mit "blutten" Beinen hier sein.


Sept. 2018, Bild von: Remeo Walser, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Vor einigen Jahren versuchte man mit einer grossflächigen Abdeckung des Gletschers das Abtauen zu verhindern, vergeblich! Es sind jämmerliche Anstrengungen, denn die Natur ist stärker. Jedenfalls sind die überflüssigen Planen jetzt zusammengerollt, bereit für weiter Verwendung?



Am Rückweg konnten wir die noch unbewachsenen Felsbuckel bewundern. Durch den Gletscherschliff hat das Granitgestein eigenartige Formen angenommen.


Im Gegenlicht kommt das besonders gut zur Geltung. Einige Pflanzen haben sich bereits in Spalten und Ritzen angesiedelt. Die Vegetationsgrenze steigt an.

Jetzt müssen neue Attraktionen erschlossen werden, eine sogenannte Gletschermühle, wie sie unter der ehemals bis weit darüber reichende Eisdecke entstand.

Weiter unten: La Source du Rhone, der Ausfluss des Gletschersees.
Viel bleibt nicht mehr, auch nicht für meinen Reisebericht. Morgen gehts zum Schluss.
Zitat von Erwin am 29. September 2025, 10:08 UhrÜber die Furkapasshöhe und weiter.
Weil der Tag schon fortgeschritten war, mussten wir ohne Verzögerungen weiter fahren. Es bleiben nur noch die Erinnerungen.
Das Hotel Belvédère am Furkapass ist das wohl berühmteste Passhotel der Welt. 1882 wurde es von der Walliser Hotelierfamilie Seiler in eine markante Spitzkehre der neuen Furkastrasse gebaut. Es hat bessere Zeiten erlebt und war sogar Schauplatz bei einem James-Bond-Film. Seit 2015 ist es geschlossen, weil der Unterhalt nicht mehr tragbar war.
Dem dreizehn Jahre später gebaute Hotel Furkablick ging es nicht besser, es stand jahrelang leer und verlotterte zusehends. Jetzt wurde es von einem Aargauer Investor erworben und soll aufwändig renoviert, wieder eröffnet werden. Zurzeit wird noch nach einem Pächter gesucht.
Meine Fahrt ging weiter das Urserental hinunter, an Andermatt vorbei, ohne Halt und der Schöllenenschlucht wenig Beachtung zu schenken bis Wasen, von dort das Meiental hinauf. Gelegentlich überholten wir Veloathleten, liessen Bikerkolonnen und Sportwagenpiloten vorbei und bewunderten während des Fahrens die herrliche Bergwelt. Dabei ging das Fotografieren vergessen, ja, nicht mal auf der Susten-Passhöhe habe ich angehalten. Es wäre nach dem Scheiteltunnel ein Parkplatz gewesen, ich habe den verpasst, leider. Und so war noch als letzte Rastmöglichkeit das Hotel Steingletscher geblieben.
Es sieht heute noch gleich aus wie vor über fünfzig Jahren auf einer Ansichtskarte. Nur die Sonnenschirme sind nicht mehr die gleichen. Ich war vor etwa sechzig Jahren schon mal dort bei einem Bergrettungskurs am Steingletscher.
Wo sind sie geblieben, die Bergkameraden?
Das Gelände um den Steingletscher wurde und wird vom Militär genutzt und war vor Jahren wegen Munitionsexplosionen ein Thema. Aber, wie wir sehen konnten, ist das Hotel noch immer ein Ausgangspunkt für anspruchsvolle Gruppentouren.
Wir genehmigten uns noch eine Coupe-Glace vor der letzten Etappe und beneideten ein wenig die jungen Bergsteiger.
Ein kleiner Schmetterling setzte sich abwechselnd auf meine und Ursis Hand und liess sich nicht vertreiben, als wollte er uns Lebwohl sagen.
Über die Furkapasshöhe und weiter.
Weil der Tag schon fortgeschritten war, mussten wir ohne Verzögerungen weiter fahren. Es bleiben nur noch die Erinnerungen.

Das Hotel Belvédère am Furkapass ist das wohl berühmteste Passhotel der Welt. 1882 wurde es von der Walliser Hotelierfamilie Seiler in eine markante Spitzkehre der neuen Furkastrasse gebaut. Es hat bessere Zeiten erlebt und war sogar Schauplatz bei einem James-Bond-Film. Seit 2015 ist es geschlossen, weil der Unterhalt nicht mehr tragbar war.

Dem dreizehn Jahre später gebaute Hotel Furkablick ging es nicht besser, es stand jahrelang leer und verlotterte zusehends. Jetzt wurde es von einem Aargauer Investor erworben und soll aufwändig renoviert, wieder eröffnet werden. Zurzeit wird noch nach einem Pächter gesucht.
Meine Fahrt ging weiter das Urserental hinunter, an Andermatt vorbei, ohne Halt und der Schöllenenschlucht wenig Beachtung zu schenken bis Wasen, von dort das Meiental hinauf. Gelegentlich überholten wir Veloathleten, liessen Bikerkolonnen und Sportwagenpiloten vorbei und bewunderten während des Fahrens die herrliche Bergwelt. Dabei ging das Fotografieren vergessen, ja, nicht mal auf der Susten-Passhöhe habe ich angehalten. Es wäre nach dem Scheiteltunnel ein Parkplatz gewesen, ich habe den verpasst, leider. Und so war noch als letzte Rastmöglichkeit das Hotel Steingletscher geblieben.

Es sieht heute noch gleich aus wie vor über fünfzig Jahren auf einer Ansichtskarte. Nur die Sonnenschirme sind nicht mehr die gleichen. Ich war vor etwa sechzig Jahren schon mal dort bei einem Bergrettungskurs am Steingletscher.


Wo sind sie geblieben, die Bergkameraden?

Das Gelände um den Steingletscher wurde und wird vom Militär genutzt und war vor Jahren wegen Munitionsexplosionen ein Thema. Aber, wie wir sehen konnten, ist das Hotel noch immer ein Ausgangspunkt für anspruchsvolle Gruppentouren.
Wir genehmigten uns noch eine Coupe-Glace vor der letzten Etappe und beneideten ein wenig die jungen Bergsteiger.

Ein kleiner Schmetterling setzte sich abwechselnd auf meine und Ursis Hand und liess sich nicht vertreiben, als wollte er uns Lebwohl sagen.