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Besuch bei METAS

Besuch bei METAS, dem Eidgenössisches Institut für Metrologie am 17.11.2023

Fünfzehn unvermessene, aber gezählte Bäre-Höcklerinnen und Bäre-Höckler haben sich für den Besuch in Wabern zusammengefunden.

Fast zwei Stunden haben wir erfahren und besichtigt, was hier gearbeitet wird und warum. Grundsätzlich muss überall dort ganz genau, zuverlässig und reproduzierbar gemessen werden, wo eine juristische Konsequenz entstehen kann. Also beispielsweise bei den Geschwindigkeitskontrollen im Strassenverkehr. Tatsächlich kommen alle dafür eingesetzten Radargeräte jährlich zur Kalibrierung nach Wabern! Das sind Tausende.
Ein anderes Beispiel sind die Lärmmessgeräte. Auch bei Verletzung der Lärm-Verordnungen drohen Bussen oder Anzeigen. Der für solche Messungen vorgesehene Raum ist echofrei. Es war schon eindrücklich, diesen Raum mit seinen riesigen Wandelementen und dem als Netz gespannten Boden betreten zu dürfen.
Und dann muss natürlich die Zeit gaaanz genau gemessen werden und auch Distanzen. Der heutige Schweizer Referenzmeter ist nicht mehr physisch zum „Anfassen“ vorhanden. Er wird mit Licht hergestellt in genau festgelegten Wellenlängen, wann immer man ihn braucht. Wie genau kann diese, früher Urmeter genannte Distanz gemessen werden? In der Schweiz auf 15 Stellen hinter dem Komma! Es gibt auch Institute die schaffen das auf 17 und 18 Stellen. Und wie genau war eigentlich der bis 1960 gültige, physische Urmeter? Auf 10nm (Nanometer) genau war die Auskunft unseres Guides. Das ist immerhin auch schon die 8. Stelle hinter dem Komma. Unglaublich.

Ihr könnt euch vorstellen, dass wir nur von einem sehr kleinen Teil der Metas-Aufgaben gehört haben, davon wiederum nur einen Teil gesehen und von allem noch viel weniger verstanden haben. Trotzdem, es war hoch interessant und hat die grauen Zellen wieder einmal herausgefordert. Gut so.

 

Wunderschön ausgestellt - das Urkilo                        Hier wird der Schweizer Urmeter erstellt

 

Wandelement im echofreien Raum                             Die Tennisbälle zeigen an, wo es Brandmelder gibt