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Eu-Wahlen 2024

Deutlicher Rechtsrutsch, was heisst das?

Der in Frankreich im Sinkflug fliegende Staatspräsident löst das nationale Parlament auf. Er hat genug.

Ja und der Rest der EU? Und die wenigen Nicht-EU-länder im direkten Umfeld?

Ich frage mich schon längst, warum die Gesellschaft so vergesslich ist. Auch wenn ich noch ein kleiner Junge war, als Hitler mit seinen Nazinasozialisten die Welt ins Unglück stiess, denke ich doch heute noch daran und sehe, wie unsere Gesellschaft wieder genau gleich diesem Rattenfänger-von-Hameln-Trend nachrennt.

Müssen wir wirklich froh sein, schon über 80 geworden zu sein? Müssen wir froh sein, das neue Weltunglück mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht mehr erleben zu müssen?

Damals begann es auch in den frühen 20er Jahren! Sind wir heute gescheiter?

Zitat von Andreas am 10. Juni 2024, 13:18 Uhr

Deutlicher Rechtsrutsch, was heisst das?......

.....Damals begann es auch in den frühen 20er Jahren! Sind wir heute gescheiter?

Ja; was heisst das:

  • Die Mittepartei EVP hat zugelegt, vermutlich gestärkt von Wechselwählern. Das ist gut so.
  • Die linken Parteien mussten starke Verluste hinnehmen. Ihre Stammwählerschaft hatte von den regierenden Ampel- und Sozialistenpolitikern Wundertaten erwartet, doch Wunder gibt es in der realen Welt keine. Zu viel hängt von nicht beeinflussbaren, äusseren Gegebenheiten ab.
  • Daraus resultiert nun die Suche nach den Alternativen. Ob die Alternative tatsächlich besser wäre, man kann es sich nicht vorstellen.

In Deutschland waren erstmals die 16-Jährigen an der Urne gefragt. Sie haben gemäss Analysten überwiegend alternativ gewählt. Da ist ein Problem zu orten, die politische Bildung im Schulalter wurde vernachlässigt und eben den Rattenfängern überlassen.

Mir fallen ebenfalls die Analogien zu den zwanziger Jahren nach dem 1. Weltkrieg auf, doch ich hoffe und vertraue auf vernunftbegabte Menschen, die tatsächlich aus der Geschichte etwas gelernt haben und entsprechend Gegensteuer geben.

Ganz deiner Meinung, Andreas.

Immer wieder sagte die Menschheit hinterher, nach allen schlimmen Grausamkeiten, denen sie nur zugeschaut hat, "ach, wenn wir das gewusst hätten !"

Genau dasselbe passiert HEUTE im Nahen Osten, wo ein seit Jahrzehnten gejagtes und geknechtetes Volk umgebracht wird. Dasselbe geschieht in allen anderen, totgeschwiegenen und vergessenen Kriegen.

Nein, wir Menschen sind definitiv nicht im Geringsten lernfähig !

Erwin, du hast die Mitte und die Linken erwähnt - wo sind die Anderen ? die Leider-Sieger ?

Tout à fait d'accord avec vous tous !
Ganz einverstanden mit euch allen!

Nous ne sommes pas plus intelligents aujourd'hui, nous ne sommes pas plus sensés, nous avons toujours tendance à oublier les leçons du passé ...
Wir sind heute nicht klüger, wir sind nicht vernünftiger, wir neigen immer dazu, die Lehren der Vergangenheit zu vergessen ...

Der Frühling und der Sommer in diesem Jahr bescherte bisher Europa nicht besonders viel Sonnenschein. Und trotzdem sind viele Menschen auf diesem Kontinent ziemlich braun geworden…

Die Wahlen von gestern in Frankreich bestätigen den Trend, den die Europawahlen aufgezeigt haben. Dass sich da bei der Stichwahl vom kommenden Sonntag noch viel ändern wird, wage ich zu bezweifeln. Auch in Österreich wird dieses Jahr gewählt. Die rechtspopulistische FPÖ hat gemäss Umfragen durchaus Chancen, stärkste Partei zu werden und in Deutschland freut sich die AfD auf die Wahlen 2025, wo sie grosse Zugewinne erwarten darf. Italien, die Niederlande, Ungarn und weitere Länder im ehemaligen Ostblock gehören auch schon ins rechtsextreme Lager.

Und die Schweiz? Auch hier ist eine rassistische, fremdenfeindliche, homophobe, antifeministische, anti-ökologische und nationalistische Partei die Stärkste. Auch bei uns sind die Ausländer und Geflüchteten an der Verkehrsüberlastung, an den hohen Mieten, der Kriminalität und am «Dichtestress» schuld. Auch hier erzählen die Millionäre und ihre Mitläufer aus der Sogenannten VolksPartei dem bedrängten Mittelstand, dass er seine Situation allein den Arbeitsscheuen (Arbeitslosen), den Sozialschmarotzern (Sozialhilfeempfängern) und den Wirtschaftsflüchtlingen verdankt. Und den Armutsbetroffenen, die mit dem Existenzminimum leben und jeden Rappen zweimal umdrehen müssen, bevor sie ihn ausgeben, erklärt man, dass der Bund, statt ihre Situation zu verbessern, eben lieber Geld in ferne Länder schicke, um dort den Menschen zu helfen.

Und die Leute glauben es, wählen solche Politiker und merken nicht, wie diejenigen, die ihnen das alles vorlügen, selber Kasse machen und die eingenommenen Millionen mittels im Parlament selbstgeschaffener Steuerschlupflöcher nicht einmal richtig versteuern.

Immerhin haben wir hier noch die Volksinitiative und das Referendum und können diese «Volksvertreter» gegebenenfalls bremsen. Was hie und da auch gelingt, auch wenn diese sich ihre Gegenkampagnen Millionen kosten lassen...