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Es war einmal – kein Märchen!

Bringen Sie es fertig, fünf vierstellige Zahlen im Kopf oder von Hand zusammen zu zählen? Das haben wir doch gelernt! Unterdessen bedienen auch wir uns mit digitalen Rechnern jeder Grösse und vertrauen ihrem Resultat mehr als unserem Kopf. Schreiben Sie einen wichtigen Brief von Hand? Meine Schrift war nie so ganz sauber und oft mehr ein Gekritzel; aber gelernt ist gelernt. Heute tippe ich auf der Tastatur, korrigiere Fehler, kopiere, verschiebe, lösche – ohne Tipex und Durchschlagspapier. Der Rechtschreibungsfunktion meiner Maschine traue ich oft mehr als unserem Deutschlehrer.

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In nur einer Generation wurden wir überrumpelt von der Entwicklung der Technik. Haben wir dies voraussehen können; haben wir den Optimisten und Propheten geglaubt? Nicht einmal die Verkaufsberater für Büromaschinen rechneten mit der Geschwindigkeit, mit der ihre Produkte veralten sollten. Viele Unternehmen waren dieser Herausforderung nicht gewachsen und verschwanden vom Markt. Ein Glück, dass wir Lehrlinge,  Handwerker und Studierende mit jungen Kräften, neugierig an den fantastischen Errungenschaften interessiert unseren Berufszielen mit dem sogenannten Fort-Schritt mithalten konnten. Heute können wir im Rückblick nur noch staunen.

Einer hat angefangen, aus dieser Rückschau in die Anfänge seines beruflichen Werdeganges im Forum von SeniorBern zu erzählen. Sofort hat dies ein grosses Echo ausgelöst. Dem Wunsch nach einer eigener Kategorie konnte am nächsten Tag schon stattgegeben werden. Schlag auf Schlag folgen jetzt weitere Geschichten und “Erlebnisse aus früheren Zeiten”, vornehmlich (noch) von Leuten aus der Elektrobranche, da wir uns ja auf einer Internetplattform tummeln und mit Elektronik mehr oder weniger umgeben und vertraut sind. Die Berichte sind jeweils ein paar Seiten lang, aber kurzweilig und spannend zu lesen.

Sie regen unser eigenes Gedächtnis an und fördern fast vergessene Abenteuer in unserem eigenen Leben an die Oberfläche. Es wäre ein Gewinn für alle, davon zu lesen und allenfalls mit Bildern illustriert, zu sehen. Vielleicht ist es auch ein Gewinn für den Erzähler, die Erzählerin, selber sich zu erinnern und weiterzugeben, was unsere Generation prägte. Unsere Kinder und EnkelInnen werden – vielleicht erst später – dankbar sein dafür. Die zeitliche und persönliche Nähe hat noch nicht den Geruch nach Museum. Erinnerungen sind Schätze, die zu heben sich lohnt. Dunkle, traurige Zeiten kommen an die frische Luft und könnten aufgearbeitet werden; gute und gelungene Strecken unseres Lebens wecken Dankbarkeit und Zufriedenheit.

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Gespannt warte ich auf weibliche “Zeitzeugen”!

Es hat jede Menge Platz im Forum. Viele freuen sich, wenn Sie Ihre Erlebnisse weitergeben. Lesen Sie und teilen Sie unter

www.seniorbern.ch

Bilder: Willy Vogelsang, Museum Enter Solothurn

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